Portrait von Josef Quitterer

Vortrag von Josef Quit­te­rer: "Hat Jesus Chris­tus eine gespal­tene Per­sön­lich­keit?"

Im Rahmen der Innsbrucker Theologischen Sommertage 2025 an der Katholisch-Theologischen Fakultät ist Josef Quitterer der Frage nachgegangen: Hat Jesus Christus eine gespaltene Persönlichkeit?

Seit John Locke wird Personsein über selbstbezügliche Aktivitäten definiert. Da nach der kirchlichen Lehre Jesus Christus zwei Naturen mit zwei Weisen des Wollens und Erkennens besitzt, hätte er dem zufolge auch zwei unterschiedliche Weisen, auf sich selbst Bezug zu nehmen. Kann man unter diesen Umständen aber noch von ein und derselben Person sprechen? Im Beitrag wird in Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen aus der Philosophie des Geistes die Frage diskutiert, ob unterschiedliche Weisen des Selbstbezugs in Jesus Christus die Einheit seiner Person gefährden. Es wird gezeigt, dass eine aktualisierte Version der thomistischen Leib-Seele-Bestimmung tatsächlich eine Möglichkeit eröffnet, wie trotz der Verschiedenheit selbstbezüglicher Aktivitäten noch von der Einheit der Person Christi gesprochen werden kann.

Die Videoaufzeichnung des Vortrags finden Sie hier.

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