Bachelorstudium Archäologien

Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät
Dauer / ECTS-AP 6 Semester / 180 ECTS-AP
Akademischer Grad Bachelor of Arts (BA)
Niveau der Qualifikation Bachelor (1. Studienzyklus)
ISCED-11: Stufe 6, EQR/NQR: Stufe 6
ISCED-F 0222 Geschichte und Archäologie
Studienart Vollzeit
Studienkennzahl UC 033 591
Curriculum Informationen zum Curriculum (2015W)*
Unterrichtssprache Deutsch
Voraussetzung Matura oder Äquivalent und Sprachnachweis
Zusatzprüfung Die Zusatzprüfung aus Latein ist bis zur vollständigen Ablegung des Bachelorstudiums nachzuweisen, wenn dieses Fach nicht an einer höheren Schule im Ausmaß von mindestens 10 Wochenstunden erfolgreich absolviert wurde.
Bewerbung


* Informationen zum Curriculum (2015W)

Die Gesamtfassung des Curriculums spiegelt das aktuell gültige Curriculum wider, ist rechtlich unverbindlich und dient lediglich der Information. Die rechtlich verbindliche Form des Curriculums inkl. etwaiger Änderungen finden Sie in den entsprechenden Mitteilungsblättern.

Die Information, welche Curriculumsversion für Sie gilt, entnehmen Sie bitte Ihrem Studienblatt
  abrufbar unter: http://orawww.uibk.ac.at/public/lfuonline_meinestudien.studienblatt
  Spalte: Curriculum in der geltenden Fassung

Mitteilungsblätter »

Studieneingangs- und Orientierungsphase

Studieneingangs- und Orientierungsphase ab dem Wintersemester 2016 »

(1) Im Rahmen der Studieneingangs- und Orientierungsphase, die im ersten Semester stattfindet, sind folgende Lehrveranstaltungsprüfungen abzulegen:

  1. VO Einführung in die Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie (PM 1 a/2 SSt./2,5 ECTS-AP),
  2. VO Einführung in die Klassische und Provinzialrömische Archäologie (PM 1 lit. b/2 /2,5 ECTS-AP),
  3. VO Denkmalschutz (PM 2 d/1 SSt./2 ECTS-AP),
  4. VO Theorie und Praxis feldarchäologischer Forschung (PM 4 a/2 SSt./2 ECTS-AP).

(2) Der positive Erfolg bei allen Prüfungen der Studieneingangs- und Orientierungsphase berechtigt zur Absolvierung der weiteren Lehrveranstaltungen und Prüfungen sowie zum Verfassen der Bachelorarbeit.

(3) Vor der vollständigen Absolvierung der Studieneingangs- und Orientierungsphase können Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 21 ECTS-AP absolviert werden. Im Curriculum festgelegte Anmeldungsvoraussetzungen sind einzuhalten.

Studieneingangs- und Orientierungsphase bis Dezember 2015 »

(1) Die Studieneingangs- und Orientierungsphase umfasst ein Semester (30 ECTS-AP) und hat der oder dem Studierenden einen Überblick über die wesentlichen Inhalte des Studiums und dessen weiteren Verlauf zu vermitteln und eine sachliche Entscheidungsgrundlage für die persönliche Beurteilung ihrer oder seiner Studienwahl zu schaffen.

(2) Im Rahmen der Studieneingangs- und Orientierungsphase sind folgende Lehrveranstaltungsprüfungen, die zweimal wiederholt werden dürfen, abzulegen:

  1. Einführung in die Ur- und Frühgeschichte so wie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie
    (PM 1 lit. a/2 SSt/2,5 ECTS-AP)
  2. Einführung in die Klassische und Provinzialrömische Archäologie
    (PM 1 lit. b/2 SSt/ 2,5 ECTS-AP)

(3) Der positive Erfolg bei den in Abs. 2 genannten Prüfungen berechtigt zur Absolvierung aller weiteren, über die Studieneingangs- und Orientierungsphase hinausgehenden Lehrveranstaltungen und Prüfungen sowie zum Verfassen der im Curriculum vorgesehenen Bachelorarbeit. Im Curriculum festgelegte Anmeldungsvoraussetzungen sind einzuhalten.

Allgemeine Informationen

Empfohlener Studienverlauf

Der unten angeführte, exemplarische Studienverlauf gilt als Empfehlung für Vollzeitstudierende, die das Studium im Wintersemester beginnen. Die Aufstellung dient der Darstellung eines möglichen Studienablaufs und ist nicht verpflichtend. Etwaige Prüfungswiederholungen bzw. deren studienzeitverzögernde Wirkung sind nicht berücksichtigt.

Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester bzw. 180 ECTS-AP, wobei gemäß Universitätsgesetz die Arbeitsbelastung eines Studienjahres 1.500 (Echt-)Stunden zu betragen hat und dieser Arbeitsbelastung 60 Anrechnungspunkte zugeteilt werden (ein ECTS-Anrechnungspunkt entspricht einer Arbeitsbelastung der Studierenden von 25 Stunden).

