ForscherInnen hautnah

Im März startete die zwölfteilige Vortragsreihe „ForscherInnen hautnah“. Veranstaltet wird sie vom Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik, einem in Dornbirn ansässigen Institut der Universität Innsbruck. Anlass ist der 350. Geburtstag der Vorarlberger Landesuniversität.

2.300 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger studieren in Innsbruck. Nicht zuletzt deswegen gilt die 1669 gegründete Leopold-Franzens-Universität auch als Landesuniversität für Vorarlberg. Darüber hinaus ist sie mit zwei Instituten in Vorarlberg vertreten: dem Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik sowie dem Institut für Atemgasanalytik, beide in Dornbirn.

Zum 350. Geburtstag präsentiert sich die Universität Innsbruck in Vorarlberg mit der Veranstaltungsreihe „ForscherInnen hautnah“. Professorinnen und Professoren referieren und diskutieren über Forschungsergebnisse mit Vorarlbergbezug. 


Sinatra, Garbo und moderner Föderalismus - Langfristige und aktuelle Trends in föderalen Systemen

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Peter Bußjäger,
Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre

Peter Bußjäger
Foto: Bußjäger


Zeit: 21.11.2019, 19:00 Uhr
Ort: Getzner Textil AG, Bleichestraße 1, 6700 Bludenz, https://www.getzner.at

Seit den 1960er Jahren ist international ein markanter Trend, was Dezentralisierung und Föderalisierung betrifft, festzustellen. In nahezu allen entwickelten Staaten wurden zumindest dezentrale Strukturen gestärkt. In den letzten Jahren ist dieser Prozess auch auf viele Staaten des Globalen Südens übergegangen, wobei sich die Erfolge unterschiedlich darstellen. Der Vortrag wird sich mit der Entstehung und Weiterentwicklung föderaler Strukturen befassen, die Unterschiede zwischen Föderalismus und Dezentralisierung aufzeigen und einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand geben. Abschließend soll ein Ausblick über die Herausforderung der Digitalisierung für föderale Systeme gemacht werden.

Peter Bußjäger wurde 1963 in Bludenz geboren. 1986 promovierte er an der Uni Innsbruck in Rechtswissenschaften, 1999 folgte seine Habilitation. Nach zahlreichen Stationen in der öffentlichen Verwaltung in Vorarlberg und Liechtenstein wechselte er 2013 in die Wissenschaft und wurde 2018 an die Uni Innsbruck berufen.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter textilchemie@uibk.ac.at wird gebeten.





Die bisherigen Veranstaltungen »

Zwischen Stundenplan und Rabaukentum – Studenten an der Universität Innsbruck in der Frühen Neuzeit

Vortrag von ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Margret Friedrich,
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie

Margret Friedrich
Foto: Mario Rabensteiner
Zeit: 07.03.2019, 19:00 Uhr
Ort: Jakob-Jonas-Saal, Jonas Schlössle, Junker-Jonas-Platz 1, 6840 Götzis,
https://goetzis.at/kultur-freizeit-sport/kulturbuehne-ambach/jonas-schloessle


Von der Gründung der Universität Innsbruck erhofften sich die Stände eine kostengünstige Ausbildung der jungen Männer Tirols vor Ort und die Stadt Innsbruck eine Steigerung ihrer Wirtschaftskraft. Was man vielleicht zu wenig bedacht hatte, war das Unruhepotenzial, das mit den Studenten, von denen bei weitem nicht alle unter einer unmittelbaren hausväterlichen Aufsicht standen, in die Stadt kam. Ging es in den ersten Jahrzehnten um körperliche Auseinandersetzungen mit Handwerkern, Soldaten, Jägern, Nachtwächtern, so nahm diese Form der Gewaltbereitschaft in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts ab. Doch bald begann man ein anderes Unruhepotenzial zu fürchten: Ideen der Aufklärung, der Französischen Revolution. Das Verhalten der Studenten wird an anschaulichen Quellenbeispielen ebenso gezeigt, wie die Maßnahmen der Obrigkeit, die auch vor den Professoren nicht haltmachten. In einem zweiten Teil werden die (theoretisch) strikt vorgeschriebene Gestaltung des Studienalltags, einige wesentliche Veränderungen im Lehrprogramm im Lauf des 18. Jahrhunderts und die steigende Bedeutung von Abschlüssen kurz skizziert.


