Bunte Bilderrahmen

Ausstellungen 

Folgende Ausstellungsprojekte erarbeitet die Universität Innsbruck derzeit gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus der Kultur im Rahmen des Universitätsjubiläums.

Interaktive Ausstellung und Vermittlungsprojekt: Forschende Vielfalt zwischen Nordkette und Patscherkofel – Mensch-Natur-Beziehungen im Fokus der Wissenschaften

ab Frühjahr 2019

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Botanischer Garten / Grüne Schule in Kooperation mit den Instituten Zoologie, Ökologie, Botanik, Archäologie, Praktische Theologie, Allgemeine Anorgan. u. Theoretische Chemie, Sprachen und Literaturen und mit dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit. Vermittlung: Grüne Schule, Ausbilderforum, (Volkshochschule)
Ansprechpartnerin: Maria Holoubek (Botanischer Garten)

Gefangen von Piraten: Sklaverei und Seeraub im Mittelmeer (1500-1800)

Ein Ausstellungsprojekt der Universität Innsbruck und des Schlosses Ambras Innsbruck

Sommer 2019, Schloss Ambras

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Die Ausstellung wird im Rahmen der 350-Jahr-Feier der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem FWF-Projekt „ESCAPE – European Slaves: Christians in African Pirate Encounters“ organisiert und beschäftigt sich mit einem geopolitisch bedeutsamen Phänomen der frühen Neuzeit: Vom 16. bis ins 19. Jhd. wurden von Europa und in Nordafrika intensiv Piraterie und Sklaverei betrieben. In der Ausstellung werden autographe Manuskripte, Freikauflisten, Briefdokumente, bildliche Darstellungen, Kleidungstücke, Waffen, Gebrauchsgegenstände usw. von Opfern der Sklaverei wissenschaftlich erfasst und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mit der Ausstellung sollen insbesondere Familien mit Jugendlichen und Kindern angesprochen werden. Ziel dieses großen Projektes ist es, über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit SchülerInnen spezielle Zugänge, Interessen und Aspekte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für die Ausstellungsplanung und -durchführung zu erarbeiten.

Das Projekt bindet SchülerInnen von zwei Innsbrucker Schulen (Akademisches Gymnasium sowie Bundeshandelsakademie und -schule Innsbruck) und die LehrerInnenausbildung (Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung sowie der Bereich Wirtschaftspädagogik am Institut für Organisation und Lernen) der Universität Innsbruck in die Ausstellungsvorbereitung ein. Die Schulen kooperieren durch einen zweijährigen Projektunterricht, in dem sowohl wissenschaftliche Forschungsfragen erarbeitet werden, als auch die spezifische Sichtweise von Jugendlichen für die Ausstellungsvorbereitung ergebnisoffen genutzt wird. Begleitend werden an der Universität über vier Semester verteilt Lehrveranstaltungen mit Praktika an den Partnerschulen für Lehramtsstudierende angeboten, die in Verbindung zum Ausstellungsprojekt stehen.

Kaiser Kunst – Kunst Kaiser. Maximilian I. 1519 – 2019

Eine Ausstellung des Südtiroler Landesmuseums Schloss Tirol in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck

Juli–Oktober 2019, Schloss Tirol

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Eine Ausstellungskooperation im Rahmen des Universitätsjubiläums und des Maximilangedenkjahres 2019.

2019 jährt sich der Todestag Maximilians I. zum 500sten Mal. Dass Person und Aussehen dieses Kaisers auch heute noch so präsent sind, erklärt sich damit, dass er sich und sein Amt wie keiner vor ihm zu inszenieren verstand. Er gilt als ein Ahnherr moderner Bildpropaganda, als der erste Herrscher, der die politischen Möglichkeiten des neuen Mediums des reproduzierbaren Bildes erkannte. Für seine druckgraphischen „Ruhmeswerke“ engagierte er die führenden Künstler seiner Zeit – wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer oder Hans Burgkmair.

Die Ausstellung eröffnet einen neuen Blick auf die künstlerischen Projekte Maximilians. Sie macht den persönlichen Anteil des Kaisers daran sichtbar. Die maximilianischen „Ruhmeswerke“ werden nicht nur in der Endfassung, sondern auch in ihren Entstehungsphasen gezeigt. Die ausgestellten, heute in Sammlungen der ganzen Welt verstreuten Vorstudien dokumentieren die kreative Genese dieser Werke. Sie verdeutlichen, dass viele Änderungen an Konzepten und Entwürfen nicht auf die gelehrten Berater und die Künstler zurückgingen, sondern auf Maximilian selbst. Eigenhändige Kommentare oder energische Streichungen führen eindrucksvoll vor Augen, wie aktiv und unmittelbar der Kaiser Einfluss auf Inhalt und Form seiner Aufträge nahm. Er war nicht nur Mitautor, sondern tatsächlich Mitgestalter dieser Kunstwerke. Diese ebenso schillernde wie aussagekräftige Facette des Renaissancemenschen Maximilian anschaulich und verstehbar zu machen, ist Anspruch der Ausstellung.

