Gerhard Moser
Kommunikation ist alles
Gerhard Moser
Mitarbeiter:innenporträt Gerhard Moser
(10.02.2026)
Wer an Webseiten denkt, denkt zuerst an Design, Layout, an Technik und Pixel. Wer jedoch Gerhard Moser bei der Arbeit erlebt, merkt schnell: Im Kern geht es um etwas ganz anderes. Um Kommunikation. Um Menschen. Um Geschichten, die sichtbar werden wollen. Moser arbeitet im Bereich Webservices des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Innsbruck. Drei Personen kümmern sich dort um rund 70.000 Webseiten. „An der Uni können die Organisationseinheiten ihre Seiten im Rahmen des Corporate Designs selbst gestalten. Wir bieten die Unterstützung dafür“, erklärt Moser.
Kommunikation begleitet Moser schon sein Leben lang. Als junger Mensch schrieb er Romane. „Die stehen heute in der ULB, mittlerweile echte Raritäten“, sagt er augenzwinkernd. Später nach seinem Studium der Internationalen Wirtschaftswissenschaften unterrichtete er EDV. „Da habe ich gemerkt: Mit Menschen zu kommunizieren, das liegt mir und das möchte ich auch in Zukunft in meinem Beruf machen.“
Überblick bewahren
Vor seiner Tätigkeit an der Universität war Moser zwölf Jahre als selbstständiger Webdesigner tätig. „Das Schwierige an der Selbstständigkeit war, dass man immer allein arbeitet.“ Heute schätzt er es, gemeinsam in seinem kleinen Team die wachsende Flut an Webseiten der Universität zu betreuen. Neben Organisation und Support geht es vor allem um Vermittlung. „Jeder hat andere Ideen und Bedürfnisse. Wir versuchen, den Onlineauftritt der Uni als Ganzes zusammenzuhalten und gleichzeitig so viel Individualität wie möglich zu ermöglichen“, erklärt er.
Besonders präsent ist derzeit das Thema Künstliche Intelligenz. Kommunikation findet nicht mehr nur zwischen Menschen statt, sondern auch mit Maschinen. Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass sie von KI-Systemen gelesen und verstanden werden. Und trotzdem, betont Moser, dürfe man das Wesentliche nie aus den Augen verlieren: „Am Ende kommunizieren wir immer noch für Menschen.“
Sprache als Blicköffner
Dass Kommunikation für Moser deutlich mehr ist als nur Berufsinhalt, zeigt sich auch in seiner Freizeit. Ein kleiner Zen-Garten mit Sand und Rechen auf seinem Schreibtisch gibt aufmerksamen Beobachter:innen einen Hinweis auf sein Hobby. „Die japanische Kultur und vor allem die Sprache faszinieren mich enorm“, sagt er. Seit sieben Jahren lernt er Japanisch, vier Reisen führten ihn bereits ins Land der aufgehenden Sonne. „Für das Wort ‚Ich‘ gibt es im Japanischen etwa zehn Varianten“, erzählt Moser. Diese sprachliche Vielfalt schärft seinen Blick und erweitert seine Perspektiven – nicht nur, aber auch im Beruf.
(Autorin: Barbara Kluibenschädl)
