Aus diesem Anliegen heraus entstand das Projekt „FiLA – Förderung informellen Lernens am Arbeitsplatz“. FiLA untersucht unbewusste, informelle Lernprozesse im arbeitsplatznahen Lernen (Workplace Learning) und die dazugehörigen Lernbedingungen. Trotz der zentralen Bedeutung des Arbeitsplatzes in der Erwachsenenbildung und der Dominanz informellen Lernens besteht ein erheblicher Forschungsbedarf – insbesondere im österreichischen Kontext und mit Blick auf weniger untersuchte Gruppen wie formal gering qualifizierte oder langzeitarbeitslose Menschen. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels – von KI über Automatisierung bis Robotik – gewinnt diese Forschung an Dringlichkeit: Während die Anforderungen an Qualifikationen steigen, werden zugleich Aufgaben, Berufe und Tätigkeiten teilweise obsolet. Die Digitalisierung legt zudem die begrenzte Anpassungsfähigkeit formaler Bildung offen. Hier setzt FiLA an: Das Projekt liefert Erkenntnisse über Lernprozesse, Rahmenbedingungen und Erfahrungen in unterschiedlichen organisatorischen Umgebungen und Sektoren und zeigt auf, wie Unternehmen und Institutionen informelles Lernen gezielt fördern können. FiLA umfasst vier miteinander verzahnte Studien, die verschiedene Forschungsdesigns, Methoden, Stichproben und Analysen kombinieren. Gemeinsam zeichnen sie ein differenziertes Bild des Lernens am Arbeitsplatz und eröffnen praxisnahe Ansatzpunkte zur Unterstützung bislang wenig erforschter Erwerbsgruppen.
Projekte
- "ASEM Education and Research Hub for Lifelong Learning - Research Network 2: Workplace Learning" gemeinsam mit Annette Ostendorf
- "Entwicklung von Zukunftsmodellen für digitale Lernortkooperation (LOK) in der Berufsbildung (Zukunft LOK)" gemeinsam mit Bernd Gössling
- "Förderung informellen Lernens am Arbeitsplatz (FiLA)" gemeinsam mit Annette Ostendorf und Hannes Hautz
