25. 6. 2025
16.45 - 18.15
Seminarraum VI (Theologie) | Karl-Rahner-Platz 3, 1. Stock
Populismus, Lüge, systematische Desinformation und das Säen von Misstrauen und Hass bedrohen derzeit weltweit die Errungenschaften und Prinzipien liberaler Demokratie. Öffentliche Diskurslandschaften werden von Verschwörungstheorien, dem Verbreiten von Fake-News und Bullshit und anderen Manifestationen einer sogenannten „Post-Truth-Kultur“ großflächig kontaminiert. Wichtige Aspekte dieser Entwicklungen, so meine These, lassen sich als das Wirken von Akteuren beschreiben, die ich „falsche Autoritäten“ nenne: Pseudoexperten, intellektuelle Quacksalber, fachliche Hochstapler und epistemische Scharlatane treiben ihre Anhänger:innen in die Abgründe wirrer und verirrter Weltbilder. Der Vortrag entwickelt eine Taxonomie solch falscher Autoritäten, zeigt, woran man sie erkennen kann und diskutiert einschlägige Beispiele.
Christoph Jäger studierte Philosophie in Münster, Hamburg und Oxford. Bevor er als Universitätsprofessor ans Institut für Christliche Philosophie nach Innsbruck kam, lehrte er als Universitäts-Assistent an der Universität Leipzig, als Lecturer am Department of Philosophy der Universität Aberdeen und als Gastprofessor an der Georgetown University, Washington, und der St. Louis University. 2022-2024 war er Guardini-Gastprofessor für Religionsphilosophie und Theologische Ideengeschichte an der Humboldt Universität, Berlin. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Soziale Erkenntnistheorie, die Religionsphilosophie und die Theorie der Emotionen.
