Untersuchungen an Tiroler Marmoren

In Tirol wurden in historischer Zeit zahlreiche kleinere Marmorvorkommen abgebaut. Weder aus erdwissenschaftlicher noch aus materialkundlicher Sicht gibt es über diese Marmore wesentliche Kenntnisse. Ziel des Projektes ist es daher, diese Marmore mineralogisch, materialtechnisch und geochemisch zu charakterisieren. Mit diesen Daten wird dann eine Marmordatenbank erstellt, die, ergänzt und erweitert mit weiteren alpinen und außeralpinen Marmordaten, als Basis für die Herkunftsbestimmung historischer Marmorobjekte dienen kann. In enger Zusammenarbeit mit dem jetzigen Institut für Archäologien werden weiters historische Marmorobjekte ausgewählt, deren Herkunft nicht zweifelsfrei klar oder gänzlich unbekannt und von historischem Interesse ist. Anhand makroskopischer, mikroskopischer, geochemischer und isotopengeologischer Kriterien wird im Rahmen des Projektes versucht, die Herkunft der Objekte zu klären. Einen weiteren Schwerpunkt des Projektes stellen Verwitterungsstudien dar: In Laborversuchen in einer Verwitterungskammer werden ausgewählte Marmore realistischen Schadgaskonzentrationen von SO2, NOx und O3 sowie verschiedenen Luftfeuchten ausgesetzt und die Bildung neuer Mineralphasen eruiert. Weiters werden Freilandexpositionsstudien durchgeführt, die ein Bindeglied zwischen diesen Laborversuchen und der Situation am Bauwerk/Objekt darstellen. Im Zuge des Projektes sollen hieraus wertvolle Erkenntnisse für die Denkmalpflege für die Erhaltung von Marmorobjekten gewonnen werden.

Leitung: Mirwald, Peter

ProjektmitarbeiterInnen: Unterwurzacher, Michael

Finanziert durch: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

Laufzeit: 2003 - 2006