Mitanand? Der Beitrag interreligiöser Bildung zu einer bunten Gesellschaft

Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Mag. Dr. Martina Kraml,
Institut für Praktische Theologie

Martina Kraml
Foto: Christian Wucherer

Zeit: 13.03.2019, 19:00 Uhr
Ort: Pädagogische Hochschule, Liechtensteinerstraße 33–37, 6800 Feldkirch, https://www.ph-vorarlberg.ac.at/

Gesellschaftliche und religiöse Pluralität und Heterogenität sind aktuelle Herausforderungen für Bildungsinstitutionen sowie Religionsgemeinschaften. Ein Miteinander in aller Vielfältigkeit und Differenzierung ist ein Gebot der Stunde, dem die Universität Innsbruck mit ihrem Bekenntnis zur Existenz vielfältiger Identitäten und zur Förderung eines vorurteilsfreien und friedlichen Umgangs nachkommt. Interreligiöse Bildung leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. In diesem Vortrag sollen zentrale Erkenntnisse über interreligiöse Lernprozesse und Begegnungsdynamiken aus der Zusammenarbeit von islamischer und katholischer Religionspädagogik vorgestellt, Kommunikationsmuster beleuchtet und Schlüsse für eine zukunftsfähige interreligiöse Bildung in einer fragilen Gemengelage gezogen werden.

 


Tourismus am Limit? – Blickwinkel auf die Tourismus–entwicklung in den Alpen

Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Dr. Mike Peters,
Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus

Mike Peters
Foto: Universität Innsbruck


Zeit: 02.04.2019, 19:00 Uhr
Ort: Propstei St. Gerold, Hausnummer 29, 6722 St. Gerold, https://www.propstei-stgerold.at/home.html

Der Tourismus in den Alpen ist eine Erfolgsgeschichte. Tourismus bringt Beschäftigung und Wohlstand. Dennoch mehrt sich die Kritik, die in dem Schlagwort „Overtourism“ gipfelt. In einigen Regionen wächst der Widerstand gegen Tourismusinitiativen oder Mega-Events und die Tourismusgesinnung scheint im Sinken begriffen zu sein. Wie wird sich der Tourismus weiter entwickeln und welche Konsequenzen sind zu erwarten? Gibt es eigentlich die sogenannte „sanfte Tourismusentwicklung“? Und welche Herausforderungen und Chancen bringt diese mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vortrag von Mike Peters, der als Sprecher des Forschungszentrums Tourismus & Freizeit an der Universität Innsbruck aufzeigt, dass wir mehr interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit brauchen, um diese Herausforderungen in den Alpen zu bewältigen!

 


Tag der offenen Tür & Studienberatung

Zeit: 12.04.2019, 10:00–16:00 Uhr
Ort: Institut für Textilchemie und Textilphysik, Rundfunkplatz 4, 6850 Dornbirn, https://www.uibk.ac.at/textilchemie/

ForscherInnen hautnahInteressierte Besucherinnen und Besucher erhalten am Freitag, den 12. April von 10:00 bis 16:00 Uhr eine Führung durch das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik (Rundfunkplatz 4) und können erfahren, wie Forschung stattfindet und was für Aufgaben WissenschafterInnen erledigen. Im Gespräch erklären ForscherInnen ihre Arbeiten.

Im Seminarraum des Instituts kann von 10:00 bis 12:30 Uhr die Vorlesung „Technische Textilien und Verbundwerkstoffe“ in Innsbruck von Prof. Tung Pham über die e-learning-Einrichtung in Dornbirn live mitverfolgt werden.

Das Team der Zentralen Studienberatung bietet an diesem seine Dienste in Dornbirn an. Fragen zu Studienbeginn, Studienwahl, Aufnahmeverfahren und Organisation eines Studiums werden beantwortet. Studieninteressierte aller Altersstufen sind herzlich willkommen.

