Mit Wasser und Eis experimentieren, chemische Reaktionen bestaunen oder einen 3D-Drucker ausprobieren – es gibt viele Möglichkeiten, Kindern Wissenschaft und Forschung näherzubringen. Die Geisteswissenschaften kommen dabei oft zu kurz. Umso mehr hat es uns gefreut, am 08. April 2026 den Young Science Tag der Volksschule Neu-Rum mitzugestalten.
Wolfsgeschichten
Rotkäppchen und der Wolf, der Wolf und die sieben Geißlein, der Wolf und die drei kleinen Schweinchen: In vielen Geschichten über den Wolf, vor allem in Märchen ist er ein böses, hinterlistiges Geschöpf, vor dem man sich in Acht nehmen muss. Aber gibt es auch andere Geschichten über Wölfe? Und was hat das für Auswirkungen auf uns?
Gemeinsam mit den Volksschüler*innen der 2. Klassen der VS Neu-Rum machten wir uns Gedanken dazu, lasen eine Geschichte und zeichneten, wie wir uns Wölfe vorstellen. Die Kinder lernten dabei, dass Geschichten unsere Vorstellung prägen und damit auch Auswirkungen darauf haben, wie wir mit unserer Welt, sei es mit der Natur, mit Tieren oder mit unseren Mitmenschen, umgehen.
Die ‘Wolfsgeschichten’ sind ein Workshop der Forschungsinitiative Environmental Humanities an der Universität Innsbruck, die von Dr. Teresa Millesi und Dr. Nadja Neuner-Schatz geleitet wird. Auch bei der Langen Nacht der Forschung am 24. April 2026 werden wir uns mit Geschichten über den Wolf befassen und unter dem Titel „Es wird einmal…“ Geschichten vom Zusammenleben von Menschen und Wölfen in den Alpen entwerfen.
Young Science Tag
Der Young Science Tag ist ein Konzept des OeAD: „Der OeAD lädt Schulen aus ganz Österreich ein, einen Young-Science-Tag zu organisieren und in die Welt der Forschung einzutauchen.“ Dabei kann das Programm individuell zusammengestellt werden, muss mindestens einen halben Tag dauern und von mehr als einer Klasse besucht werden. Die Stationen oder Workshops werden dokumentiert und im Herbst werden die Schulen mit den spannendsten Forschungstagen vom OeAD ausgezeichnet. Die beteiligten Wissenschaftler*innen werden meist über die Plattform Wissenschaftsbotschafter:innen des OeAD angefragt.
Biografische Notiz
Dr. Teresa Millesi ist Koordinatorin des Forschungsschwerpunkts Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte.
