Erfahrungsberichte

Hier schildern einige, die die Stufe 1 des Tierökologie-Zertifikats erfolgreich absolviert haben, was ihre Motivation war, was es ihnen gebracht hat, und welche Tipps sie anderen Lernenden geben würden.

 

Moritz Falch

Als Biologe lernt man nie aus. Für mich als Botaniker war das Tierökologiezertifikat ein willkommener Anlass einmal meine Komfortzone zu verlassen und in neue Organismengruppen einzutauchen. Bei Tieren passiert es leicht, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Die Beschränkung auf 250 Arten hilft da sehr. Und wieder einmal bewahrheitet sich der alte Sinnspruch, dass man nur sieht, was man kennt. Schon nach kurzer Zeit schärft sich der Blick und man beginnt die Tiere aus der Lernliste im Freien wiederzuentdecken. Sei es rund ums Haus, im Auwald oder im Trockenrasen. 

Wichtig ist vor allem, dass man früh genug mit dem Lernen anfängt, bei mir waren es ungefähr 2 Monate. Die Lernsoftware Anki hat mir dabei sehr geholfen und durch meinen täglichen Karteikärtchenkonsum hatte ich bald alle Namen im Kopf.

Moritz Falch

Anna Letrari

Die Sichtung eines Tieres ist für mich persönlich immer eine Möglichkeit mit meinen Mitmenschen, die vielleicht noch nicht so Natur affin sind, die wundervolle und absolut faszinierende Welt der Biologie zu teilen. Durch die neu erlangte Artenkenntnis und die dazugehörenden "Gschichtln" kann ich dies nun mit vielen weiteren Arten tun. 

Aus meiner Sicht geht man ganz anders durch den Wald, die Stadt oder jeglichen anderen Ort, da einem nun überall Tiere auffallen, die man zuvor vielleicht gar nicht bemerkt hätte. Dadurch wird einem erst wieder einmal bewusst, wie vielfältig und schön unsere Tierwelt eigentlich ist. 

Ich kann nur jeder/m Interessierten empfehlen die Prüfung zu versuchen. Die Zahl 250 klingt zwar einschüchternd, wenn man sich aber Zeit lässt und Spaß am Lernen hat, merkt man sich die Arten schneller als man glaubt! 

Man hat wortwörtlich nichts zu verlieren (keine begrenzten Prüfungsantritte, keine Kosten) und es macht auch noch tierisch Spaß. 

P.S.: „Was ist das für ein …?“ Ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen, die man als Biologe/in oder Biologiestudent/in gestellt bekommt. Das Zertifikat hilft einem dabei mindestens einige dieser Fragen besser beantworten zu können. ;)

Anna Letrari

Jakob Paal

Was mich persönlich dazu motiviert hat, nach einem bereits versäumten Termin, an der Prüfung teilzunehmen, war die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung, die man für seine Umwelt entwickelt. Ich kann gar nicht sagen wie oft ich, seitdem ich mich mit den Steckbriefen befasse, einfach stehen bleibe und mir ansehe, was denn da gerade die nächste Blume anfliegt. Der ganze Prozess fühlt sich auch nicht wirklich nach lernen an, wie man es möglicherweise von den Klausuren gewohnt ist, vielmehr ist es eine Bereicherung des eigenen Wissensdursts und die Prüfung am Ende ist auch nicht mehr als eine Bestätigung des eigenen Könnens. 

Besonders angetan hat es mir hierbei der europäische Biber, den man bei Interesse auch gleich in der Nähe des Technik Campus beobachten kann. 

Für diejenigen, die sich vielleicht nicht über die lateinischen Namen mancher Arten hinwegsehen, kann ich raten sich diese über ein witziges Sinnbild herzuleiten. Zum Beispiel ist der Hundertfüßer Cryptops parisi in meiner Vorstellung ein mit Cryptowährung reich gewordenes Individuum, das sich in Paris (mit entsprechendem Béret) niedergelassen hat. 