Das Institut für Textilchemie und Textilphysik hat durch die enge Kooperation mit der Vorarlberger Textilindustrie nationale und auch internationale Leitbetriebe bei der Erforschung und Umsetzung von neuen innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen erfolgreich unterstützt. Das betrifft die Bereiche der Fasermodifikation, textilen Färbungsprozesse, technischen Textilien, Funktionsbekleidung ebenso wie die Nachhaltigkeit und das Recycling dieser Materialien. Um die Kooperation zu intensivieren, wurde 2018 das Textile Competence Center Vorarlberg (tccv) gegründet.

Die Gründung des Instituts erfolgte 1982 in Kooperation von Land, Bundesministerien und Textilindustrie. 1989 bezog es den Standort in der Textil-HTL. 2018 eröffnete mit dem tccv ein zweiter Standort. Das Institut hält über 30 Patente. In der Lehre steuert es an der Uni Innsbruck die Textil- und Polymerchemie bei. Über 20 Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr unter anderem fast 400 Publikationen veröffentlicht.



Limnologische Forschung an Seen im Alpenraum – neue Herausforderungen im Zuge des Klimawandels

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Thomas Weisse,
Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee

Thomas Weisse
Foto: Weisse


Zeit: 23.04.2019, 19:00 Uhr
Ort: Wolf-Dietrich-Saal, Schloss Hofen, Hofer Straße 26, 6911 Lochau, https://www.schlosshofen.at/

Der Klimawandel führt zu erheblichen Veränderungen der physikalischen, chemischen und ökologischen Prozesse in den Seen des Alpenraumes. Dabei spielen sowohl die anhaltende längerfristige Erwärmung als auch die kurzfristige Zunahme meteorologischer Extremereignisse wie Starkregen und Hitzeperioden mit einhergehenden starken Schwankungen des Wasserspiegels eine Rolle. Der Vortrag gibt einen Überblick über die klimatisch bedingten Veränderungen im Bodensee und anderen Alpenseen, vor allem im Hinblick auf die ökologischen Auswirkungen. Der Bodensee hat als der am intensivsten erforschte und überwachte See Vorbildcharakter für andere Seen nördlich und südlich des Alpenhauptkamms. Weiters vermittelt der Vortrag einen Einblick in die aktuelle limnologische Forschung, die sich weltweit verstärkt mit den Auswirkungen des Klimawandels befasst.

 


Ohne Industrie kein Wohlstand – Vorarlberg im globalen Vergleich

Vortrag von o.Univ.-Prof. i. R. Dr. Franz Mathis,
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie

Franz Mathis
Foto: privat


Zeit: 23.05.2019, 19:00 Uhr
Ort:  ORF Landesstudio, Dornbirn

Angesichts der Tatsache, dass heute ein nur noch sehr kleiner Teil aller Erwerbstätigen in der Industrie beschäftigt ist, scheint es gewagt, den modernen Wohlstand unserer Gesellschaften allein oder zumindest vornehmlich auf die Industrie zurückzuführen. Da der Industrie aber gerade in einem Land wie Vorarlberg nach wie vor eine überdurchschnittlich große Bedeutung zukommt, liegt es nahe, im ersten Teil des Vortrages die zentrale Rolle herauszuarbeiten, die der seit über 200 Jahren anhaltenden Produktivitätssteigerung in der Industrie für die Entwicklung der gesamten Wirtschaft zukommt. Im zweiten Teil des Vortrages geht es um die zwar schon oft gestellte, hier aber völlig neu beantwortete Frage, warum der Prozess der Industrialisierung in manchen Regionen der Welt früher einsetzte und ein größeres Ausmaß erreichte als in anderen, warum manche Regionen bis heute davon nur unzureichend erfasst wurden und ob das Beispiel Vorarlberg die neue Theorie der Industrialisierung zu stützen vermag. Da diese sehr stark auf die Rolle von Großstädten mit mehreren hundert Tausend bis über eine Million Einwohnern abhebt, scheint das großstadtfreie, aber dennoch schon früh industrialisierte Vorarlberg dieser Theorie vorerst zu widersprechen. Und doch lässt sich wie der Vortrag zeigen soll auch die Entwicklung der Industrie in Vorarlberg trotz spezifisch lokaler Voraussetzungen letztlich nur mit der Entstehung von Großstädten in anderen Teilen Europas erklären.

