Optimierte Fettabscheidernutzung zur Gewinnung von Ressourcen und Reduzierung negativer Umweltauswirkungen (FAFODI)

 

Förderung:

Europäische Union, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung, Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

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Förderzeitraum:

11/2018- 10/2021

  

Projektpartner:

  • Institut für Infrastruktur, Universität Innsbruck
  • Universität der Bundeswehr München
  • Abwasserverband Achental - Inntal – Zillertal
  • Dr.-Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für Abwassertechnik mbH, Weyarn
  • Abfallwirtschaft Tirol Mitte

 

Projektbeschreibung:

Fette im Abwasser verursachen Probleme im Kanalsystem und zusätzlichen Sauerstoffbedarf in der Kläranlage. Andererseits kann aus den Fetten erneuerbare Energie gewonnen werden. Der Einbau von Fettabscheidern in der Gastronomie und bei Betrieben ist Stand der Technik. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig eine unbefriedigende Situation hinsichtlich dem Einsatz und dem Betrieb von Fettabscheidern. Dabei fehlen jedoch belastbare Daten, um die Auswirkung nicht installierter oder unzureichend gewarteter Fettabscheider quantifizieren zu können.

Das Projekt soll dazu beitragen, technische, ökonomische und ökologische Optimierungspotentiale zu ermitteln. Dazu soll anhand eines Modellgebiets die Auswirkungen einer optimierten Fettabscheider-Wartung auf die Abscheideeffizienz der Anlagen sowie die Abwasserverschmutzung des Einzugsgebiets untersucht werden. Für das Modelleinzugsgebiet wird ein optimiertes Fettabscheiderwartungskonzept erarbeitet, umgesetzt und die Auswirkungen auf das Abwasser erfasst. Des Weiteren soll das Potential verschiedener Erfassungssysteme hinsichtlich der Reduzierung des Schadstoffeintrags ins Abwasser (Fette, Mikroplastik) und der Erhöhung der Erfassungsmenge der Altfette untersucht werden. Der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt über Fettabscheider wird am Beispiel des Kläranlagenfettfangs erforscht. Altfette können zur Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt werden, die Qualität der erfassten Fette für die Herstellung von Biodiesel soll bestimmt werden. Des Weiteren sollen die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des optimierten Konzeptes untersucht werden. Ein wesentlicher Punkt ist die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in der letzten Phase des Projektes. Hierfür haben bereits im Vorfeld der Beantragung verschiedene Verbände und Stakeholder Ihr Interesse an der Mitwirkung bekundet.

 

Kontakt:

Universität Innsbruck
Univ-Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis
Technikerstrasse 13
6020 Innsbruck
anke.bockreis@uibk.ac.at

 

Aktuelles:

FAFODI Kick-off Meeting

 Das überregionale Expertenteam aus Tirol und Bayern traf sich zum offiziellen Projektstart in Strass im Zillertal. Gemeinsam untersucht man nun Möglichkeiten, um die Nutzung von Fettabscheidern zugunsten von Umwelt und Wirtschaft zu optimieren. (Credit: ATM) Um­welt-Poten­zial von Fett­ab­scheidern voll aus­schöp­fen

Kürzlich wurde unter Beteiligung der Arbeitsgruppe für Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement der Uni Innsbruck ein Projekt gestartet, das die Nutzung von Fettabscheid... [weiter]

 

(Credit: ATM)

 

 

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