Jakob Paal

Jana Robertson

Meine Liebe zur Natur und deren Bewohner war unter anderem ein Grund für mich Biologie zu studieren. Aber ich wollte vor allem mehr Tiere kennenlernen und entdecken, was aus dem Hörsaal oft sehr schwierig ist – das Tierökologie-Zertifikat hat mir dies zu einem großen Teil ermöglicht. Ich habe noch nie so gern für eine Prüfung gelernt, und nein, das ist wirklich nicht gelogen! :-) 

Auf Exkursionen in Innsbruck und Umgebung, aber auch zuhause, wenn ich unterwegs bin, kann ich gelerntes Wissen nun anwenden und selbst viele Arten Tirols bestimmen, was schon ein ziemlich cooles Gefühl ist – von der kleinen Feuerwanze bis zum Rotfuchs, wobei ich von vielen Arten nicht einmal wusste, dass sie hier in Tirol existieren, und das auch noch mehr oder weniger direkt vor meiner Haustür. Und das beste dabei ist, man lernt nie aus! 

Ich könnte mich niemals für eine einzige „Lieblingsart“ aus den vielen entscheiden, ich finde es einfach stets faszinierend, was die Natur alles hervorbringen kann und wie viele Tiere auf teils verrückt erscheinende Weise gelernt haben, in der von Konkurrenz und Störungen geprägten Welt zurechtzukommen. Aber um trotzdem einige Arten zu nennen, die mich besonders gefesselt haben: der Eisvogel mit seinen prächtigen Farben; der Alpenskorpion, der unter UV-Licht leuchten kann; die Pechschwarze Tapezierspinne – eine Vogelspinnenverwandte; sowie die Veränderliche Krabbenspinne, die sich ihrer Umgebung farblich anpassen kann. 

Ich freue mich schon sehr, bald für die Prüfung der Stufe 2 (500 Arten) antreten zu dürfen und bin gespannt was mir da draußen noch alles begegnen kann.

Jana Robertson

Luca Milan Neuhaus

Es ist ein außerordentliches Vergnügen Tiere in der Natur zu bestimmen und sie auch kennen zu lernen. Ich kann nur empfehlen bei der nächsten Wanderung nach Tieren Ausschau zu halten, man findet und wiedererkennt doch mehr als man denkt.

Tierbestimmung ermöglicht uns einen bewussteren Umgang mit der Natur. Deswegen macht es auch Sinn sich zu manchen Tieren die Hintergrundinformationen anzuschauen, denn es ist wirklich sehr interessant. Bei Stufe 2 und 3 bin ich definitiv wieder dabei.

Luca Milan Neuhaus

V.R.

Als ich gehört habe, dass es das Tierökologie-Zertifikat gibt, war mir direkt klar, dass ich das machen möchte. Meine Hauptmotivation dahinter war natürlich, mein Wissen über die alpinen Arten zu erweitern und diese auch im Freiland erkennen zu können. 

Darüber hinaus finde ich es persönlich wichtig, diese Art von Projekte wahrzunehmen, da sie einen auch hinsichtlich der beruflichen Zukunft weiterbilden und da z.B. das Erlangen von Artenkenntnis in den Mastermodulen meist gar nicht mehr so intensiv abgedeckt wird. Dahingehend hat mir das Zertifikat sehr viel gebracht und ich bin auch sehr motiviert, die weiteren Stufen noch zu absolvieren. 

Das effektivste Lernen für mich war dabei einfach in die Natur zu gehen und die jeweiligen Tierarten zu suchen, denn das macht auch am meisten Spaß.

V.R.

Jasmin Blaas

In einem Unikurs habe ich vom Tierökologie-Zertifikat erfahren. Für mich war sofort klar: Das will ich machen! Ich bin sehr gerne und viel draußen unterwegs. Oft frage ich mich: Was ist denn das für ein Tier? Und was macht es da? Dank dem TÖZ habe ich auf viele meiner Fragen eine Antwort bekommen. 