 


Beruf: Wissenschaftlerin

Ein Gespräch mit
assoz. Prof. Mag. Dr. Marie-Luisa Frick, Institut für Philosophie
Univ.-Prof. Mag. Dr. Kristina Stoeckl, MA, Institut für Soziologie und
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konstanze Zwintz, Institut für Astro- und Teilchenphysik


Zeit: 28.05.2019, 19:00 Uhr
Ort: Frauenmuseum Hittisau, Platz 501, 6952 Hittisau, http://www.frauenmuseum.at/

Konstanze Zwintz
Foto: Foto Bechyna
Kristina Stoeckl
Foto: privat
Marie-Luisa Frick
Foto: Andreas Friedle

Die Leiterin des Frauenmuseums Hittisau, Stefania Pittscheider-Soraperra im Gespräch mit der Astrophysikerin Konstanze Zwintz, der Philosophin Marie-Luisa Frick und der Soziologin Kristina Stoeckl. Sie alle lehren und forschen an der Universität Innsbruck.

Was treibt die drei Wissenschaftlerinnen an, was fasziniert sie an ihrem Fachgebiet und wie denken Menschen, die sich der Wissenschaft verschrieben haben? Bei dem Gespräch im Frauenmuseum Hittisau wird es um persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen gehen, aber auch darum, wie Frauen ihren Alltag als Wissenschaftlerin organisieren und welche Bedeutung Geschlechterrollen in der Wissenschaft haben.



Kunsthandwerk und Architektur - Die Angewandte Kunst als Geburtshelfer der Moderne

Vortrag von PD Dr. Christoph Hölz,
Forschungsinstitut Archiv für Baukunst

Architekturhistoriker Christoph Hölz
Foto: privat


Zeit: 26.06.2019, 19:00 Uhr
Ort: Werkraum Bregenzerwald, Hof 800, 6866 Andelsbuch, http://werkraum.at/

Im Bauhaus-Jahr 2019 wird landauf, landab über die Entstehung der modernen Architektur nachgedacht. Meist geht man davon aus, dass in den neu entwickelten Konstruktionen und Bauverfahren sowie in den modernen Baumaterialien wie Glas, Eisen, Stahl und Beton die alleinigen Impulse des „neuen Bauens“ – so nannte man die frühe moderne Architektur in Deutschland – zu suchen seien.
Weniger bewusst ist es, dass entscheidende Impulse zur Entwicklung der Moderne in der Kunstgewerbebewegung des 19. Jahrhunderts und den sogenannten angewandten Künsten zu finden sind. So waren zahlreiche Architekten zugleich Kunsthandwerker und widmeten sich den verschiedensten Bereichen der Gestaltung, vom Möbelentwurf, der Typographie und Malerei bis zum Produktdesign. Grundlage dafür war eine genaue Kenntnis der einzelnen Gewerke und der sachgemäße Umgang mit den jeweiligen Materialien. Entwerfender Künstler und ausführender Handwerker arbeiteten in Werkstätten eng zusammen. Sobald sich die Möglichkeit bot, übernahmen sie auch Aufträge zum Bau von Häusern und zur Planung ganzer Siedlungen und Stadtteile. Das Kunsthandwerk war die Kunst, das Große im Kleinen zu können.
In der jüngeren Vergangenheit besinnen sich immer mehr Gestalter, Kunsthandwerker und Architekten auf diese Wurzeln. Der Werkraum Bregenzerwald bietet mit seinem 2008 von Peter Zumthor errichteten Ausstellungs- und Verwaltungsbau den idealen Rahmen, um über Kunsthandwerk und Architektur auch im 21. Jahrhundert zu sprechen.

 


Gesund und unsterblich durch Stammzellen?

