“ViTA_futura: lebenswerte Zukunft gemeinsam gestalten”
(ÖAW 2026-2029)
Projektbeschreibung
„ViTA_futura“ ist eine transdisziplinäre und jugendzentrierte Forschungs-Bildungs-Kooperation, mit dem Ziel, eine lebenswerte Zukunft im Stubai und im Wipptal gemein-sam zu gestalten. Dabei steht das „Vi“ in ViTA_futura für die Visionen für eine lebenswer-te Zukunft, die im Laufe des Projekts gemeinsam entworfen werden. Mit Transformative Aktion sind alle Aktivitäten gemeint, die darauf abzielen, aktiv auf diese lebenswerte Zu-kunft hinzuarbeiten.
Den Ausgangspunkt bietet das Konzept der Lebensqualität. Alpenregionen, wie die bei-den ausgewählten Täler, sind mit (regional spezifischen) Herausforderungen des 21. Jahrhunderts konfrontiert. Dies macht ein nachhaltiges Konzept der Lebensqualität er-forderlich, das langfristig zu ökologischen Verbesserungen, wirtschaftlicher Stabilität und sozialem Zusammenhalt führt. Den Weg in eine noch unbekannte, aber vor allem positive Zukunft kann dabei eine ganzheitliche Systemanalyse gemeinsam mit inter- und transdisziplinärer Forschung ebnen.
Um ein gutes Leben für die Menschen in den Alpenregionen auch in Zukunft zu ermögli-chen, gilt es bereits heute aktiv zu handeln. Die zentrale Rolle als Gestalter:innen und Brückenbauer:innen nehmen dabei junge Menschen ein, deren Lebenszeit von Verände-rungen geprägt sein wird. Sie müssen letztlich mit diesen Veränderungen vorausbli-ckend, positiv und konstruktiv umgehen.
In diesem Sinne, arbeiten in ViTA_futura Schüler:innen, lokale Akteur:innen, Entschei-dungsträger:innen, Interessensgruppen und Wissenschaftler:innen aus Natur-, Sozial-, und Geisteswissenschaften zusammen. Gearbeitet wird in sogenannten Reallaboren (Real-World Laboratories), die wir im Projekt auch als „Zukunftswerkstätten“ verstehen. Das sind Räume, wo gemeinsam an etwas ganz Konkretem gearbeitet wird und etwas Greifbares, ein gemeinsames Werkstück, entsteht. Zudem identifizieren und generieren alle Beteiligten gemeinsam:
- Systemwissen – Was macht Lebensqualität im Wipptal und im Stubai aktuell aus und welche Herausforderungen bestehen?
- Zielwissen – Was kann Lebensqualität für uns in Zukunft bedeuten?
- Transformationswissen – Wie kommen wir von der heutigen Ausgangslage hin zu unserer gewünschten Zukunftsvision?
Durch das gemeinsame Arbeiten in der Zukunftswerkstätten werden junge Menschen aus dem Stubaital und Wipptal als „Change Agents“, also als Multiplikator:innen für die Transformation etabliert: Sie regen durch ihre Ideen für aktuelle und künftige Lebensqua-lität dazu an, Entscheidungen und Maßnahmen zu ergreifen, um eine nachhaltige regio-nale Transformation voranzutreiben und die lokalen und regionalen Mensch-Umwelt-Systeme zu stabilisieren.
Projekteckdaten
- Projektzeitraum: 01.02.2026 – 31.01.2029
- Team: Lars Keller, Johann Stötter, Karin Oberauer, Mona Stollberger, Andrea Markl, Christian Baumgartner (FH Graubünden), Stefanie Mössler (AlpS)
- Fördergeber: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW, ESS24-20)
