Liebe Studierende, liebe Interessierte,
unser besonderer Hinweis gilt diesmal der Woche der Vielfalt, mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm
Ganz besonders empfehlen möchten wir die Ausstellung *GENDER IN MOTION*. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 17. Juni 2026, 15:00 Uhr, im Ágnes-Heller-Haus, 1. Stock. Mehr dazu im ersten Beitrag dieses Newsletters.
Zuletzt noch ein Hinweis in eigener Sache:
Die Studienkoordination ist seit 1. Juni am Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck angesiedelt. Zu finden sind wir im Ágnes-Heller-Haus, Innrain 52a, 5. Stock, Raum 05N010
Mit herzlichem Gruß,
Maria Furtner
Einladung zur Ausstellung
Gender in Motion. Visual Histories of Sport
ERÖFFNUNG am Mittwoch, 17. Juni 2026, 15:00 Uhr
Ágnes-Heller-Haus, Innrain 52a, 1. Stock
Vom 17.-24. Juni 2026 präsentiert die Ausstellung studentische Forschungsprojekte aus den Seminaren „Körper und Geschlecht. Visuelle Geschichte/n des Sports“ des Masterstudium Gender, Kultur und Sozialer Wandel (Prof*in Dr*in Levke Harders).
Auf Grundlage historischer Sportfotografien aus dem Stadtarchiv Innsbruck und anderen Beständen untersuchen die Projekte die Zusammenhänge von Sport, Geschlecht, Körpern und visueller Repräsentation.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Podiumsgespräch & -diskussion:
Keine Exzellenz ohne Diversität!
Dienstag, 16. Juni 2026, 18:00 Uhr
Hörsaal 4, GEWI-Turm, Innrain 52, 6020 Innsbruck
Der Exzellenzdiskurs spielt in hochschulpolitischen Reformen eine wesentliche Rolle und bestimmt seit etwa einem Vierteljahrhundert den Universitätsalltag. Schien es anfangs so, als ob gleichstellungspolitische Ziele die „natürliche“ Voraussetzung von wissenschaftlicher Exzellenz seien, stellte sich nach und nach heraus, dass in den Universitätsleitungen eher ein marktlogisches Verständnis von Gleichstellungs- und Diversitätspolitik in den Fokus rückte. Gerechtigkeitstheoretische Aspekte schienen dabei eine geringe Rolle zu spielen. Resultat davon war in gewisser Weise eine Fortführung der Privilegierung von privilegierten Gruppen und die Marginalisierung von marginalisierten Gruppen – mit anderen Mitteln.
Nun müssen Universitäten nicht nur fachlichen Kriterien genügen, sondern auch Gerechtigkeitsansprüche erfüllen, denn Wissenschaft ist nicht zuletzt eine „gesellschaftliche Veranstaltung“. Wer teilhaben kann und wer nicht, ist eine politische Frage, die Konsequenzen für die Inhalte von Wissenschaft und die Definition von Wissenschaftlichkeit hat. Forderungen nach Gerechtigkeit werden mit dem Konzept der Diversität umfassender definiert und es stellt sich die Frage, wie sie mit dem traditionellen Verständnis von Exzellenz vereinbar sind.
In der Diskussion möchten wir mehrere Fragen diskutieren:
- Wie wollen wir heute Exzellenz verstehen?
- Was bedeutet die Unschärfe des Begriffs der Exzellenz für hochschulpolitische Strategien und für verschiedene Fächerkulturen?
- Wie können die beiden Konzepte – Exzellenz und Diversität – produktiv zusammengedacht werden?
