Lukas Stelzhammer, MA
Zur Person

seit Oktober 2026 | Kollegiat des Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformationen“ an der Universität Innsbruck
seit Januar 2026 I Psychotherapeut in Fachausbildung unter Lehrsupervision in freier Praxis, an der Beratungsstelle COURAGE* und im forensischen Bereich
seit 2024 I Psychotherapeutisches Fachspezifikum an der Wiener Psychoanalytischen Akademie
2020 - 2022 I Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Innsbruck, Institut für Erziehungswissenschaften
2020 - 2022 I Masterstudium Geschichte an der Universität Innsbruck, Titel der Masterarbeit „Die Päpste als politische Akteure in der K-Version der Chronik des Ulrich Richental“
2019 - 2022 I studentischer Mitarbeiter für Forschung und Lehre im Kernfach Österreichische Geschichte (Assoz. Prof.in Dr.in Ellinor Forster und Univ. Prof. Mag. Dr. Kurt Scharr) und Mitarbeit im Redaktionsteam von historia.scribere (Ausgabe 14)
2017 - 2020 I Bachelorstudium Geschichte an der Universität Innsbruck, Titel der Bachelorarbeit „Der Diskurs von HIV/AIDS in der New York Times im Zeitraum von 1982 bis 1986“
Promotionsprojekt
Binäre Brüche: Zur Konstruktion von Geschlechterbinarität und Geschlechternormen in den Krankenakten der Landesirrenanstalt Hall in Tirol (1870 – 1900)
Die psychiatrische Anstalt des 19. Jahrhunderts war kein geschlechtsneutraler Ort: Ärztliche Schreibpraktiken produzierten, verhandelten und normierten Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Das Dissertationsprojekt untersucht, wie Geschlechterbinarität in den Krankenakten der „Landesirrenanstalt“ Hall in Tirol zwischen 1870 und 1900 hergestellt und reproduziert wurde – einem Zeitraum, der den Höhepunkt biologistisch-deterministischen Denkens (Degenerationslehre, Hysterie-Debatte etc.) mit der institutionellen Neuordnung der Tiroler Anstaltspsychiatrie verbindet.
Im Zentrum stehen drei Fragen: Welche Geschlechternormen werden in den Akten formuliert und wie variieren sie nach Diagnose, Herkunft und Stand? Wie operiert die binäre Geschlechterkategorie in der psychiatrischen Wissensproduktion? Und welche Handlungsspielräume lassen sich auf Seiten der Patient*innen erkennen, die diese Normen unterlaufen oder mit ihnen verhandeln?
Forschungsinteressen
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Psychiatriegeschichte
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Geschlechtergeschichte
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Gender Studies und Kritische Geschlechterforschung
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Queer Studies
Vorträge
Von der New Homosexual Disorder zu AIDS. Der mediale Diskurs zu HIV/AIDS im Zeitraum von 1982 bis 1986 im Rahmen der Tagung: Corona verstehen. Die Pandemie aus der Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften/ Take 1 (25.11.2020-27.11.2020)
Mitgliedschaften
Mitglied beim ÖBVP (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie)