von links nach rechts: Die Mitarbeiter*innen der ULB Tirol Christian Kössler, Maritta Horwath und Johanna Walcher

Christian Kössler, Maritta Horwath und Johanna Walcher von der ULB Tirol vermitteln im Zeit.shift-MOOC gezielt Kompetenzen zur aktiven Nutzung historischer Zeitungsinhalte.

Zeit.shift­-­MOOC geht on­line

Was erzählen uns Zeitungen über das Leben in Tirol vor 100 Jahren? Wie werden Zeitungen digitalisiert und über Web-Portale zugänglich gemacht? Wie kann man in historischen Zeitungen recherchieren, um eine wissenschaftliche Fragestellung zu formulieren? Wie nutzen die Digitalen Geisteswissenschaften computergestützte Verfahren zur Erschließung historischer Textdokumente? Diese Fragen werden im Zeit.shift-MOOC beantwortet.

Mit dem 2. Mai geht der Zeit.shift-MOOC online, der im Rahmen des Interreg-Projekts „Zeit.shift – digital in gesterns Zukunft“ entwickelt wird. Das Projekt mit den drei Partnern Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und EURAC Research hat die Bewahrung, Erschließung und Vermittlung des kulturellen Texterbes aus Nord-, Ost- und Südtirol zum Ziel. Nach einer umfassenden Digitalisierungsoffensive stehen historische Zeitungen aus dem gesamten Tiroler Raum online zur Verfügung und können ab sofort über die Digitale Bibliothek eingesehen und durchsucht werden. Im Zeit.shift-MOOC werden nun gezielt Kompetenzen zur aktiven Nutzung der Zeitungsinhalte vermittelt.

Der MOOC (Massive Open Online Course) richtet sich primär an Schülerinnen und Schüler und an alle, die aktiv mit online verfügbaren historischen Zeitungen arbeiten wollen. In den insgesamt 6 Lektionen lernen die Teilnehmenden, wie sie historische Zeitungen als Quellen für wissenschaftliches Arbeiten nutzen, wie sie eine Fragestellung entwickeln, Themen auswerten, die Quellen korrekt zitieren und wie sie die Ergebnisse der Recherche zusammenfassen. Vier ausgewählte Themen – unter anderem zur Impfdebatte in den 1920er Jahren in Tirol –werden anhand der Zeitungsartikel exemplarisch aufbereitet, um die Bandbreite der historischen Texte zu zeigen. Außerdem vermittelt der Zeit.shift-MOOC Kompetenzen im Lesen der Frakturschrift über interaktive Web-Anwendungen und gibt Einblick in die Themen Digitalisierung, automatisierte Texterkennung, Computerlinguistik und Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften.

Die Lektionen bauen inhaltlich aufeinander auf, sind aber auch jeweils einzeln nutzbar. Es werden Lernvideos zu den MOOC-Inhalten und Interviews mit Expertinnen und Experten aus dem Projekt Zeit.shift und der Universität Innsbruck bereitgestellt. Zusätzliches Text- und Bild-Material, Quizfragen und Aufgabenstellungen ergänzen die Videos. Die Inhalte können eigenständig erarbeitet werden oder im Rahmen des Unterrichts an Schulen in Nord-, Ost- und Südtirol integriert und genutzt werden.

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