Podiumsgäste:
Dr.in Daria Jadreškić, Postdoc, Projekt „Leaky Pipeline und Karriereverläufe von Frauen in MINT-Fächern“, FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck
Univ.-Prof. Dr. Dirk Rupnow, Vizerektor für Personal
Assoz. Prof. Dr.in Kordula Schnegg, Philosophisch historische Fakultät
Assoz. Prof. Dr. Thomas Schubatzky, Institut für Fachdidaktik, Didaktik der Physik
Moderation: Dr.in Alexandra Weiss, Büro für Gleichstellung und Gender Studies, Bereich Diversität und Gender Studies
Mit den eingeladenen Podiumsgästen möchten wir verschieden Ebenen und Perspektiven zum Thema ins Gespräch bringen. Wir sind aber auf Ihre und Deine Beteiligung und Ideen angewiesen, um den Prozess weiter zu treiben, zu verbreitern und dem Thema gerecht zu werden.
Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und Ihre und Deine Ideen!
Buchpräsentation:
„Und niemand hat jemals gesagt: ,Was passiert hier eigentlich?‘"
Sexualisierte Gewalt und das Schweigen darüber in Südtirol
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:30 Uhr
Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck
Präsentation des Buches durch das Forschungsteam, anschließend Gesprächsrunde mit Nicola Werdenigg und abschließende Diskussionsrunde.
Als Ergebnis einer sozialwissenschaftlichen Studie gibt dieses Buch Menschen eine Stimme, die sexualisierte Gewalt erfahren haben. Ihre Perspektiven stehen im Mittelpunkt und machen sichtbar, wie tief sexualisierte Gewalt im gesellschaftlichen Alltag Südtirols verankert ist. Grundlage des Buches sind 31 Interviews mit Menschen unterschiedlicher Generationen, die sich der deutschen, italienischen und ladinischen Sprachgruppe zugehörig fühlen und die im Zeitraum seit den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart sexualisierte Gewalt erlebt haben – u. a. in Familien, Schulen, Vereinen, Kirchen und am Arbeitsplatz. Ihre Erfahrungen eröffnen den Blick auf jene gesellschaftlichen Bedingungen, die Gewalt ermöglichen und Schweigen fördern – und auf das, was notwendig ist, um hinzusehen, aufzuarbeiten und vorzubeugen.
Ein Buch, das hinschaut, zuhört und zum Umdenken auffordert – für eine Gesellschaft, die sexualisierte Gewalt nicht länger verschweigt, sondern die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
CALL FOR CONTRIBUTIONS
The peacestudiesfund organizes a Science Slam for the humanities on 18. June, 7 pm.
Wanna join?
All you need is a few slides and an idea worth spreading. You have 10 minutes to present your research in a fun or otherwise entertaining way.
The Slam takes place in english at Bar Montagu. There will be a line up of diverse students, a microphone, and a very welcoming audience.
For signing up or questions please contact cornelia (she/her): cornelia.fleck@student.uibk.ac.at
DIVERSITY IN DESIGN
Ein Aktionstag für Raum, Vielfalt und Aneignung
Am 18. Juni verwandelt sich der GEIWI-Vorplatz in einen offenen Ort für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven. Dafür entsteht eine von Studierenden der Architekturfakultät entworfene und gebaute Bühne als Ort für Gespräche, Workshops, Musik und gemeinsame Aneignung. Wir laden euch ein, den Platz über den gesamten Tag hinweg aktiv zu nutzen, mitzugestalten und zu eurem Ort zu machen.
Ab 10 Uhr beginnt der Tag mit „Alltag auf der Bühne“ – einem offenen Rahmen für Begegnungen, Austausch und gemeinsame Aneignung. Bringt euren Kaffee, euer Mittagessen, eine Picknickdecke, eure Bücher, Skateboards oder euren Laptop mit. Kommt zum Lernen, Lesen, Arbeiten, Diskutieren oder einfach zum Verweilen vorbei.
Um 16 Uhr folgt ein queer-feministischer Skate-Workshop. (Skateboards werden zur Verfügung gestellt.)
Um 18:30 Uhr laden Sabina Riss und Katharina Cibulka zum Bühnengespräch „Feministische Raumpraktiken – Zwischen Sichtbarkeit, Kunst und Architektur“ ein.
