Besuch im Archiv

Archivbesuch des HILUC-Projektteams und der Projektpartner am 27. März 2023

Von Karten und Manuskripten

Bei einem gemeinsamen Besuch des HILUC-Projektteams und seiner Partner im Tiroler Landesarchiv (TLA) wurden Einblicke in die historische Forschungsarbeit gewonnen.

Gebäudefassade und Eingangsbereich des Tiroler Landesarchivs.

Gebäudefassade und Eingangsbereich des Tiroler Landesarchivs.
Foto © R. Schrott, 2023

Gebäudefassade und Eingangsbereich des Tiroler Landesarchivs.

Schild mit der Aufschrift: Tiroler Landesarchiv.

Schild mit der Aufschrift Tiroler Landesarchiv.
Foto © R. Schrott, 2023

Schild mit der Aufschrift: Tiroler Landesarchiv.

Nach einer kurzen allgemeinen Einführung in die Archivforschung lag der Schwerpunkt auf der Präsentation von Waldbeschreibungen und Waldkarten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf Grundlage dieser sich ergänzenden Quellengattungen lässt sich die historische Landnutzung vor Ort rekonstruieren.

Die Waldbeschreibungen liefern Informationen zu den regionalen sozioökonomischen Bedingungen und enthalten quantifizierbare Daten nicht nur zur Größe und Zusammensetzung der Waldgebiete, sondern auch zur lokalen Nachfrage nach Forstprodukten. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf bestimmte Waldnutzungspraktiken wie Waldweide, Astfällung oder Laubstreunutzung ziehen. Mithilfe der den Manuskripten zugehörigen Waldkarten können geeignete Flächen lokalisiert werden.

Ein abgenutztes Buch, das ein Manuskript einer historischen Karte ist.

Ein abgenutztes Buch, das die Handschrift einer historischen Karte ist.
Foto © R. Schrott, 2023

Diskussion über eine historische Karte und die eingezeichneten Waldnutzungsgebiete.

Diskussion über eine historische Karte und die eingezeichneten Waldnutzungsgebiete.
Foto © R. Schrott, 2023

Die Herausforderung besteht darin, vollständige Datensätze zu erstellen, die sowohl geeignete Waldkarten als auch ausreichend detaillierte Beschreibungen enthalten. Ein besonderes Problem ist, dass die Beschreibungen nicht für alle Regionen gleich detailliert sind, da die zeitgenössischen Autoren der Waldbeschreibungen unterschiedliche Schwerpunkte setzten. Aufgrund der Gebietsreformen der Napoleonischen Kriege wurden einige Gebiete zudem genauer beschrieben als andere, da ihre Wälder von Grund auf neu erfasst wurden.

Um aus dieser Vorauswahl die vier endgültigen Testgebiete zu bestimmen, muss in einem nächsten Schritt ein Vergleich mit den Forschungsergebnissen zu historischen Hochwasserereignissen erfolgen. Auch hydrologische Modellierungsfaktoren müssen berücksichtigt werden.

Sieben Personen saßen um einen großen Tisch und unterhielten sich über eine Karte und Bücher.

Gruppendiskussion über die Qualität historischer Datensätze und die Herausforderungen der Forschung.
Foto © C. Geitner, 2023

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