„Veränderung beginnt mit Wissen!“ Mit diesem Statement eröffnete Asmaa El Maaroufi (Professur für Islamische Philosophie mit dem Schwerpunkt islamische Ethik an der Universität Münster) den von ihr und Claudia Gärtner (Professur für Praktische Theologie, Technische Universität Dortmund) inhaltlich getragenen zweiten interreligiösen ZIRS-Gesprächsabend des heurigen Sommersemesters. Aus muslimisch-christlicher Perspektive präsentierten die beiden Forscherinnen unter der Moderation von Sigrid Moser ihre Überlegungen zum Thema „Religion, Verantwortung und Nachhaltigkeit im Zeitalter der Klimakrise“.
Während El Maaroufi eine islamisch-philosophische Perspektive einnahm und in ihrem Input die These, die Klimakrise sei nicht nur eine Krise des Wissens, sondern insbesondere eine Krise der Beziehung zur Welt, stark machte und dabei auch auf aktuelle Herausforderungen Islamischer Umweltethik rekurrierte, stellte Gärtner eine christlich-empirische, religionspädagogisch-kritische Position vor. Hierbei skizzierte sie unter anderem, dass christliche Religiosität sich nicht auf das jeweilige Klimabewusstsein niederschlägt und plädierte resümierend für eine hoffnungsvolle religiöse Bildung für nachhaltige Entwicklung, die sich etwa durch kleine Hoffnungsmomente im Alltagshandeln niederschwellig und flächendeckend umsetzen ließe.
In beiden Vorträgen und dem anschließenden Austausch zeigte sich, dass das Thema des Gesprächsabends alles andere als ein „Randthema der Theologie“ ist, sondern mehr denn je zentrale interreligiös-theologische Aspekte und Inhalte adressiert. Interessierte können den Online-Gesprächsabend hier nachhören.
