HILUC - Hydrological Impact of Historical Land Use and Climate
HILUC (Hydrological Impact of Historical Land Use and Climate) ist ein inter- und transdisziplinäres Forschungsprojekt zur Entstehung von Überschwemmungen in kleinen alpinen Einzugsgebieten von etwa 1850 bis heute mit Fokus auf die Auswirkungen spezifischer Landnutzungspraktiken.
Aufbauend auf den Ergebnissen eines Vorprojekts wird ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Historikern, Landnutzungsforschern, Waldökologen, Bodenkundlern und Hydrologen folgende Ziele verfolgen:
- Auswahl von vier kleinen Einzugsgebieten in Tirol unter Berücksichtigung natürlicher Gegebenheiten, der Verfügbarkeit historischer Landnutzungsdaten und Informationen zu extremen Abflussereignissen
- Kartierung aktueller hydrologisch relevanter Eigenschaften in den vier Einzugsgebieten
- Untersuchung historischer Landnutzungskarten mit zugehörigen Erläuterungen (um 1850) mit Schwerpunkt auf forstwirtschaftlichen Nutzungspraktiken (insbesondere Streunutzung, Waldweide, Astfällung) sowie Rekonstruktion des Waldzustands um 1960 anhand von Inventurdaten und Luftbildern
- Quantifizierung des Einflusses historischer Praktiken auf Boden, Vegetation und Abflussbildung durch Feldversuche (Streuharken, Regensimulationsversuche) in Verbindung mit Laboranalysen
- Aufbereitung der Modellergebnisse und des gewonnenen Prozessverständnisses sowie daraus ableitbarer Kennzahlen für Lehrkonzepte, Unterrichtsmaterialien und Publikationen.
Förderung
Projektbeginn am 1. November 2022 mit einer Laufzeit von 3 Jahren
Partner
Forstcampus Österreich
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und
Lawinenverbauung, Sektion Tirol (WLV)
Gemeindechronisten
Gemeindeforstmanager
Weitere Gemeindemitglieder
Tiroler Landesregierung / Forstamt (LFD)
Universität Bremen, Institut für Geographie
HILUC - Hydrological Impact of Historical Land Use and Climate
Waldnutzung und Hochwasser: Das HILUC-Projekt untersucht die Zusammenhänge
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