Online-Spiel macht Unterschiede in der Langzeitpflege sichtbar

Wer Verantwortung für Pflege übernimmt, hängt stark davon ab, in welchem Land man lebt. Genau diese Frage stand im Mittelpunkt eines interaktiven Lege-Spiels, das das Team des LeTs-Care-Projekts bei der Langen Nacht der Forschung an der Universität Innsbruck präsentierte.

Besucher aller Altersgruppen waren eingeladen, verschiedene alltägliche Pflegeaufgaben den Personen oder Institutionen zuzuordnen, die ihrer Meinung nach dafür verantwortlich sind. Anschließend wurden die Zuordnungen mit den tatsächlichen Regelungen in unterschiedlichen europäischen Ländern verglichen. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich Langzeitpflege innerhalb Europas organisiert ist.

Gemeinsam mit Andrea Foà haben Lisa Waldenburger, Emma Teubert, Charline Bohm und Bernhard Weicht das Spiel nun als digitale Anwendung weiterentwickelt. Nutzer wählen fünf Pflegeaufgaben aus, ordnen diese verschiedenen Akteur zu und erhalten anschließend Einblicke in die Verteilung von Pflegeverantwortlichkeiten in sieben europäischen Ländern.

Das (englische) Online-Spiel bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu zentralen Fragen der Langzeitpflege und zeigt, wie stark politische, gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen Pflegearrangements prägen.

Zum Spiel

Das Spiel entstand im Rahmen des LeTs-Care-Projekts, eines von der EU im Horizon-Programm geförderten Forschungsprojekts zur Untersuchung von Langzeitpflege in Europa. Das Projekt wird von der Università Ca' Foscari Venezia koordiniert und gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Amsterdam, Roskilde, Vilnius, Madrid und Porto durchgeführt.

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