Im Sommer führte das HILUC-Team vielfältige Feldarbeiten durch. Dazu gehörten Laserscanning, Humus- und Bodenprobenahme, Streuentfernung, hemisphärische Fotografie und Regensimulationen.
Laser scanning
Durch das Laserscanning der Untersuchungsflächen ist es möglich, Informationen über die Bestandes- und Oberflächeneigenschaften des Waldes zu sammeln.

Terrestrisches Langstrecken Laserscanning System RIEGL VZ-2000i.
Foto © M. Gröber, 2023

Rohpunktwolke einer einzelnen Scanposition.
Foto © L. Müller, 2023
Humus- und Bodenbeprobung
Zur Bestimmung des Kohlenstoff- und Nährstoffgehalts im Waldhumus und -boden wurden Proben entnommen. Darüber hinaus wurden Proben zur Untersuchung der Mykorrhiza entnommen.

Rahmen zur Entnahme von Humusproben.
Foto © M. Gröber, 2023

Bohrkern in Transportbehälter.
Foto © R. Schrott, 2023
Entfernung der Streu
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts praktizierten die Bauern in den Tiroler Wäldern das Zusammenrechen der Bodenstreu. Dabei wurde die organische Schicht zunächst mit speziellen Sicheln gemäht und anschließend mit Rechen zusammengetragen. Das so gewonnene Material diente später als Einstreu in den Ställen.
Nach umfangreichen Literaturrecherchen und Gesprächen mit lokalen Bauern haben wir versucht, die historische Waldnutzung zu rekonstruieren.

Historische Kurzsense von etwa einem Meter Länge und Rechenkopf, wie sie im Experiment zur Müllbeseitigung verwendet wurde.
Foto © R. Schrott, 2023

Die Streunutzung wurde auf einer circa 20 x 30 Meter großen Fläche praktiziert. Es wurden die Vegetation und die oberste Bodenschicht entfernt.
Foto © R. Schrott, 2023
Hemisphärische Fotos
Die hemisphärische Fotografie ist eine Technik zur Schätzung des Kronenschlussgrades oder des Blattflächenindex. Dabei werden mit einem Weitwinkelobjektiv Fotos der Baumkrone von oben aufgenommen. Um den Einfluss der Streuentfernung auf die Baumkrone zu bestimmen, wurden die Fotos vor und mehrmals nach der Maßnahme angefertigt.

Hemisphärisches Foto mit einem Fischaugenobjektiv von Baumkronen.
Foto © R. Schrott, 2023
Beregnungsversuche
In Zusammenarbeit mit unseren Partnern vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) wurden Beregnungsversuche mit einer mobilen Bewässerungsanlage durchgeführt. Zur Messung des Oberflächenabflusses wurde am Ende der Bewässerungsfläche ein Abflussrohr platziert, das in ein Messbecken mündet. Diese Beregnungsversuche wurden zweimal durchgeführt, vor und nach der Streuentfernung. Dadurch wollen wir die Wirkung von Humus und den Einfluss der Streuentfernung auf die Entwicklung des Oberflächenabflusses besser verstehen.

Großberegnungsanlage des BFW in Betrieb im Wald.
Foto © R. Schrott, 2023.
Teile unserer Feldarbeit wurden von einem Filmteam begleitet.
Den ersten Clip können Sie hier sehen:
Video
Video über die Feldarbeiten.