Tagung LeKo - Lexemkombinationen und typisierte Rede im mehrsprachigen Kontext

Universität Innsbruck

11.-13. Februar 2016

Karl-Rahner-Platz 3

A-6020 Innsbruck

Veranstaltet vom Institut für Romanistik (Philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät) der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) sowie dem Institut für Fachdidaktik / Bereich Didaktik der Sprachen (Fakultät für LehrerInnenbildung) der Universität Innsbruck

Inhalte und Zielsetzung der Tagung

Wenn wir in einer Sprache kommunizieren, so setzen wir nicht nur einzelne Wörter mittels gram­matikalischer Regeln zu sinnvollen Sätzen und Texten zusammen, sondern greifen stets auch auf vorgefertigte Wortkombinationen zurück, welche verschiedenen Typs sowie unterschiedlich stark fixiert sein können. Diesem Umstand wurde und wird insbesondere in der Phraseologieforschung Rechnung getragen, wo neben idiomatischen Ausdrücken auch Phraseologismen im weiteren Sinne, wie etwa Kollokationen und kommunikative Phraseme, Gegenstand von Untersuchungen sind. In den letzten Jahren wurde – nicht zuletzt bedingt durch Fortschritte im Bereich der Computer- und Korpuslinguistik – der Blick zunehmend ausgeweitet, insofern anhand elek­tro­nischer Korpora eine viel größere Bandbreite an rekurrenten und statistisch signifikanten Lexem­ver­bin­dungen ermittelt werden kann. Dadurch rückten – neben im Sprachsystem und in der Norm verankerten Verbindungen – vermehrt auch vorgefertigte Sequenzen als Phänomene der Rede in den Fokus der Analysen. Mit den genannten Aspekten zusammenhängend wurden auch weitere Begriffe vorgeschlagen: Exemplarisch sei an jene der typisierten Rede (cf. z.B. Fernandez Bravo et al. [eds.] 1999) und der formulaic sequences (cf. Wray2002) erinnert.

Bei der Tagung handelt es sich um die Abschlussveranstaltung eines gleichnamigen, von der Auto­nomen Provinz Bozen-Südtirol geförderten Forschungsprojekts (Projektkürzel: LeKo), das seit 2013 in Kooperation zwischen der Universität Innsbruck (Institut für Romanistik) und der EURAC (Institut für Fachkommunikation u. Mehrsprachigkeit) durchgeführt wird (http://www.leko-project.org). In dessen Rahmen wurde u.a. ein an der EURAC erstelltes Lernerkorpus zum Italienischen als L2 auf Einheiten der typisierten Rede untersucht, wobei die entsprechenden Korpus­daten qualitativ und quantitativ ausgewertet wurden. Ferner wurde versucht, mögliche Ursachen von Fehlern bei L2-Lernenden mit Deutsch als Erstsprache aus dem mehrsprachigen Südtiroler Kontext aufzu­decken, Einblicke in für Südtirol spezifische sprachliche Besonderheiten zu gewinnen und Vorschläge für geeignete didaktische Materialien zu erarbeiten. Ein mehrsprachiger Kontext ist bei LeKo insofern gegeben, als sich Südtirol durch eine starke Mehrsprachigkeit auszeichnet, die individuell, sozial und institutionell verankert ist: Es gibt drei offizielle Sprachen, Italienisch, Deutsch und Ladinisch, zu denen sich noch zahlreiche weitere Sprachen neuer Minderheiten gesellen.

Im Rahmen der Beschäftigung mit den oben genannten Projektschwerpunkten haben sich zahlreiche Fragestellungen ergeben, die während der Tagung angesprochen werden sollen und Ausgangspunkt für den untenstehenden Themenkatalog darstellen. Ziel der Tagung ist einerseits der wissenschaftliche Austausch mit und zwischen Forscherinnen und Forschern, die sich mit ähnlich gelagerten Problematiken auseinandersetzen, sowie andererseits die Präsentation der Projektergebnisse, die auf der Tagung einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit sowie auch Lehren­den und Studierenden von Fremdsprachen zugänglich gemacht und diskutiert werden sollen.

Thematische Schwerpunkte

  • Typisierte Rede/Phraseologie und Didaktik
  • Typisierte Rede/Phraseologie und (Lerner)korporaanalyse
  • Typisierte Rede/Phraseologie und Fehleranalyse
  • Typisierte Rede/Phraseologie und (Lerner)lexikographie
  • Typisierte Rede/Phraseologie und kontrastive Linguistik
  • Typisierte Rede/Phraseologie und eLearning
  • Typisierte Rede/Phraseologie und Zwei- oder Mehrsprachigkeit
  • Weitere, mit oben genannten Bereichen zusammenhängende Thematiken

Abstractband

Hier finden Sie die Online-Version des Abstractbandes der Tagung:  ABSTRACTBAND

Organisationskomitee:

  • Christine Konecny (Universität Innsbruck)
  • Erica Autelli (Universität Innsbruck)
  • Andrea Abel (EURAC)
  • Lorenzo Zanasi (EURAC)

Die Organisation und Durchführung der Tagung erfolgt in Kooperation mit den Studierenden des Projektseminars "Praxisorientierte Lehrveranstaltung zu romanischen Kulturräumen: Planung, Organisation und Durchführung einer internationalen wissenschaftlichen Tagung" (Link)

Programmkomitee:

Andrea Abel (EURAC), Erica Autelli (Univ. Innsbruck), Paul Danler (Univ. Innsbruck), Cosimo de Giovanni (Univ. di Cagliari), Barbara Hinger (Univ. Innsbruck), Eduardo José Jacinto García (Univ. Innsbruck), Sabine Koesters Gensini (Univ. di Roma "La Sapienza"), Christine Konecny (Univ. Innsbruck), Carmen Konzett (Univ. Innsbruck), Eva Lavric (Univ. Innsbruck), Heidi Siller-Runggaldier (Univ. Innsbruck), Lorenzo Zanasi (EURAC)

Kontakt

Tagungsmailadresse: leko2016@uibk.ac.at

Über diese Adresse sind die Abstracts für die Tagung einzureichen (Deadline: 15. Oktober 2015  1. November 2015). An dieselbe Adresse können Sie auch die Tagung betreffende Fragen richten.

Ansprechpersonen

Assoz. Prof. Mag. Dr. Christine Konecny

Universität Innsbruck, Institut für Romanistik
Innrain 52d
A-6020 Innsbruck

E-Mail: Christine.Konecny@uibk.ac.at
Tel.: +43-(0)512-507-4200
Fax: +43-(0)512-507-2883

Mag. Erica Autelli

Universität Innsbruck, Institut für Romanistik
Innrain 52d
A-6020 Innsbruck

E-Mail: Erica.Autelli@uibk.ac.at
Tel.: +43-(0)512-507-4200
Fax: +43-(0)512-507-2883

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