Universität Innsbruck
Insgesamt acht Menschen stehen vor Rollups, fünf davon halten rote Mappen in den Händen.

Die Innsbrucker Preisträger*innen mit Betreuer*innen (von links): Dr. Peter Massin (Preisträger und Betreuer), Theresa Uitz (Betreuerin), Charlotte Thorn, Catalina Julia Tripoli, Philipp Schwaderer, Mümün Keser, Andreas Körner (Betreuer), Prof. Marjan Colletti PhD (Betreuer).

Fünf For­schungs­preise für Archi­tek­tur nach Inns­bruck

Die Bundeskammer für ZiviltechnikerInnen hat Mitte Juni insgesamt 21 Preise für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, fünf davon gingen an Studierende an der Fakultät für Architektur der Uni Innsbruck – die Universität Innsbruck war damit die erfolgreichste Einrichtung.

Die Bundeskammer für ZiviltechnikerInnen verstärkt ihr Engagement für die Ausbildung von Architekt*innen: Mit den Forschungspreisen für Architektur will sie die Ausbildungssituation von Architekt*innen in den Fokus rücken. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Mittwoch, 15. Juni 2022 im Künstlerhaus Wien wurden insgesamt 21 Preise für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die an 7 unterschiedlichen Universitäten und Fachhochschulen entstanden sind. Die Forschungspreise Architektur wurden in diesem Jahr mit EUR 37.500 dotiert. Der thematische Bogen der ausgezeichneten Arbeiten reicht von der Konstitution des Ornaments in der Architektur, einem Gemeinschaftszentrum im Amazonasgebiet über Dachnutzungen unter Betrachtung von Ökoindikatoren, Raumnarrativen eines Jahrhunderts der Mobilität bis hin zu Ortskernentwicklung oder den Einsatz von AI bei spezifischen Aufgaben der Planung, insgesamt fünf der Preise gingen dieses Jahr an Studierenden des Instituts für Experimentelle Architektur, Arbeitsbereich Hochbau, der Universität Innsbruck. Zwei der ausgezeichneten Projekte stammen aus dem Bachelorstudium, zwei aus dem Master und eines aus dem PhD-Studium.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Bundessektion Architekt*innen der Kammer den Think Tank „Ausbildung Architektur“ ins Leben gerufen, dem Vertreter*innen sowohl der Kammer als auch von sieben Universitäten und Fachhochschulen angehören. Ziel des Think Tanks ist es, ein gemeinsames Verständnis der künftigen Aufgaben zu entwickeln und die nötigen Anpassungen in den Ausbildungsplänen durchzusetzen. Zu den ersten Ergebnissen der beginnenden Diskussionen zählen der Wunsch nach einer größeren inhaltlichen Breite des Studiums sowie die Vermittlung von ganzheitlichen Sichtweisen auf Themen des Bauens.

Die ausgezeichneten Innsbrucker Studierenden mit Betreuer*innen:

  • BA: Charlotte Thorn, Ornamental. Recontextualizing Late Baroque Ornamentation
    (Betreuung: A. Koerner, P. Massin, T. Uitz, M. Colletti)
  • BA: Catalina Julia Tripolt, Opaia. Die Anomalie eines Architekturfragments
    (Betreuung: A. Koerner, P. Massin, T. Uitz, M. Colletti)
  • MA: Mümün Keser, opPositions. Simulated Embodiment and the Empathic Spaces of Existence
    (Betreuung: M. Colletti)
  • MA: Philipp Schwaderer, Thermal Ceramics. Sustainable Robotic 3D-Printing
    (Betreuung: M. Colletti)
  • PhD: Dr. Peter Massin, Zur Konstitution des Ornaments in der Architektur. Historiografie, Gegenwart und Morphologie
    (Betreuung: M. Colletti)

(OTS/Colletti/red)