Sprachlernpartnerschaft
Lernen Sie gemeinsam mit einer Sprachlernpartnerin oder einem Sprachlernpartner, verbessern Sie Ihre Sprachkenntnisse praxisnah. Gleichzeitig erhalten Sie spannende Einblicke in eine andere Kultur.
So funktioniert die Sprachlernpartnerschaft im Detail
Gegenseitigkeit
Sie teilen Ihre Zeit fair auf:
- Eine Hälfte des Treffens gehört Ihrer Zielsprache,
- die andere Hälfte der Sprache Ihres Gegenübers
So profitieren beide gleichermaßen voneinander und unterstützen sich aktiv beim Erreichen ihrer Lernziele.
Selbstständiges Lernen
Sie gestalten Ihre Sprachlernpartnerschaft selbst. Sie bestimmen...
- die Inhalte
- den Lernort
- das Lerntempo
Ihr Lernpartner/ Ihre Lernpartnerin unterstützt Sie dabei, Ihre individuellen Ziele zu erreichen.
Beim ersten Treffen lernen Sie sich kennen und legen gemeinsam die Rahmenbedingungen fest:
Wie oft und wie lange treffen Sie sich?
Unsere Empfehlung:
- mindestens 1× pro Woche
- mindestens 45 Minuten pro Sprache
- über die Dauer eines Semesters
Wichtig: Planen Sie gleich viel Zeit für beide Sprachen ein.
Wo finden die Treffen statt?
Sie entscheiden gemeinsam:
- online oder
- persönlich an einem Ort, an dem Sie konzentriert arbeiten können (z.B. in der Mensa außerhalb der Essenszeiten)
Während der Lernphase gilt:
- Sie sprechen in der Fremdsprache.
- Ihr Gegenüber spricht in der Muttersprache.
Sie bestimmen:
- Ihre Lernziele
- die Lerninhalte
- die Methoden
Typische Fragen zur Orientierung:
- Wofür brauche ich die Sprache (Studium, Beruf, Reise)?
- Was möchte ich verbessern (Sprechen, Schreiben, Hören, Lesen)?
- Was ist mein konkretes Ziel? (z.B. Verbessern der mündlichen Kompetenz, etwa für einen Auslandsaufenthalt)?
Für effektive Treffen empfehlen wir:
- Planen Sie die Inhalte im Voraus.
- Notieren Sie Fragen.
- Bringen Sie Materialien mit (z.B. Artikel, Videos, Übungen, Gesprächsideen)
So bleiben Sie motiviert:
- Halten Sie Ihre Lernziele schriftlich fest.
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Fortschritt. Nutzen Sie Sie z. B. Checklisten (z. B. Europäisches Sprachenportfolio) oder ein Lerntagebuch.
Wenn Sie Ihrem Gegenüber helfen:
- Orientieren Sie sich an dessen Lernzielen.
- Unterstützen Sie aktiv durch:
- Erklärungen zu Wortschatz und Grammatik
- Feedback zu gesprochenen oder geschriebenen Texten
- Fragen zum Üben
- Einblicke in Ihre Kultur
In Ihrer Rolle als unterstützende Person ist eine Vorbereitung nicht zwingend notwendig. Sie können aber gerne eigene Materialien einbringen.
Wie Sie mit Fehlern umgehen, entscheiden Sie gemeinsam. Bewährt haben sich z. B.:
- direktes Korrigieren während des Gesprächs
- Sammeln und Besprechen der Fehler am Ende
- indirekte Korrektur durch korrektes Wiederholen