1. Semester »

9,0 ECTS-AP: STEOP-Studieneingangs- und Orientierungsphase (PM 1a, 1b, 2d, 4a)
5,0 ECTS-AP: Einführung in die archäologischen Wissenschaften (PM 1c)
10,0 ECTS-AP: Angewandte Archäologie II (PM 3a, 3b, 3c)
10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Spezialisierung (WM 1a/b oder WM 5a/b oder WM 10a/b)

2. Semester »

8,0 ECTS-AP: Angewandte Archäologie I (PM 2a, 2b, 2c)
3,0 ECTS-AP: Angewandte Archäologie III (PM 4b)
7,0 ECTS-AP: Archäologische Exkursionen (PM 6a)
10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Spezialisierung (WM 2a/b oder WM 6a/b oder WM 8a/b oder WM 11a/b)

3. Semester »

10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Spezialisierung (WM 3a/b oder WM 7a/b oder WM 9a/b oder WM 12a/b)
10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Wahlmodul Kult und Ritual (WM 20a/b)
10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Wahlmodul Integrative Methoden (WM 23a/b) 

4. Semester »

3,0 ECTS-AP: Archäologische Exkursionen (PM 6b)
5,0 ECTS-AP: Feldarchäologische Forschungen (PM 5) 
  10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Wahlmodul Kunst und Kultur (WM 21a/b)
10,0 ECTS-AP: Wahlmodul Praxis (WM 26)

5. Semester »

10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Wahlmodul Bau- und Siedlungswesen (WM 18a/b)
  10,0 ECTS-AP: Zur Wahl: Wahlmodul Archäologie und Geschichte (WM 22a/b)
10,0 ECTS-AP: Wahlmodul Interdisziplinäre Kompetenzen (WM 25)

6. Semester »

20,0 ECTS-AP: Dokumentation und Präsentation archäologischer Forschung mit Bachelorarbeit (PM 7)
10,0 ECTS-AP: Wahlmodul Wirtschaft und Handel (WM 19a/b)

Es sind Pflicht- und Wahlmodule im Umfang von 180 ECTS-AP zu absolvieren:

  • Pflichtmodule
  • WM 1 bis 17 Spezialisierung
  • WM 18 bis 23 thematische Wahlmodule 
  • WM 24 bis 26
70 ECTS-AP
60 ECTS-AP
30 ECTS-AP
20 ECTS-AP

Im Bachelorstudium Archäologien müssen Sie sich für eine Spezialisierung im Ausmaß von 30 ECTS-AP entscheiden (WM 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12). Es steht Ihnen aber frei – und wird von uns sogar explizit empfohlen – im Rahmen des verpflichtend zu absolvierenden Stundenkontingents aus den Wahlmodulen in Höhe von weiteren 30 ECTS-AP (WM 1–17) auch eine zweite Spezialisierung auszuwählen. Aus den thematischen Wahlmodulen müssen 30 ECTS-AP gewählt werden (WM 18–23) und aus den Wahlmodulen (24 bis 26) 20 ECTS-AP.

Grafische Darstellung »

Empfohlener Studienverlauf

Qualifikationsprofil und Kompetenzen

Archäologie beschäftigt sich mit den materiellen Hinterlassenschaften des Menschen. Der Informationsgewinn erfolgt dabei aus unterschiedlichen Spuren, die vergangene Ereignisse und Handlungen hinterlassen haben. Dazu zählen in erster Linie archäologische Quellen in Form von Bodenbefunden und Funden, deren Überprüfung und wissenschaftliche Erschließung in Hinblick auf ihre Entstehung, Erhaltung und Veränderung die Basis für eine objektive Rekonstruktion vergangener Realitäten liefert. Während für die schriftlosen Epochen ganz auf die materiellen Hinterlassenschaften fokussiert wird, können aus den Zeiten mit dichterer Überlieferung durch die komplementäre Analyse von Objekten, Bildern und Texten aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen werden.

Das Institut für Archäologien an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck deckt – einmalig in Österreich – sowohl in der Forschung als auch in der Lehre alle Epochen der Menschheitsgeschichte in räumlich umfassender Breite ab und behandelt somit den Zeitraum vom ersten Auftreten des Menschen vor ca. vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart. Teilgebiete sind die Archäologie von Jägern und Sammlern (Paläolithikum und Mesolithikum / Alt- und Mittelsteinzeit), die ältere Urgeschichte (Neolithikum / Jungsteinzeit), die Metallzeiten (Bronze- und Eisenzeit), die Klassische Archäologie von der minoischen und mykenischen Kultur Griechenlands über das materielle Erbe der Griechen und Römer und deren Nachbarkulturen bis in die Spätantike sowie die Zeit des frühen Christentums, die Provinzialrömische Archäologie, die Frühgeschichte sowie die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Geographische Schwerpunkte liegen vor allem im Alpenraum mit den römischen Provinzen Noricum und Raetien sowie in Italien.