Das Lernen hat mir richtig Spaß gemacht. Am lustigsten ist es zu zweit, wenn man sich gegenseitig Herausforderungen stellen kann. Beispielsweise zeigt man sich gegenseitig 50 Bilder und schaut, wer die meisten richtig hat. Das hat sich bei uns fast schon zu einem ‚Spiel’ entwickelt. Im Grunde ist das Lernen auf das TÖZ ähnlich wie Vokabeln lernen, nur greifbarer, denn sobald man rausgeht, kann man das neue Wissen anwenden. 

Die Geschichten zu den einzelnen Tieren haben mich teilweise sehr fasziniert. Es ist echt unglaublich, was es in der Tierwelt für Kuriositäten gibt. Diese Zusatzinformationen sind für die Prüfung zwar nicht relevant, allerdings helfen sie ungemein beim Merken. Bei Spaziergängen mit Freunden kann man dann die Geschichten zu den gesehenen Tieren erzählen – da geht der Gesprächsstoff sicherlich nicht aus! 

Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Stufe und bin sicher wieder dabei! Es ist einfach schön, wenn man weiß, was man sieht und wie hat ein schlauer Mann einmal gesagt: „Nur was man kennt, das schützt man auch!“

Jasmin Blaas

Nathalie Matzat           

Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, ob ich mir die Prüfung für das Tierökologie-Zertifikat wirklich zutraue. 250 Arten sind eine ganze Menge. Aber als ich dann in den Steckbriefen zum Beispiel Anthrenus verbasci (Wollkrautblütenkäfer) entdeckt habe, den ich schon öfter gesehen hatte, aber dem ich nie einen Namen zuordnen konnte, war mir klar, dass das eine einmalige Chance ist und hab es durchgezogen.

Also traut euch. Zu wissen, dass man 250 Arten wirklich kennt und die meisten beim Wandern, Spazieren, etc. erkennen kann ist ein wirklich cooles Gefühl und auch ein "must" wenn man sich für Tierökologie/Zoologie interessiert.<

Prof. Steiner meinte mal auf einer Exkursion, dass man im Leben um die 2000 Arten lernen und dauerhaft im Kopf behalten kann. Ich freu mich also schon auf Stufe 2 und 3 des Zertifikats um damit die ersten 750 meiner 2000 Arten zu knacken ;)

Nathalie Matzat

 

Valentin Heimer

Meine Motivation für das Tierökologie-Zertifikat war, dass ich schon immer von Natur und Tieren begeistert war, und an mich selbst als Biologiestudierenden den Anspruch habe, zumindest gewisse Grundkenntnisse von Tier- und Pflanzenarten zu besitzen. Gerade wenn man im Bereich Naturschutz oder als selbstständige*r Gutachter*in arbeiten möchte, sind Artenkenntnisse fast unerlässlich. Da mir dieser Aspekt im Studium aber leider etwas zu kurz kommt, versuche ich, alle Möglichkeiten zu nutzen, mein Wissen neben dem Studium zu erweitern. Und da ist das Tierökologie-Zertifikat eine super Möglichkeit. 

Aus dem Zertifikat habe ich vor allem zwei Dinge mitgenommen: Zum einen das Wiedererkennen von 250 Tierarten – soweit so offensichtlich. Außerdem aber auch definitiv das Kennenlernen von Arten, die mir davor komplett fremd waren und die teils eine faszinierende Ökologie besitzen. Wenn ich mich von allen Arten des Zertifikats für eine entscheiden müsste, die es mir am Meisten angetan hat, wäre es der Biber. Aber das wäre definitiv keine leichte Entscheidung. 

Jedenfalls hat es mir sehr viel Spaß gemacht, mich auf die Prüfung vorzubereiten und ich habe absolut Lust auf Stufe 2 (500 Arten) und 3 (750 Arten) (auch auf 1000 Arten, falls es das je geben sollte, auch wenn ich dann wahrscheinlich nicht mehr an der Uni bin). 

