Universität Innsbruck
Plastikfiguren von Miraculix, Obelix und Asterix.

Woher die Namen der Comicfiguren Miraculix, Obelix und Asterix kommen und auf welchem Namenssystem sie beruhen, war eins der Themen der ausgezeichneten Arbeiten.

Zwan­zig Jah­re und kein biss­chen lei­se

Der Frankreich-Schwerpunkt feiert Jubiläum: Am diesjährigen Frankreich-Tag feierte der Schwerpunkt am 30. November sein 20-jähriges Bestehen mit der Verleihung der Frankreich-Preise 2021 an fünf junge Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler.

Was sind das für Leute, die auf einmal in die französischen Alpen ziehen, um dort Bauern zu werden? Nach welchem System haben Asterix, Obelix und Konsorten ihre Namen bekommen? Berichten Journalisten über terroristische Anschläge emotionaler, wenn diese im eigenen Land stattgefunden haben? Warum ist es nicht gut, wenn Mitglieder sprachlicher Minderheiten ganz einfach gleich behandelt werden wie alle anderen? Was beeinflusst das Verhalten von VerkäuferInnen oder FriseurInnen in schwierigen Situationen?

Es gibt tatsächlich eine Veranstaltung, auf der all diese Fragen an einem Abend beantwortet werden; und das liegt daran, dass sie eines gemeinsam haben: Sie sind von Innsbrucker (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen mit Bezug auf Frankreich oder in Kooperation mit Frankreich erforscht worden. Die Veranstaltung, auf der sie präsentiert wurden, ist der Frankreich-Tag des interdisziplinären Frankreich-Schwerpunkts der Universität Innsbruck, der am 30.11.2021 virtuell stattfand und bei dem der „Pôle d’études françaises“ sein zwanzigjähriges Bestehen mit der Verleihung der Frankreich-Preise 2021 an fünf junge WissenschaflerInnen feierte.

Zur Begrüßung würdigte Rektor Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk die Leistungen des Frankreich-Schwerpunkts und sein hohes Ansehen bei den Universitäts-Angehörigen, und der Botschafter von Frankreich in Österreich, S.E. Gilles Pécout, betonte, dass die anstehende französische Präsidentschaft im EU-Rat die universitäre Internationalisierung in den Vordergrund stellen wolle. Die Leiterin des Frankreich-Schwerpunkts, Univ.-Prof. Dr. Eva Lavric, hatte diesem zum 20. Jubiläum ein Gedicht geschrieben, genauer gesagt, ein Baudelaire-Gedicht für diesen Anlass adaptiert. Anwesend waren auch Botschaftsrat Philippe Sutter und Wissenschaftsattachee Johannes Caliskan.

Die PreisträgerInnen wurden von ihren BetreuerInnen vorgestellt und stellten dann ihrerseits – in französischer Sprache – ihre Forschungsarbeiten vor. Ausgezeichnet wurden:

In der Kategorie Diplom-/Masterarbeit:  

  • Mag. Anna Burgstaller, BSc
    „Neoruralismus in den französischen Alpen“
    Laudatio: ao. Univ.-Prof. i. R. Mag. Dr. Ernst Steinicke (Geographie)
  • Mag. Bernhard Dalnodar
    « Des créations ludix, inventées à des fins comix, avec une morphologie systématix – Les noms de personnages dans Astérix »
    Laudatio: Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Lavric (Romanistik)
  • Isabella Hochfilzer, BA MA
    „Emotivität in der österreichischen und französischen Berichterstattung am Beispiel Terrorismus“
    Laudatio: ao. Univ.-Prof. Mag. Mag. Dr. Cornelia Feyrer (Translationswissentschaft)
  • Mag. Anna Wolf
    « Pluralité linguistique et principe d’égalité – Analyse comparée entre la France et l‘Italie »
    Laudatio: Univ.-Prof. Mag. Mag. Dr. Esther Happacher, LLM (Italienisches Recht)

In der Kategorie Post-Doc:

  • MMMag. Dr. Anna Schneider
    „Situating service work in action: A review and a pragmatist agenda for analysing interactive service work”
    Laudatio: Univ.-Prof. Dr. Julia Brandl (Organisation und Lernen)

Die Leiterin des Frankreich-Schwerpunkts, Prof. Dr. Eva Lavric, beglückwünschte die PreisträgerInnen und bemerkte zum Abschluss: „An solchen Abenden erkennt man, was für eine wunderbare Arbeitsumgebung eine Universität ist und dass es wirklich etwas bringt, in den verschiedensten Disziplinen mit französischen WissenschaftlerInnen zusammenzuarbeiten!“

(Eva Lavric)

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