Universität Innsbruck
Foto von Yannick Back

#For­schungs­Frei­tag mit Yan­nick Back

Die dritte Ausgabe #ForschungsFreitag ist jetzt online!
Yannick Back vom Arbeitsbereich für Umwelttechnik gibt uns spannende Einblicke in sein aktuelles Projekt.

Kühles Stadtklima

Unsere Städte wachsen kontinuierlich und beherbergen immer mehr Menschen. Dieses Wachstum führt zu immer mehr versiegelter und zum Verlust natürlicher Flächen. Dadurch wird die natürliche Energie- und Wasserbilanz gestört. Folglich sind die Temperaturen in unseren Städten höher als die im Umland, was als urbaner Hitzeinseleffekt bekannt ist. Zeitgleich verändert sich auch das Klima unserer Erde. Durch den globalen Temperaturanstieg verändert sich das Klimasystem und es kommt vermehrt zu Extremereignissen wie Dürren, Starkregen oder Hitzewellen.

Damit sich eine Stadt gegen die Auswirkungen des Klimawandels rüsten kann, müssen neue Konzepte entwickelt, eingesetzt und optimiert werden. Im Zuge des Projektes cool-INN wurde der Park vor der Messehalle in Innsbruck umgestaltet. Dieser Park stellt ein neues Konzept in vielerlei Hinsicht dar. Die unterschiedlichen Oberflächen, zum Verweilen, Radfahren und Spazieren, sind im unterschiedlichen Maße durchlässig. Anfallendes Regenwasser kann somit durch diese Belege versickern und die umliegende Vegetation sowie das Grundwasser neu versorgen. Das zum Einsatz kommende Material verringert zeitgleich die Temperaturen an der Oberfläche. Auf Grund der Verfügbarkeit von Wasser, sowohl im Boden als auch an der Oberfläche entlang neugebauter Gerinneläufe und einem zentralen Brunnen, kommt es zusätzlich zu einer Abkühlung der darüber liegenden Luftschicht. Insbesondere im Sommer schafft dieses Konzept somit ein angenehmeres lokales Klima.

Da aber auch dieses Konzept weiterentwickelt werden muss, finden laufend Untersuchungen in Form von Messungen, wie die der Oberflächentemperatur, aber auch kompliziertere, wie die der menschlichen Wohlfühltemperatur oder des Energie- und Wasseraustauschs zwischen der Oberfläche und der darüber liegenden Luftschicht statt und tragen in Summe zu einem besseren Verständnis komplexer Zusammenhänge bei.