Mein Tipp für alle, die sich für das Zertifikat interessieren: Geht raus und schaut was ihr findet! Einfach nur Vokabeln lernen macht halt keinen Spaß. Und die Texte zur Ökologie durchlesen. Habe ich am Anfang auch nicht gemacht, aber es lohnt sich!

Valentin Heimer

 

Christine Schachner

Als angehende Biologielehrerin möchte ich mit meinen zukünftigen SchülerInnen im Freiland unterwegs sein und ihnen die Artenvielfalt im Wald, im Gewässer und in allen anderen Ökosystemen näherbringen. Der Grundbaustein hierfür ist eine gewisse Artenkenntnis und ein Grundverständnis der Systematik. Durch die vielseitige Gestaltung der Artenliste bekommt man meiner Meinung nach einen recht umfassenden Blick auf verschiedenste Tiergruppen – genau aus diesem Grund habe ich die Prüfung abgelegt. 

Als Lernmaterial wird ein umfassender Steckbrief mit Fotos und diversen Informationen zur Verfügung gestellt. Für die Prüfung reicht es, wenn man die Arten anhand der Fotos erkennen kann – das Lernen geht aber eindeutig leichter, wenn man die einzelnen Arten mit netten, spannenden, besonderen Zusatzinformationen verknüpft. Wenn man sich einigermaßen für die Artenvielfalt in Tirol interessiert und bereit ist dafür etwas Zeit zu investieren, kann man sich ohne Angst an die Prüfung heranwagen! 

Sicher ist, dass man beim Lernen über die enorme Vielfalt und Schönheit der Tierarten in Tirol erstaunt sein wird (wie z.B. durch die Farben und die Größe der Blaugrünen Mosaikjungfer)! Mich persönlich hat das Lernen für die Tierökologie-Zertifikat-Prüfung zudem dazu motiviert ins Freiland zu gehen und dort die Tierarten zu suchen – allein aus diesem Grund hat sich das Lernen schon gelohnt!

Christine Schachner


Daniel Linzbauer    

Eine Motivation, die Prüfung für das zoologische Zertifikat zu absolvieren, war wieder neue, mir noch nicht bekannte Tiere kennenzulernen. Meist ist es ja so, dass nach dem Kennenlernen die Sinne geschärft sind und diese Organismen (das passiert mir bei Pflanzen auch) dann plötzlich öfter angetroffen werden. Und als Biologie-Student der Uni Graz das Zertifikat zu bekommen war natürlich auch kein zu unterschätzendes Motiv. 

Wie zu erwarten, war der größte persönliche Gewinn nach der bestandenen Prüfung, der Einblick in für mich ganz oder zumindest teilweise neue Tiergruppen. 

Eine Lieblingsart hab ich nicht, aber sehr angetan haben es mir die zwei Schlupfwespenarten Rhyssa persuasoria und Agriotypus armatus sowie Xenos vesparum und der Eisvogel Alcedo atthis

Ich hab auch sehr Lust, die anderen Stufen zu absolvieren und bin auch sehr gespannt, welche Tierarten diesmal dabei sein werden. Die Auswahl ist ja selbst für 750 fast grenzenlos.

Um mich für das Zertifikat vorzubereiten, habe ich auf meine bewährte Anki-Karten Methode zurückgegriffen. Ich benutze Anki seit fast Beginn des Studiums und dieses spielerhafte Lernen ist zur Zeit für mich die Beste und schönste Art mich mit auch umfangreichen Themengebieten auseinanderzusetzen. Ein weiterer wenig überraschender Tipp ist einfach früh anzufangen und sich alles in kleinen Häppchen einzuverleiben. Vor allem, wenn man wie ich keine Vorkenntnisse in Latein hat. Einzelne Namen musste ich Buchstaben für Buchstaben auswendig lernen.    