Ab 20 Uhr klingt der Abend mit einem Konzert von Salon Sibylle und DJ aus.
Zwischen Gesprächen, Workshops, Musik, Konzerten und offenen Formaten möchten wir gemeinsam ausprobieren, wie ein universitärer Raum anders genutzt werden kann – offener, vielfältiger und lebendiger. Lasst uns den GEIWI-Vorplatz für einen Tag gemeinsam beleben, aneignen und sichtbar machen, was im Alltag oft übersehen wird.
Kommt vorbei für neue Räume und gemeinsames Denken!
Poster mit allen relevanten Informationen
Picknick-Semesterabschluss
Freitag, 26. Juni 2026, ab 12:00 Uhr
Wiese beim Àgnes-Heller-Haus (Schlechtwetteralternative: Seminarraum 1)
Die StV Gender, Kultur und sozialer Wandel lädt zum Picknick-Semesterabschluss am 26. Juni von 12:00 bis 17:00 Uhr ein! Treffpunkt ist bei Schönwetter auf der Wiese vor dem Ágnes-Heller Haus und bei Schlechtwetter übersiedeln wir in den Seminarraum 1.
Für Snacks und Getränke ist gesorgt. Kommt vorbei und feiert gemeinsam das Ende des Sommersemesters und den Start in die vorlesungsfreie Zeit!
InterGender course:
Emancipatory Narratives on Disability and Chronic Illness
For this course PhD students, but also advanced Master’s students are eligible to apply.
Kurse im Rahmen von InterGender sind für Studierende im MA Gender, Kultur und Sozialer Wandel im Rahmen der Interdisziplinären Komptenzen anrechenbar.
Time: 5-6-7 October 2026
Location: Innsbruck University on location
Deadline for applications: extended to 21 June
Applications should be sent to: InterGender Consortium Coordinator Edyta Just (edyta.just@liu.se)
Maximum number of participants: 20
Local InterGender Course Organizer: Innsbruck University (Lisa Pfahl) and Linköping University (Edyta Just)
Universitätsassistent*in Praedoc an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien
Bewerbungsfrist: 18.06.2026
Die ausgeschriebene Stelle ist in den interdisziplinären Gender Studies am Institut für Bildungswissenschaft an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft angesiedelt. Die Hauptaufgaben des Forschungsbereichs liegen in der Lehre und Forschung der Gender Studies. Ihre Forschung widmet sich der Beschreibung, kritischen Analyse und wissenschaftlichen Erklärung von Phänomenen der (intersektionalen) Vergeschlechtlichung. Ihr Gegenstandsbereich umfasst gesellschaftliche oder kulturelle Phänomene, Wissensproduktion und/oder Aktivismus in Bewegungen und/oder Institutionen. Die Forschung ist interdisziplinär. Die Stelle ist der Professur "Gender Studies" (Assoz.-Prof. Dr. Sabine Grenz) zugeordnet.
Prae Doc für FWF-Projekt: Schulische Sexuelle Bildung in Österreich: Eine intersektionale diskursanalytisch-ethnografische Untersuchung
Bewerbungsfrist: 06.07.2026
Das Forschungsprojekt untersucht sexuelle Bildung an österreichischen Schulen aus einer intersektionalen Perspektive. Im Fokus steht die Frage, wie Differenz- und Ungleichheitsverhältnisse – insbesondere in Bezug auf Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, Migration, Behinderung und Religion – in schulischen Kontexten sexueller Bildung hervorgebracht, verhandelt und bearbeitet werden.
Theoretisch stützt sich das Projekt auf queer-feministische, postkoloniale und intersektionale Ansätze. Methodisch kombiniert es eine kritische Diskursanalyse aktueller sexualpädagogischer Richtlinien und Materialien mit einer ethnografischen Untersuchung schulischer sexueller Bildung im Unterricht in Wien und Niederösterreich.