Universität Innsbruck

Jessika Armbrüster, BA BA MA

Ausbildung

  • Oktober 2014 – Jänner 2018: Bachelorstudium Archäologien (LFU Innsbruck) mit der Spezialisierung "Klassische Archäologie" und der Arbeit "Grabhügel im Kerameikos von Athen – Monumentale Grabbauten als Zeichen politischer Repräsentation"
  • Oktober 2015 – Oktober 2019: Bachelorstudium Classica et Orientalia (LFU Innsbruck) mit den Spezialisierungen "Vorderasiatische Archäologie" und "Altorientalische Philologie" und der Arbeit "Fundkontexte griechischer Importkeramik in Ostgeorgien"
  • Oktober 2018 – April 2021: Masterstudium Archäologien (LFU Innsbruck) mit der Spezialisierung "Klassische und Vorderasiatische Archäologie" und der Arbeit "Das frühhellenistische Zweiraumhaus zwischen Aphrodite-Tempel und Spätarchaischem Haus auf dem Monte Iato um 300 v. Chr."
  • seit Juli 2021: Doktoratsstudium der Philosophie mit dem Dissertationsgebiet Archäologien und der Arbeit "Vom Compound zum Peristyl: Entwicklungsprozesse ländlicher Siedlungen vom 4. bis 2. Jh. v. Chr. im mediterranen Raum"

Akademischer Werdegang

  • März 2018 – September 2018: Stud. Mitarbeiterin in Forschung und Verwaltung am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik (LFU Innsbruck) bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Rollinger
  • Juli 2019 – Februar 2021: Stud. Mitarbeiterin in Forschung und Verwaltung am Institut für Archäologien (LFU Innsbruck) bei Univ.-Prof. Dr. Erich Kistler
  • November 2019 – September 2020: Stud. Mitarbeiterin in Forschung und Verwaltung am Institut für Archäologien (LFU Innsbruck) im FZ AWOSA
  • Oktober 2020 – April 2021: Studentische Projektmitarbeiterin am Institut für Archäologien (LFU Innsbruck), FWF Projekt P304780 "Between Aphrodite-Temple and the late archaic House III"
  • Mai 2021 – September 2021: Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Institut für Archäologien (LFU Innsbruck), FWF Projekt P304780 "Between Aphrodite-Temple and the late archaic House III"
  • Seit Oktober 2021: Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Institut für Archäologien (LFU Innsbruck), FWF Projekt P34941 "The Parochial City at Hellenistic Monte Iato and the World beyond Peristyle House 1"
  • Ab Juli 2022: Mitarbeiterin im FWF WKP Projekt (WKP 151) "Erzählende Konsumlandschaften zwischen Modernität und Traditionalität –Eine virtuelle Begegnung mit dem archaischen Monte Iato, Sizilien (6./5. Jh. v. Chr.)"

Arbeitsschwerpunkte

  • Transformationsprozesse im Zuge der „Hellenisierung“ des Mittelmeerraums
  • Adaption und Aneignung griechischer Elemente im indigenen Umfeld mit Schwerpunkt auf die Bedeutung und Funktionsweise in der Wohnarchitektur
  • Siedlungsmorphologien des 4. bis 2. Jh. v. Chr.

 

Vorträge und Publikationen

Stipendien

  • 2018–2019: Leistungsstipendium der Philosophisch-Historischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
  • 2021: Förderungsstipendium der Philosophisch-Historischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Sonstiges

  • Studienvertretung für den Studiengang Classica et Orientalia
  • Mitglied der Arbeitsgruppe des wissenschaftlichen Nachwuchses "Archäologische Forschung auf Sizilien"

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: "Vom Compound zum Peristyl: Entwicklungsprozesse ländlicher Siedlungen des 4. bis 2. Jh. v. Chr. im mediterranen Raum"

Bis in die Zeit der großen Diadochen hinein entstand eine immer größer werdende griechische Welt, welche zunehmend die Gebiete der sog. barbaroi zu berühren begann. Stark mit dieser Ausbreitung der griechischen Kultur verbunden, ist der Begriff der Urbanisierung. Dieser umfasst nicht nur die neu gegründeten Apoikien entlang der Mittelmeerküste, sondern auch die Siedlungen im Hinter- und Binnenland, welche im Verlauf des 4. und 3. Jh. v. Chr. eine umfassende Reorganisation erfahren haben. Denn durch die Machtkonsolidierung der Apoikien stieg auch ihre Einflussnahme auf die Siedlungen der lokalen Bevölkerung. Als Resultat aus den Kontakten zwischen der globalen und lokalen Welt begannen vielerorts die bislang in Weilern organisierten Gemeinschaften ihre Siedlungen mit städtebaulichen Elementen wie Stadtmauern, regelmäßigen Straßensystemen, Agorai, Theatern oder repräsentativen Gebäuden wie dem Peristylhaus umzugestalten. Nach außen hin wird so eine Identität mit der „griechischen Kultur“ konstruiert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass trotz des griechisch anmutenden Stadtdesigns das Modell der Polis ebenso wenig vollständig übernommen wurde wie der „greek way of life“. Vielmehr scheinen nur ausgewählte Elemente imitiert worden zu sein, wie sich an den unterschiedlichen „Hellenisierungsgraden“ der binnenländischen Siedlungen feststellen lässt. Unter welchen Voraussetzungen welche Elemente angeeignet und den eigenen sozialen und kulturellen Bedürfnissen entsprechend adaptiert wurden, bedürfen noch einer genaueren Erforschung. Abweichende Ausprägungen der Adaption lassen jedoch mit Sicherheit Rückschlüsse auf unterschiedliche Sozialstrukturen zu. Veränderungen in diesen Strukturen lassen sich hervorragend anhand der genutzten Wohnhäuser nachzeichnen. Da diese zur Deckung der Grundbedürfnisse die soziale Praxis und damit auch Veränderungen in dieser widerspiegeln, bilden diese den zentralen Ausgangspunkt dieser Arbeit.
Um die Prozesse, die hinter dieser nach außen gerichteten Konstruktion griechischer Identität stehen, bestmöglich durchleuchten zu können, werden neben den materiellen Hinterlassenschaften auch schriftliche Überlieferungen hinzugezogen, die oftmals ein anderes Bild der Gesellschaft vermitteln, als es die materielle Welt tut. Ergänzt wird dieser Ansatz durch architektursoziologische und soziokulturelle Denkmodelle.