Daniel Linzbauer

 

Katharina Stonig

Ich habe voller Faszination die „Gschichtln“, die bei jeder Art dabeistehen, gelesen und bin vor allem vom Alpensalamander, der nur zwei Junge lebendgebärt und das in hohen Lagen auch nur alle vier Jahre, extrem beeindruckt. Es gibt zu jeder der 250 Arten im Tierökologie-Zertifikat interessante Fakten zu lesen und dann vor der eigenen Haustür diese Tiere zu entdecken und auch zu erkennen, macht mir Freude.

Ich werde auch noch die weiteren Stufen machen, da ich mehr einheimische Tierarten erkennen möchte und die Steckbriefe die wichtigsten und vor allem die interessanten Informationen jeder Art schon zusammengefasst haben.

Katharina Stonig

 

 

Alexander Ulbrich

Unter vielen BiologInnen herrscht die Befürchtung, dass Freilandkenntnisse im Studium immer weiter in den Hintergrund treten. Das Tierökologiezertifikat wirkt dem entgegen. Mir hat besonders gefallen, dass es Detailwissen zu bekannten Arten wie z. B. dem Maulwurf liefert, aber auch wenig bekannte Tiere wie Fliegen und Weberknechte behandelt.  Dadurch kann wohl jeder etwas Neues daraus lernen. Ein paar der Arten, die ich erst durch das Zertifikat kennen gelernt habe, sind mir seit der Prüfung auch im Freien begegnet. Am besten gefallen hat mir aber die Waffenfliege Clitellaria ephippium mit ihrer schönen Färbung und dem rätselhaften Lebenszyklus.

Alexander Ulbrich

 
 

K.V.

Die Prüfung zum Tierökologie-Zertifikat habe ich gemacht, weil ich mich besser mit den Tieren auskennen wollte, die direkt vor der Haustür vorkommen. Schon der erste Blick auf die Steckbriefe hat gezeigt, dass ich von vielen Arten vorher noch nie etwas gehört habe. Zum Lernen hieß es dann also viele Fotos anschauen und Artnamen merken.

Damit das Tierökologie-Zertifikat aber nicht „nur“ eine weitere theoretische Prüfung wird, war es sehr hilfreich rauszugehen und draußen nach den Tieren Ausschau zu halten und sie in ihrem Lebensraum zu beobachten. Die Feststellung, dass viele der Arten wirklich gut zu finden sind, wenn man die Augen nach ihnen aufhält, war nochmal eine zusätzliche Motivation. Besonders begeistert haben mich die Platanen-Netzwanze mit ihrem gitterartig aussehendem Vorderkörper und der Eisvogel, wegen seiner auffälligen leuchtend-blauen Körperoberseite.

Jetzt nach der Prüfung macht es einfach Spaß, wenn man draußen ein Tier von den 250 Arten sieht und es tatsächlich einer Art zuordnen kann oder auch zu rätseln, um welche Art es sich handeln könnte.


K.V.

 
 

Michael Meusburger

Warum habe ich diese Prüfung abgeschlossen? Als begeisterter Biologie-Student und „Hobby-Zoologe“ bin ich selbstverständlich an allerlei Tieren interessiert. Meine Favoriten sind jedoch Vögel und Insekten, vor allem Ameisen.

Um Tiere zu beobachten und deren Verhalten zu studieren, bin ich gerne in der Natur und finde somit auch zahlreiche andere interessante Tierarten. Darum ist das Tierökologie-Zertifikat genau das richtige für mich gewesen, um meine Artenkenntnisse zu erweitern und spannende Dinge über diese zu erfahren. 

Das Zertifikat ist mit viel Liebe aufgebaut worden und super zum Lernen geeignet. Wer sich selbst prüfen möchte, kann dies bei einem online Selbsttest jederzeit und so oft er möchte machen. 

Ich persönlich bin sehr froh, diese Prüfung gemacht zu haben und werde die verdiente Urkunde mit Stolz in meinem Büro platzieren.

Michael Meusburger

 
 

Sebastian Wildauer

Bereits im Kindesalter war ich stets in der Natur auf der Suche nach allem was kreucht und fleucht und nahm die Tiere mit, um sie weiter beobachten zu können. Diese Begeisterung für Flora und Fauna ist mir bis heute geblieben. 

