Labor für Geotechnik der Universität Innsbruck
Das geotechnische Labor verfügt über alle gängigen Geräte für die Bodenmechanik und entwickelt Geräte für die physikalische Modellierung.
Aktuelles
- Laborversuche zum virtuellen Anfassen (Auch VR-geeignet)
- Sanierung des Großrahmenscherversuchs
- Lange Nacht der Forschung
- etc.
Der Arbeitsbereich für Geotechnik führt außer den Standardlaborversuchen auch Sonderversuche, Modellversuche, numerische Berechnungen u.ä. durch. Bitte kontaktieren Sie uns für Details.
Laborversuche
Siebanalyse: Die Bodenprobe wird mittels Siebung (trocken oder nass) in die unterschiedlichen Korngrößen (63mm-0,063mm) unterteilt. Falls nötig wird anschließend ein Sedimentationsversuch durchgeführt, um den Feinanteil bestimmen zu können.
Beim Sedimentationsversuch wird mittels Aräometer das Setzverhalten des Feinanteils ermittelt. So kann am Ende eine vollständige Korngrößenverteilung erstellt werden.
- Trockensiebung 0,06 mm < d < 63 mm
- Sedimentation (ohne Bestimmung der Korndichte) 0,001 mm < d < 0,125 mm
- Kombinierte Siebung und Sedimentation 0,001 mm < d < 63 mm


Der Wassergehalt einer Probe, wird über die Massendifferenz der Probe im Ursprungszustand und Trockenmasse gebildet.
Zur Bestimmung der Fließgrenze wird das Casagrande- oder das Fallkegelverfahren eingesetzt. Beim Casagrande-Verfahren wird die Bodenprobe in einer speziellen Schale durch eine Nut geteilt. Die Anzahl der Schläge bis zum Verschluss der Nut auf 10 mm wird gemessen. Beim Fallkegelverfahren wird ein genormter Kegel auf Proben mit unterschiedlichem Wassergehalt fallen gelassen, um die Eindringtiefe zu bestimmen.
Die Ausrollgrenze beschreibt den Wassergehalt, bei dem ein Boden gerade noch zu einem dünnen, festen Stäbchen ausgerollt werden kann, ohne zu reißen.
- Wassergehalt
- Wassergehalte an der Fließ- und Ausrollgrenze nach Atterberg
- Schrumpfgrenze
- Glühverlust

Die Dichte einer Bodenprobe wird standardmäßig mittels Ausstechzylinder über Volumen und Gewicht ermittelt.
- Korndichte mit Kapillarpyknometer (100 ml)
- Bestimmung der Dichte durch Tauchwägung
- Trockendichte im Entnahmezylinder
- Grenzen der Lagerungsdichte an Sand
Triaxialversuche bieten die Möglichkeit die Scherfestigkeit, Setzungsverhalten und Porenwasserdruck einer Bodenprobe zu bestimmen. Die Versuche können für unterschiedliche Probendurchmesser durchgeführt werden.
- Probendurchmesser 3,8 / 7,0 / 10,0 / 15,0 / 30 cm
- max. Zellendruck 1,2 MPa
Triaxalversuch Einbau
Einbau Triaxialversuch
Test
Die Wasserdurchlässigkeit einer Bodenprobe wird mittels Verfahren mit konstantem oder fallendem Wasserspiegel bestimmt, abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Die Probe wird in eine Membran eingebaut und durch Seitendruck stabilisiert, um Umläufigkeiten zu vermeiden. Zudem kann ein Sättigungsdruck zur vollständigen Durchfeuchtung der Probe angewendet werden.
- Probendurchmesser für konstante und fallende Druckhöhe, d = 3,8 / 7,0 / 10,0 / 15,0 / 30,0 cm.


Der Proctorversuch ist ein Standardverfahren in der Geotechnik zur Bestimmung der optimalen Verdichtbarkeit von Böden. Dabei wird das Verhältnis zwischen Wassergehalt und Trockendichte unter definierten Verdichtungsenergien ermittelt. Die Proctordichte beschreibt die maximal erreichbare Trockendichte, während der optimale Wassergehalt den Feuchtigkeitsgrad angibt, bei dem die Bodenkörner die dichteste Lagerung erreichen.
- Proctorversuch, d = 10 / 15 / 30 cm
- modifizierter Proctorversuch, d = 10 / 15 / 30 cm
Durch einen Rahmenscherversuch können Scherfestigkeit, Reibungswinkel und Kohäsion einer Bodenprobe bestimmt werden. Hierfür wird die Probe mit einer Normalkraft belastet und die resultierende Schubkraft und Höhenänderung aufgezeichnet.
- Rahmenscherversuch, Scherfläche 60 mm / 60 mm oder 100 mm / 100 mm
- Großrahmenscherversuch, Scherfläche 300 / 300 mm
- Großrahmenscherversuch, Scherfläche 1000 mm / 1000 mm

- Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit, d = 15 cm
Setzverhalten von Böden unter Axialbelastung wird mittels Ödometer gemessen.
Die Last wird axial auf die Probe aufgebracht, anschließend wird in definierten Zeitabständen die Konsolidierung des Bodens gemessen. Laststufen und Entlastungsmessungen erfolgen nach Prüfvorschrift.
- Ödometerversuch, d = 7 cm
- Zeitsetzungskurve pro Laststufe
- Rowe Zelle, d = 7,5 / 16 / 25 cm
- Kombiniert mit Durchlässigkeitsbestimmung in Rowe Zelle


Feldversuche
Dieser Inhalt wird gerade überarbeitet.
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Sonderuntersuchungen und Modellversuche

Archiv

Video Vertuschka
Video Vertuschka


Schüttkegelversuch


Modellversuche in der Lehre
Ein Großteil der hier dargestellten Modellversuche sind im Konferenzband der IUT-Konferenz 2016 veröffentlich. Bitte bei Verwendung entsprechend zitieren. Der Arbeitsbereich für Geotechnik und Tunnelbau bedankt beim Vizerektorat für Lehre der Universität Innsbruck für die finanzielle Unterstützung zum Ausbau der Modellversuche (Abschlussbericht).
Laborleitung: Univ.-Prof. Dr.techn. Barbara Schneider-Muntau
Laborant: Stefan Tilg
Mechatroniker: Gerhard Aigner, Maximilian Stauber
















