Inwieweit beeinflusst Digitalität Bildungsprozesse, insbesondere im Bereich der Entwicklung von Lehrpersonen? Lässt sich vor diesem Hintergrund Bildung überhaupt noch verantwortungsvoll gestalten? Wie lassen sich technologische Entwicklungen, etwa im Bereich Künstlicher Intelligenzen oder Virtueller Realitäten, in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer:innen implementieren?
Die am 25. und 26. Februar 2026 an der JKU Linz stattgefundene Tagung „Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter“ – kurz LELEDIZ – widmete sich diesen Fragestellungen. Veranstaltet von den Sektionen Medienpädagogik und LehrerInnenbildung und -bildungsforschung der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen kamen rund 80 Wissenschaftler:innen aus dem bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Bereich zusammen, um sich eineinhalb Tage lang mit dem Tagungsthema auseinanderzusetzen.
Diese Gelegenheit nutzte auch Johannes Härting. Angelehnt an sein Dissertationsprojekt hielt er in Linz einen Einzelvortrag mit dem Titel „Viraler Zeitvertreib oder Lehrer:innenbildung 2.0? Eine explorative Analyse von Memes im #instalehrerzimmer“. In seinem Vortrag diskutierte er die Frage, ob mit Memes im #instalehrerzimmer ein Professionalisierungsprozess für Lehrer:innen initiiert werden kann. Dabei zeigt Härting auf, dass die mit dem Hashtag verbundenen Beispiele nur dann zu einer Professionalisierung beitragen, wenn sie im Sinne einer kritisch-aufgeklärten, an den Subjekten orientierten Mediennutzung rezipiert werden.
(Red.)