Schönheit vor Weisheit – Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft

Ein Projekt der Universität Innsbruck und der Tiroler Landesmuseen im Rahmen der Veranstaltungen zu 350 Jahre Universität Innsbruck

27. September 2019 – Ende Februar 2020, Ferdinandeum

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„Zum weisesten der Könige und mächtigsten, Suleiman, zog Balkis, Saba’s Königin, die weiseste und Schönste. Die Weisheit zieht die Weisheit an, so wie die Macht die Schönheit.“
(Morgenländische Texte nach Friedrich Rückert)

Schriftzug: Schönheit vor Weisheit
FLATZ, Schönheit vor Weisheit, 1981, Sammlung Kunstgeschichte Innsbruck / Foto: J. Moser

Die sogenannten exakten Wissenschaften sind nicht, wie es oft scheinen mag, durch einen homogenen Raum von den Geisteswissenschaften getrennt, auch nicht von künstlerischen Arbeitsweisen. Es handelt sich um offene Systeme mit fließenden Rändern, die für das Wissen der Kunst wie für die Kunst der Wissenschaft von zentraler Bedeutung sind. 1908 stellte der italienische Literat Luigi Pirandello in seiner Schrift „Arte e scienza“ fest, dass „jedes wissenschaftliche Werk Wissenschaft und Kunst ist, sowie jedes Kunstwerk Kunst und Wissenschaft.”

So gilt es, diese Beziehungen zu verfolgen und offen zu legen, sich auf den zentralen Gedanken der Universitas zu konzentrieren und neue gedankliche Räume für Kunst und Wissenschaften gleichermaßen zu eröffnen.

Die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Kunst und Wissenschaft hat in den letzten Jahren an Aktualität gewonnen und ist heute Bestandteil vieler Diskussionen. Welche Annäherung sucht die Wissenschaft zu den Erkenntniswegen der Kunst? Welche wissenschaftlichen Methoden können mit Methoden der Kunst verglichen werden? Welche Wahrnehmungsmuster, Denksysteme und Wissensgebiete verbinden die gegenwärtige künstlerische Praxis mit der wissenschaftlichen Arbeit der letzten Jahrhunderte? Welche Ähnlichkeiten ergeben sich in der Visualisierung von Ideen und Konzepten im künstlerischen und wissenschaftlichen Bereich? Wo liegen die Bruchlinien und Gegensätze? Diese und ähnliche Fragen werden durch die Zusammenführung der wissenschaftlichen und künstlerischen Sammlungen der Universität Innsbruck in einer Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum beleuchtet und in einem umfassenden Begleitbuch diskutiert.

  •  Ausstellungsdauer: 27. September 2019 – Ende Februar 2020.
  •  Eröffnung: Donnerstag, 26. September 2019, 18.00 Uhr
  •  Begleitbuch: IUP (= Institut für Kunstgeschichte Universität Innsbruck Ausstellungskatalog 30)
  •  Wissenschaftliche Leitung / Kuratorinnen: Christoph Bertsch, Rosanna Dematté, Claudia Mark, Helena Pereña

Ausstellung: über lois welzenbacher

ein Projekt von Rainer Köberl und Lukas Schaller vom Archiv für Baukunst und aut. Architektur und Tirol im Adambräu

11. Oktober 2019 bis 15. Februar 2020, Adambräu /Südbahnstraße
Eröffnung: 10. Oktober 2019

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Adamsbräu
Foto: Christof Lackner, ©Archiv für Baukunst

2019 fällt das Jubiläumsjahr der LFU zusammen mit dem 130. Geburtstag von Lois Welzenbacher (1889-1955), einem der einflussreichsten österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Das von ihm errichtete ehemalige Sudhaus des Adambräu ist ein herausragender Industriebau der klassischen Moderne und beherbergt heute das Archiv für Baukunst der LFU und die Architekturgalerie aut. architektur und tirol. Das Gebäude wurde mit Unterstützung der öffentlichen Hand gerettet, saniert und umgenutzt und 2017 von der Stadt Innsbruck an die Universität übertragen. Lois Welzenbacher, der als einer der wichtigsten Protagonisten der „Tiroler Moderne" der Zwischenkriegszeit gilt, wird in dem von ihm geplanten Gebäude eine Ausstellung gewidmet, die keine monographische Retrospektive sein soll, sondern eine Präsentation, die sich der Relevanz seines Werks aus heutiger Sicht widmet. So sollen unterschiedliche, teilweise gegensätzliche formale Entwürfe einander gegenüber gestellt und damit die „undoktrinäre" architektonische Haltung und der kontextuelle Entwurfsansatz des Architekten vermittelt werden. Denn gerade darin liegt ein zentraler Aspekt seines Werks, der einer breiten Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden soll. Der Architekt Rainer Köberl, der gemeinsam mit Erich Wucherer und Thomas Giner das Adambräu saniert und umgebaut hat, richtet in seinem Konzept, das er gemeinsam mit dem Fotografen und Filmemacher Lukas Schaller entwickelt hat, den Blick auf 16 noch erhaltene, teilweise unbekannte Bauten von Welzenbacher, die in Südtirol, Tirol, Vorarlberg, Wien, Salzburg, Oberösterreich und Bayern stehen. In langen und ruhigen Kamerafahrten um die Bauten herum und in den Gebäuden, wird der städtebauliche, landschaftliche und räumliche Kontext vermessen, der Fokus auf Details, Oberflächen, Material wie Strukturen gelegt, vor allem aber die speziellen Raumdramturgien der Gebäude von Welzenbacher filmisch dokumentiert. Diese Recherche und die Gegenüberstellung verschiedener Entwurfsansätze Welzenbachers wird anhand von Originalzeichnungen und Fotografien aus dem Nachlass von Lois Welzenbacher, der sich im Archiv für Baukunst befindet, bereichert. In Kooperation von aut. architektur und tirol und dem Archiv für Baukunst wird ein Begleitprogramm organisiert, das neben Vortragsabenden auch drei Exkursionen zu wichtigen Bauten Lois Welzenba-chers vorsieht: Ein Architektur-Spaziergang durch Innsbruck zu noch vorhandenen oder veränderten Bauten und an Orte verloren gegangener Häuser, eine Fahrt von Hall über Kitzbühel nach Zell am See sowie eine Exkursion nach Südtirol. Begleitend erscheint eine Publikation des Archivs für Baukunst über das Adambräu von Lois Welzenbacher und die Architektursammlung des Archivs.

