LIGHT – Looking for Integrated Solutions for Healthy PEDs
Projektleitung: David Geisler-Moroder
Projektpartner:
- Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG (LOI-Partner)
Projektleitung Gesamtprojekt: Justyna Martyniuk-Pęczek
Projektpartner Gesamtprojekt:
- Gdansk University of Technology
- Medical University of Gdańsk
- University of Gdansk
- Gdańsk Foundation for Social Innovation
- Municipality of Kartuzy
- Foton-OZE (LOI-Partner)
- Lund University
- Municipality of Lund (LOI-Partner)
- Idiap Research Institute
Fördergeber: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG)
Förderprogramm: Driving Urban Transitions (DUT) 2024
Förderungssumme Österreich: 199.867,00 Euro
Förderungssumme Gesamtprojekt: 1.263.016,37 Euro
Laufzeit: 01.01.2026 bis 31.12.2028




Zusammenfassung
LIGHT zielt darauf ab, die umfassende, energieorientierte Umgestaltung von Stadtvierteln zu unterstützen und gleichzeitig die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger zu verbessern. Es erforscht Stadtplanungsstrategien für integrierten Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und des menschlichen Wohlbefindens, mit Fokus auf sozioökonomische Überlegungen. Zentral ist die Integration von Energiesystemen mit blau-grüner Infrastruktur (BGI), um Auswirkungen urbaner Hitzeinseln abzuschwächen, Tageslichtangebot in dichten Gebieten zu optimieren, Lärm zu reduzieren und gute Luftqualität trotz dichter Bebauung zu sichern. Durch verschiedene Tools und Methoden (z. B. partizipative Szenariomodellierung, Strategieentwicklungstools) setzt LIGHT einen neuen Maßstab für Positive Energy Districts (PEDs) mit hoher Lebensqualität.
Um eine Reihe von Ansätzen zu erfassen und Skalierbarkeit zu erreichen, etablieren wir Urban Living Labs (ULLs) in verschiedenen Umfeldern. In Karthaus (POL) zielen integrierte Strategien auf energetische Sanierung unter Berücksichtigung ökologischer Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Machbarkeit und Integration von BGI-Systemen ab. In Lund (SWE) liegt der Schwerpunkt auf der Verdichtung in Verbindung mit innovativer Energieerzeugung mit CO2-neutralen Lösungen. Zusätzlichen Nutzen bieten virtuelle ULLs (vULLs), die eine Multi-Kriterien-Analyse von Szenarien für urbane Verdichtung ermöglichen. Der Fokus liegt hier auf Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden, v.a. Lärm, Luftqualität, Tageslicht und Solarstrahlung. Ein vULL wird in einem Stadtteil in Innsbruck (AT) umgesetzt und ermöglicht das Testen von Tools und parametrischem Design. Alle drei ULLs sind entscheidend für die Erprobung von Szenarien und die Identifizierung machbarer Wege zur Energiewende. Dies hilft den Stakeholdern in der fundierten Entscheidungsfindung. Bei der Bewertung von PEDs nehmen wir eine Perspektive der Gesundheit und des Wohlbefindens ein, die die Integration verschiedener Bereiche - Energie, Raumplanung, Umwelt, Soziales, nachhaltige Mobilität - ermöglicht, um mehrere Ziele zu vereinen. Dies umfasst die Verringerung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen, die Verbesserung oder Erhaltung der Lebensqualität (z.B. Zugang zu Licht, Lärmfreiheit, Grünflächen, Mobilität) sowie der biologischen Vielfalt und Ökosysteme durch BGI. Damit wird die Gesundheit zum Hebelpunkt für integrierte Planungsstrategien und dient als Grundlage für den strategischen Rahmen. Langfristig trägt dies zur sozialen Nachhaltigkeit bei und fördert gleichzeitig niedrige Kosten für Gesundheit und eine hohe Produktivität der Stadtbewohner.
Durch Analyse von Synergien, Konflikten und zentralen Parametern werden die mehrdimensionalen Ziele optimiert und effektive Strategien für eine umfassende urbane Energiewende ermittelt. Aus den Erkenntnissen entwickeln wir Online-Leitfäden, Tools und Metriken für PED-Projekte in Europa. Die Einbindung in den strategischen Rahmen für PED Transformation wird den Weg für die Replizierbarkeit ebnen. Die Erkenntnisse, digitalen Werkzeuge und Methoden werden an relevante Stakeholder weitergegeben und veröffentlicht, um europäische Gemeinden für PEDs zu inspirieren. LIGHT bietet die Möglichkeit, den PED-Ansatz in einer integrativen, anpassungsfähigen und skalierbaren Weise zu verfeinern. Damit wird das Projekt zeigen, dass europäische Städte als Vorbilder für eine effektive, attraktive und integrative Energiewende den Weg weisen können.
