Barbara Tóth, Dominic Dapré, Adelheid Heftberger, Christopher Bindra, Ralf Weinberger

PhD Career Day 2026

[26.05.2026] Welche Bedeutung haben wissenschaftliche Kompetenzen in der nicht-akademischen Arbeitswelt? Mit dem PhD Career Day 2026, organisiert von den Forschungsschwerpunkten Economy, Politics and Society und Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, zeigten wir Möglichkeiten, Perspektiven und Karrierewege speziell für Doktoratsstudierende der Geistes-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Am 20. Mai 2026 fand der erste PhD Career Day der Universität Innsbruck statt. Unser Ziel war es aufzuzeigen, welche Bedeutung wissenschaftliche Kompetenzen für die Arbeitswelt, und darüber hinaus für eine offene, demokratische Gesellschaft haben. Es ging dabei nicht nur um Fachwissen, sondern auch um Fähigkeiten, wie analytisches Denken, kritische Urteilsfähigkeit und den Umgang mit komplexen Informationen, die in unterschiedlichen Berufsfeldern und gesellschaftlichen Bereichen essenziell sind, um neuen Herausforderungen innovativ zu begegnen, komplexe gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen und unsere Zukunft aktiv zu gestalten.

"Kontext ist alles"

Wir starteten in den Nachmittag mit einer Keynote von Dr. Barbara Tóth (Falter), die sich der übergeordneten Perspektive von der Bedeutung von Wissenschaft in der Arbeitswelt widmete. „Ich bin eine Dinosaurierin“ sagt Barbara Tóth mit Blick auf die Turbodigitalisierung und im Vergleich zu den Arbeitsweisen während ihrer Studienzeit und heute. Wenn wir im Zeitalter des „Überflusses an Intelligenz“ leben, wer braucht dann noch wissenschaftlich denkende Menschen? „Kontext ist alles. Und menschliche Kreativität, Intuition und Empathie sind einzigartig und unersetzlich“, so Barbara Tóth über die Bedeutung der Fähigkeiten des Kontextualisierens, Historisierens und Differenzierens, die man im Zuge einer wissenschaftlichen Tätigkeit lernt und immer wieder aus Neue schult.

Im Anschluss an Barbara Tóths Vortrag wurde es konkret: Dr. Ralf Weinberger (Marketing), Dr. Adelheid Heftberger (Slawistik), Dr. Dominic Dapré (Medienwissenschaft) und Christopher Bindra, PhD (Volkswirtschaftslehre) - vier Alumni der Universität Innsbruck – gaben in Kurzvorträgen Einblicke in ihre Karrierewege nach dem Doktorat. Im darauffolgenden World Café wurden die Gespräche zu den jeweiligen Berufsfeldern vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und sogar konkrete Jobangebote besprochen. Tatkräftig unterstützt wurden wir zudem durch das Career-Service der Universität Innsbruck mit Beratungen zu Berufseinstieg, Bewerbung und Lebenslaufgestaltung. Abschließend stellte Alexander Knapp vom RESI Netzwerk noch sein umfassendes Workshop-Programm vor und fasste die wichtigsten Eckpunkte des Nachmittags für uns zusammen.

Ausblick

Die Veranstaltung richtete sich an Doktoratsstudierende und Postdocs der Geistes-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die sich über berufliche Perspektiven jenseits der akademischen Laufbahn informieren möchten. Die Universität Innsbruck setzte damit einen neuen und wichtigen Impuls in der Nachwuchsförderung. Der Nachmittag war ein gelungener interdisziplinärer Startschuss für dieses neue Format, und das durchwegs sehr positive Feedback der Teilnehmer:innen bestärkt uns in der Idee, diese Veranstaltung in Zukunft jährlich anzubieten.

Biografische Notiz

Dr. Teresa Millesi ist Koordinatorin des Forschungsschwerpunkts Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte. 

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