Die Möglichkeit, die uns mit dem Tierökologiezertifikat geboten wird, finde ich einfach großartig. Neben Lebensweise, Ernährung, Bestimmungsmerkmalen, findet man zu jeder Art tolle Gschichtln, was meiner Meinung nach eine deutliche Vereinfachung beim Wiedererkennen der Arten mit sich bringt und das Lernen sehr spannend macht. Beispielsweise das Paarungsverhalten von Limax maximus (Tigerschnegel), bei dem das Schneckenpaar sich auf eine erhöhte Position begibt, sich anschließend an einem 50 cm langen Faden abseilt und sich die Tiere freischwebend gegenseitig befruchten, finde ich persönlich sehr beeindruckend. 

Für mich gilt als Erfolgsrezept, sich die Arten nach Tiergruppen einzuteilen, um somit Unterschiede und die Bestimmungsmerkmale besser vergleichen zu können. Weiters ist die Möglichkeit sich beim Online-Test zu jeder Zeit selbst überprüfen zu können, einmalig.  

Was für mich nach bestandener Stufe 1 auf jeden Fall feststeht ist, dass ich bereits mit Vorfreude auf Stufen 2 und 3 warte und vor allem bereit bin für weitere faszinierende Gschichtln aus dem Reich der Tiere. 😉

Sebastian Wildauer

 
 

Johanna Lechleitner

Ich durfte im Sommer bei einem Forschungsprojekt im Nationalpark Berchtesgaden teilnehmen. Dort leerte ich auch Malaisfallen und Barberfallen und war oft sehr beeindruckt von den Tieren, die wir gefangen hatten, konnte sie aber leider nur selten bestimmen. Da kam das Tierökologie-Zertifikat sehr gelegen. 

Es ist wirklich beeindruckend, wenn man sagen kann, dass man 250 Tierarten erkennen und benennen kann. Ich konnte mein neu erlangtes Wissen auch schon bei diversen Wanderungen mit Freunden und Familie unter Beweis stellen, wobei alle stets begeistert waren und die Umgebung jetzt auch genauer wahrnehmen. Somit hat die Prüfung nicht nur mir geholfen, sondern auch das Interesse anderer geweckt. 

Zuerst dachte ich, dass vor allem die vielen Arten der Insekten schwierig zu lernen sind. Aber bei genauerem Hinsehen sieht man erst, wie unterschiedlich und einzigartig diese Arten sind, was das Lernen wiederum viel einfacher gestaltet. Ich interessiere mich zwar eher für die „größeren“ Tiere, vor allem Säuger und Vögel, aber durch das Zertifikat hat für mich auch das Erlernen kleinerer Tiere, wie Käfer und Schmetterlinge, einen gewissen Reiz erlangt. 

Ich freue mich schon auf die nächsten Stufen des Zertifikats, damit ich meine Artenkenntnis noch weiter aufstocken kann. Außerdem, denke ich, ist es für spätere Jobmöglichkeiten von großem Vorteil, wenn man sein Wissen auch schriftlich vorlegen kann.

Johanna Lechleitner

 
 

Mirjam Hofer

Biologin zu sein ist für mich nicht nur ein Studientitel oder eine Berufung, sondern eine Lebenseinstellung. Leben steckt nämlich überall, vom offenen Raum bis zur kleinsten Nische, in einer Vielfalt, die man nur mit den eigenen Augen erleben kann. Meinem Beweggrund für das Zertifikat liegt der Gedanken zugrunde, dass Dinge erst dann richtig geschätzt werden können, wenn man sie versteht. Die Neugierde und das Bestreben danach, zu erfahren wie viel Komplexität bei einem banalen Waldspaziergang entdeckt werden kann, sind eine große Bereicherung. 

Das Tierzertifikat ist meines Erachtens ein Stück Allgemeinbildung, das für alle Altersgruppen zu empfehlen ist. Meine Lieblingsart vom Zertifikat ist das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus), der kleinste Vogel Europas, der so hoch singen kann, dass er für einige Menschen nicht einmal hörbar ist.