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Frank Edenhofer,
Institut für Molekularbiologie

Genomiker Frank Edenhofer
Foto: Edenhofer


Zeit: 19.09.2019, 19:00 Uhr
Ort: Konferenzraum, Julius Blum GmbH – Werk 2 (Zentralwerk), Industriestraße 1, 6973 Höchst, https://www.blum.com/

Der Mythos der Unsterblichkeit und ewiger Jugend begleitet die Menschheit von Beginn an. Er inspirierte Dichter, Maler und Wissenschaftler – doch die Verwirklichung bleibt in unerreichbarer Ferne. Oder doch nicht? Neue Ergebnisse der Forschung an regenerativen Prozessen zeigen gleichwohl, dass zumindest auf zellulärer Ebene eine offensichtlich uneingeschränkte Regeneration möglich ist. Die vom japanischen Forscher Shinya Yamanaka 2006 publizierte und 2012 mit dem Nobelpreis für Physiologie und Medizin ausgezeichnete Entdeckung der künstlichen Erzeugung von Stammzellen durch Zell-Reprogrammierung steht dabei im Mittelpunkt. Reprogrammierte Zellen werden schon heute zum Studium diverser Erkrankungen, wie z.B. der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit, verwendet. Auch sind erste Versuche zur Zell-Ersatz-Therapie mit reprogrammierten Zellen im Tierversuch vielversprechend. Wie kann man mit einer simplen Genmodifikation menschliche Zellen komplett umprogrammieren? Kann man Parkinson oder Multiple Sklerose mit Stammzellen heilen? Wie hilft Big Data bei der Früherkennung von Krankheiten?

Frank Edenhofer wurde 1968 in München geboren und promovierte in Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Stationen in Köln und Bonn folgte 2012 der Ruf an die Uni Würzburg, 2015 nach Innsbruck als Professor für Genomik. Edenhofer leistet Pionierarbeiten auf dem Gebiet der zellulären Reprogrammierung, insbesondere bei der direkten Umwandlung von Körperzellen in induzierte Gehirnstammzellen. Sein Ziel ist die biomedizinische Anwendung dieser Zellen für die Zellersatztherapie und für die Modellierung von Krankheiten voranzutreiben.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter textilchemie@uibk.ac.at wird gebeten.

 


Smarter Eiskanal in Bludenz: von der Idee zur Umsetzung

Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Dr. Werner Nachbauer,
Institut für Sportwissenschaft

Werner Nachbauer
Foto: Universität Innsbruck


Zeit: 24.10.2019, 19:00 Uhr
Ort: Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Konrad-Doppelmayr-Straße 1, 6922 Wolfurt, https://www.doppelmayr.com

Die weltweit wenigen Kunsteiskanäle, die für den Rodel-, Skeleton- und Bob-Weltcup genutzt werden, sind kostspielig in Errichtung und Betrieb. Das Technologiezentrum für Ski- und Alpinsport der Universität Innsbruck entwickelte mit der „Sprintkunsteisbahn“ eine Alternative. Die wird gerade in Bludenz gebaut und soll noch heuer in Betrieb gehen. Vorteile: reduzierte Errichtungskosten durch ein modulares System, niedrige Betriebskosten durch verbesserte Energieeffizienz, umfangreich nutzbar, im Sommer und Winter, für Spitzensportler und Freizeitrodler. Prof. Werner Nachbauer schildert die Herausforderungen auf dem Weg von der Idee bis zur praktischen Umsetzung.

Werner Nachbauer (Jahrgang 1956) studierte Sportwissenschaften an der Uni Innsbruck, wo er 1986 promovierte. 1998 wurde er zum Professor berufen, von 2004 bis 2013 war er Dekan der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft. Nachbauer ist Trainer und Gerichtssachverständiger. Seit 2005 ist er Geschäftsführer des Forschungszentrums Schnee, Ski und Alpinsport. Sein Forschungsschwerpunkt sind kinesiologische, vor allem biomechanische, Aspekte alpiner Sportarten.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter textilchemie@uibk.ac.at wird gebeten.



Kontakt

Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Bechtold
Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik
Universität Innsbruck
Tel.: +43 512 507- 55003
E-Mail: Thomas.Bechtold@uibk.ac.at

Nach oben scrollen