RoboticScanning
Robotics4Digitisation – Das kulturelle Gedächtnis digital denken
Historische Dokumente sind weit mehr als altes Papier. Sie sind der Schlüssel zu Identität, Geschichte – und ein wachsender globaler Markt. Millionen Menschen betreiben Familienforschung, Plattformen wie Ancestry.com oder MyHeritage investieren hunderte Millionen Euro in die Digitalisierung historischer Quellen. Gleichzeitig stehen Archive weltweit vor zwei großen Herausforderungen: enorme Mengen an Material und ein Digitalisierungsprozess, der noch immer weitgehend manuell, langsam und teuer ist.
Hier setzt r4d an.
Unsere Vision ist eine Digitalisierungsplattform, auf der Roboter und Künstliche Intelligenz historische Dokumente nahezu autonom verarbeiten – skalierbar, effizient und rund um die Uhr.
Seit knapp zwei Jahren arbeiten wir gemeinsam mit dem Tiroler Landesarchiv an einem Pilotprojekt zur Digitalisierung von 400.000 Meldezetteln aus dem frühen 20. Jahrhundert. Unser Prototyp hat bereits über 100.000 Dokumente im Testbetrieb verarbeitet. Dabei erreichen wir aktuell eine automatische Erfolgsquote von rund 99,5 %.
Jeder einzelne Beleg wird mittels Ultraschallsensor überprüft, sodass keine Seite überblättert wird. Kleben Seiten zusammen, oder verliert der Roboter das Blatt, wird der Produktionsprozess sofort unterbroche. Der nächste - und entscheidende - Schritt ist die vollständige Remote-Steuerbarkeit der Roboter, um einen echten 24/7-Produktionsbetrieb zu ermöglichen.
Die KI hat bereits bewiesen, was möglich ist: historische Meldezettel werden zuverlässig transkribiert und strukturiert ausgewertet – Namen, Daten, Orte und Zusammenhänge werden maschinenlesbar.
Digitalisierte Archivbestände werden in den kommenden Jahren immer wichtiger für die historische Forschung werden. Unser Roboter soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.