Erwartete Lernergebnisse

Zu einer fundierten theoretischen Ausbildung finden angewandte Methoden insbesondere im praktischen Bereich im Sinne einer forschungsgeleiteten Lehre Eingang in die universitäre Ausbildung der Studierenden. Ein bedeutender Schwerpunkt liegt daher in der praktischen Feldforschung, also Prospektionen und archäologischen Ausgrabungen im In- und Ausland und der Konservierung, Restaurierung, wissenschaftlichen Bearbeitung und anschließenden musealen Präsentation der dabei gewonnen Funde. Dabei werden die Vorbereitung, Organisation, Leitung und Durchführung von archäologischen Ausgrabungen und Forschungsprojekten, die eigenständigen Bearbeitung archäologischer Fundkomplexe, die Erstellung von wissenschaftlichen Manuskripten sowie Öffentlichkeitsarbeit gelehrt.

Die AbsolventInnen sind somit befähigt, wissenschaftliche Weiterentwicklungen zu erarbeiten, zu beurteilen, anzuwenden sowie die erworbenen Kompetenzen fächerübergreifend einzusetzen. Sie verfügen über wissenschaftlich fundierte theorie- und methodengestützte Problemlösungskompetenzen.

Zukunftsperspektiven: Berufsfelder und Karrieremöglichkeiten

Das Studium dient im Sinne der forschungsgeleiteten Lehre besonders der praktischen Berufsausbildung entsprechend den primären Berufsbildern und bereitet damit auf die Tätigkeit an Universitäten, anderen Forschungsinstitutionen (Akademien), Denkmalämtern, Museen und bei Grabungsfirmen vor. Da das Studium das Verständnis für gesellschaftliche, wirtschaftliche, historische und kulturpolitische Prozesse fördert, kommen neben der eigentlichen fachwissenschaftlichen Arbeit in der Archäologie aber auch Tätigkeitsfelder im Tourismus, Kunsthandel, Archiv- und Dokumentationswesen, Kulturmanagement, Journalismus sowie Verlagswesen in Frage.

  • Wissenschaft und Forschung (Universitäten, Akademien, Forschungsprojekte)
  • Museologie, Sammlungs- und Ausstellungswesen
  • Denkmalpflege und Kulturgüterschutz
  • Private archäologische Dienstleister (Ausgrabungsfirmen …)
  • Tourismus, Kulturreisen, Kulturvermittlung
  • Kunsthandel (Galerien, Auktionshäuser)
  • Archiv- und Dokumentationswesen
  • Öffentlicher Dienst (Kultur, Erziehung und Bildung, Diplomatie)
  • Kulturmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
  • Journalismus, Presse- und Medienarbeit (Print- und audiovisuelle Medien)
  • Verlagswesen und Buchhandel, Publizistik
  • Politik, Politikberatung, Recht und Wirtschaft, Versicherungen

Weiterführendes Studium an der Universität Innsbruck

Informationen zur Prüfungsordnung inkl. Bewertung und Benotung

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung ist integraler Bestandteil des Curriculums, detaillierte Informationen finden Sie unter dem Paragrafen Prüfungsordnung.

Beschreibung des angewandten Notensystems (inkl. Notenverteilungsskala) »

Bei der Notenverteilungsskala handelt es sich um die statistische Darstellung der Verteilung aller positiv absolvierten Prüfungen, die innerhalb eines Studiums bzw. eines Studienfaches (unter Heranziehung aller gemeldeten Studierenden eines Studiums bzw. eines Studienfaches) erfasst wurden. Die Notenverteilungsskala wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

 Österreichische 
 Notenskala
 Definition
 %-Satz 
      
 1  SEHR GUT:
 Hervorragende Leistung
40,0 TAB = 100%

 2

 GUT:
 Generell gut, einige Fehler
32,2
 3  BEFRIEDIGEND:
 Ausgewogen, Zahl entscheidender Fehler
18,6
 4  GENÜGEND:
 Leistung entspricht den Minimalkriterien
9,2
 5  NICHT GENÜGEND:
 Erhebliche Verbesserungen erforderlich, Erfordernis weiterer Arbeit
     

März 2019


Gesamtbeurteilung der Qualifikation

Nicht zutreffend
Erklärung: Eine Gesamtbeurteilung (mit Auszeichnung bestanden, bestanden, nicht bestanden) wird nur über eine studienabschließende Prüfung, die aus mehr als einem Fach besteht, vergeben (im Curriculum dieses Studiums ist diese nicht vorgesehen).

Informationen zum Studium

Formulare

Kontakt und Information

Prüfungsreferat
Standort Innrain 52d Piktogramm barrierefreier Zugang

Studienbeauftragter
assoz. Prof. Mag. Dr. Florian Martin Müller

Studiendekanin
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Monika Fink

Informationen für Studierende mit Behinderung

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