Ausstellungsprojekt mit Konzertveranstaltungen: Musik in der Stadt

Oktober – Dezember 2019

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Institut für Musikwissenschaft in Kooperation mit Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Tiroler Landeskonservatorium und Klangraum Jesuitenkirche Innsbruck unter Einbindung zahlreicher weiterer Akteure.
Ansprechpartner: Federico Celestini

Forschung in Bewegung

Forschungsplattform Organizations and Society

Termin offen, geplant an verschiedenen Plätzen der Stadt Innsbruck und als permanente Ausstellung an der SOWI bzw. an den jeweiligen Standorten der ForscherInnen

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Bernhard Mayr
Foto: Bernhard Mayr

Forschung ist in Bewegung und bewegt. Unsere alltäglichen Erfahrungen sind nicht immer leicht durchschaubar. Oder wissen wir alle, wie wir die Qualität des österreichischen Gesundheitssystems einschätzen können; wie sich das Verhältnis des Einkommens von Geschäftsführern großer Unternehmer im Vergleich zu ihren Arbeiter/-innen verhält und warum; ob und wie Banker von Statusanreizen getrieben sind; was und wie SchülerInnen wirklich durch Betriebspraktika lernen; wie Lebensverläufe über Generationen hinweg ‚vererbt‘ werden; wie Kreativität und Urheberrecht im Netz zusammenhängen; welche traditionelle Essenskultur die Alpenländer vereint; wie verbale und nicht-verbale Kommunikation Kunden beeinflusst; wie sich Demokratie in Organisationen auf das Verhalten der MitarbeiterInnen auswirkt, oder wie die großen Innovationen der Zukunft aussehen werden? Die Liste an brennenden Forschungsfragen ist schier endlos.
Das Projekt „Forschung in Bewegung“ macht Forschung in Form von künstlerisch gestalteten Fotoserien ‚sichtbar‘ und begreifbar. Das Projekt zielt auf drei Formen der Bewegung ab. Forschung bewegt sich aus dem universitären Raum in den breiteren, gesellschaftlichen Raum – sie wird in Form von Bildern und relevanten Fragestellungen in die Lebenswelten der Menschen übersetzt und transportiert. Umgekehrt lädt Forschung in Bewegung die Öffentlichkeit in den universitären Raum ein – die Bevölkerung bekommt Antwort auf diese Fragen und Zugang zu den Forschungsaktivitäten im Rahmen der Plattform. Die dritte Bewegung betrifft schließlich den Forschungsprozess selbst. Dieser soll in all seinen Facetten, Stadien und Dynamiken gezeigt und sichtbar werden.
Eine Serie von Fotografien und deren szenische Aufbereitung sollen diese drei Formen der Bewegung zum Ausdruck bringen und darüber hinaus Menschen bewegen.
Die Fotografien werden im Jubiläumsjahr im Rahmen des Science Festivals der Universität Innsbruck an verschiedenen Plätzen der Stadt Innsbruck und als permanente Ausstellung an der SOWI und an den jeweiligen Standorten der ForscherInnen zu sehen sein.

In Vorbereitung / Planung

In Vorbereitung sind derzeit außerdem Ausstellungs-Kooperationen:

  • mit den Landesmuseen Südtirol,
  • mit Land Tirol und Stadt Innsbruck im Rahmen des Maximilian-Gedenkjahrs 2019 sowie

Weitere Kooperationsprojekte sind derzeit in Planung:

  • mit dem Osterfestival Tirol,
  • mit den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und
  • mit dem Land Südtirol