Inwiefern kann von einer spezifischen „Poetik des Exils“ gesprochen werden? Der Vortrag geht von der These aus, dass das Exil als radikale Abspaltungs- und Ausschlusserfahrung eine verstärkte Entfaltung räumlicher Metaphorik und Symbolik provoziert. Untersucht wird die Transformation von realem Ortsverlust in literarische Raumkonstruktionen. Ausgehend von Iosif Brodskijs Bild der „Einkapselung“ wird das Spannungsfeld zwischen der „Autorität der realen Erfahrung“ und dem Exil als universellem poetologischem Denkmodell ausgelotet.
Von Nabokov bis Stepanova. Überlegungen zu einer Poetik des Exils
Eva Hausbacher (Universität Salzburg)
Di, 16.6.2026, 17.15-18.45 Uhr, SR 40406 (Geiwi-Turm, 4. Stock)