Universität Innsbruck
Sportstadträtin Elisabeth Mayr, Sportamtsleiter Romuald Niescher, Sabrina Scheiber
Sportstadträtin Elisabeth Mayr, Sportamtsleiter Romuald Niescher, Sabrina Scheiber (ISW, r.) sowie Martin Schnitzer (ISW, per Videokonferenz) informierten über die ersten Ergebnisse des Sportentwicklungsplanes.

Sport­ent­wick­lungs­plan Inns­bruck: Grund­lagen­arbeit ver­öffent­licht

Um dem Anspruch einer „Sportstadt“ weiterhin und langfristig gerecht zu werden, erarbeitet die Stadt Innsbruck in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft (ISW) der Universität Innsbruck in einem auf drei Jahre angelegten Prozess einen Sportentwicklungsplan. Der Ergebnisbericht der Phase 1 liefert die Basis für eine Bevölkerungsbefragung und Beteiligungsformate.

Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierten Sportstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr, Sportamtsleiter Romuald Niescher sowie Mag.a Sabrina Scheiber vom ISW den Ergebnisbericht zur Grundlagenarbeit und gaben einen Ausblick auf die weitere Vorgehensweise in der Umsetzung der Sportentwicklungsplanung. „Auf kommunaler Planungsebene ist es besonders wichtig, Sport als aktive Freizeit- und Bewegungsform zu betrachten und ihn nicht nur im Sinne einer wettkampforientierten, organisierten Ausübung zu definieren. Im SEP wollen wir daher gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern die Sport- und Bewegungslandschaft in Innsbruck vielfältig weiterdenken und uns noch mehr am Bedarf und an den Wünschen der Sporttreibenden und Bewegungssuchenden orientieren. Mit diesem breit angelegten Prozess setzt Innsbruck einen neuen Maßstab im Vergleich zu Sportentwicklungsplänen anderer Städte“, freut sich Sportstadträtin Mayr und bedankt sich beim Kooperationspartner ISW.

Bestandsaufnahme legt Grundstein

Im Fokus der ersten von drei Phasen standen wissenschaftliche Vorarbeiten und die Bestandsaufnahme des Sport- und Bewegungsangebots im Großraum Innsbruck. Über den Sommer hat das Projektteam diese Grundlagenarbeit abgeschlossen und die Ergebnisse in einem 192 Seiten umfassenden Bericht aufbereitet. „Die durchgeführten Analysen zeigen, wie vielseitig geprägt sich Innsbruck als Sportstadt und Ort zur Sportausübung zeigt. Das Angebot an Sportstätten und -gelegenheiten ist umfangreich und ermöglicht der sportaffinen Bevölkerung eine große Bandbreite unterschiedlichster Bewegungsformen, sei es in organisierter Form oder informell. Die erstmalige Aufbereitung dieser Daten und Informationen in einem übersichtlichen Bericht ist ein wichtiger Meilenstein in unserem Prozess“, zeigt sich Sportamtsleiter Niescher über die Zusammenarbeit erfreut. Im Zuge des ersten Jahres wurden nicht nur bestehende Daten und Informationen analysiert, sondern in zahlreichen Gesprächen mit zentralen AkteurInnen auch Strukturen und Prozesse unter die Lupe genommen. „Durch diese intensive Auseinandersetzung und aufbauend auf den identifizierten Wissenslücken und Fragestellungen können wir die folgenden Arbeitsschritte sowie die vorgesehenen Erhebungen und Beteiligungsformate im SEP viel zielgerichteter durchführen“, führt Scheiber vom ISW weiter aus.

Bevölkerungsbefragung und Beteiligungsformate ab 2022

Neben der fortführenden Einbindung der Stakeholder aus dem Bereich Sport werden in Phase 2 des SEP in zwei Wellen (Jänner und Juni 2022) auch die BürgerInnen direkt zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten befragt. Mit ExpertInnen sind zudem Workshops, Interviews und Fokusgruppen zu Themenfeldern wie Schulsport, Vereinswesen, Sportveranstaltungen/Sportligen oder Sporttourismus geplant. „Die Analyse der Sportnachfrage im Rahmen einer Sportentwicklungsplanung ist wesentlich, um das bestehende Sport- und Bewegungsangebot mit einem aktuellen Stimmungsbild der Bevölkerung abzugleichen und entsprechende Handlungsfelder zu erkennen. Mit der Bevölkerungsbefragung sowie den Erhebungs- und Beteiligungsformaten setzen wir auf eine breite Partizipation, die dann ab Herbst 2022 in der letzten Phase des SEP in der Formulierung von Zielen und Maßnahmen münden wird“, erklärt Scheiber abschließend.

(Stadt Innsbruck/red)

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