Buchvorstellung: The Routledge International Handbook of the Histories of Sociology
Das Routledge International Handbook of the Histories of Sociology versteht Fachgeschichte als plural, umkämpft und global verflochten. Der Band versammelt internationale Beiträge und verhandelt feministische und postkoloniale Ansätze der Soziologiegeschichtsschreibung – im Sinne einer Verschiebung „from canon to connection“.
Der Vortrag stellt das im Herbst erscheinende Routledge International Handbook of the Histories of Sociology vor (herausgegeben von Andrea Ploder, Nicole Holzhauser und Stephan Moebius) und gibt Einblicke in die konzeptionelle Stoßrichtung, die Entstehung sowie ausgewählte Beiträge des Bandes. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass es nicht die eine 'Geschichte der Soziologie' gibt, sondern eine Vielzahl von Geschichten, die aus unterschiedlichen Perspektiven, in verschiedenen regionalen Kontexten und unter spezifischen Machtverhältnissen geschrieben und umgeschrieben werden. Im ersten Teil werden die zentralen Interventionen des Bandes erläutert: die Kritik kanonischer Erzählungen, die Verbindung feministischer und postkolonialer Ansätze sowie die Verschiebung „from canon to connection“, die Fachgeschichte als relationale Praxis begreift. Zugleich werden Einblicke in den Herausgabeprozess und die damit verbundenen konzeptionellen und praktischen Herausforderungen gegeben. Der zweite Teil bietet einen kommentierten Überblick über die Beiträge des Bandes. Die Kapitel werden knapp eingeordnet und in ihrer jeweiligen Perspektive auf die Geschichte der Soziologie vorgestellt. Abschließend werden ausgewählte Beiträge exemplarisch diskutiert.
Vortragende: Ass.-Prof. Mag. Dr. Andrea Ploder, MA
Datum und Uhrzeit: 29.04.2026, 09.00-10.30 Uhr
Ort: Besprechungszimmer Soziologie
SoWi, 2. Stock, Raum w.2.04