Mirjam Hofer

 
 

Valentina Corieri

Meine Motivation, die Zertifikatsprüfung in Tierökologie abzulegen, resultiert aus meinem starken Interesse an der Natur. Für mich bedeutet der Erhalt des Zertifikats, dieser Welt näher zu kommen und sie besser kennen zu lernen. Es war wirklich interessant, die 250 Arten zu entdecken. Viele Tiere waren mir völlig neu, und sie Step by Step kennen zu lernen, hat meine Neugierde geweckt. Ich werde die Tiere auf jeden Fall mit anderen Augen sehen und versuchen, sie bei meinen Ausflügen in den Bergen zu erkennen. 

Nach dieser Erfahrung möchte ich auch die Stufen 2 und 3 ausprobieren, um neue Tiere zu entdecken. 

Ich empfehle allen, die sich fragen, ob sie das Zertifikat ausprobieren sollen, es auf jeden Fall zu tun, denn es lohnt sich. Und "it does not hurt to try!" 

Viel Glück an alle.

Valentina Corieri

 
 

Lukas Theil

Im meinem Studium, Biologie & Umweltkunde an der Universität Wien, ist mir die Zoologie etwas zu kurz gekommen, wodurch das Tierökologie-Zertifikat die perfekte Gelegenheit war, diesen Mangel etwas auszugleichen. 

Auch ist es als angehender Biologielehrer wichtig, mit den SchülerInnen im Freiland unterwegs zu sein und auch die eine oder andere Art bestimmen zu können. Wenn man zu der bestimmten Art dann auch noch eines der tollen Gschichtln erzählen kann, weckt das bestimmt Interesse! 

Am meisten hat es mir wohl die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) angetan, welche mir komischerweise während des Lernens für die TÖZ-Prüfung begegnet ist. Früher hätte ich diese Art nie einfach so bestimmen können, doch dieses Mal reichte ein kurzer Blick auf das Hinterleibsende der Biene. 

250 Arten hören sich vielleicht etwas viel an, doch lassen sie sich mit den zur Verfügung gestellten Tools (Steckbriefe, Anki, Online-Überprüfung) leicht bewältigen. 

Tipp: Oftmals kann man sich die Namen sehr gut aus den Gschichtln der jeweiligen Art ableiten! 

Meinen größten Gewinn sehe ich in der neu entfachten Begeisterung für die Zoologie und in der Lust auf mehr! Ich freue mich daher schon auf Stufe 2 des Tierökologie-Zertifikats!

Lukas Theil

 
 

Tom Fischbach

Als Biologiestudent und Naturinteressierter bin ich häufig im Freien unterwegs. Sehr häufig entdeckte ich dabei schon verschiedenste Tiere, die ich jedoch nur selten genau identifizieren konnte. Also sah ich das Tierökologie-Zertifikat der Uni Innsbruck als perfekte Möglichkeit, die heimischen Tiere näher kennenzulernen und auf meinen Wanderungen im Freien bestimmen zu können. 

Durch das derzeitige Lernangebot, in dem zusätzlich viele spannende Details zu den Tieren enthalten sind, fiel mir das mit ausreichend Zeit auch nicht schwer. In kleinen Schritten und mit viiieeelen Karteikärtchen sind 250 Arten auch nicht mehr ganz so viel, aber trotzdem genug, um beispielsweise auf Spaziergängen das ein oder andere Tierchen wiederzuerkennen (und eventuell mit seinem Wissen etwas angeben zu können).

Doch auch für das Studium und die zukünftige Karriere ist eine solche Artenkenntnis durchaus von Nutzen und teilweise sicher auch notwendig. Umso wichtiger ist es, dass man seine Artenkenntnis steigert. Auch deshalb warte ich gespannt und motiviert auf die nächsten Stufen (500 & 750 Arten)!

Tom Fischbach

 
 
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