Neben Federica Malfatti wurden die Pharmazeutin Monika Cziferszky vom Arbeitsbereich für Pharmazeutische Chemie und der Germanist Thomas Wegmann vom Institut für Germanistik mit dem Forschungspreis ausgezeichnet. Zur Auszeichnung von hervorragender, aktueller wissenschaftlicher Leistung an der Universität Innsbruck schreibt der Vizerektor für Forschung im Namen der Stiftung Südtiroler Sparkasse jährlich die „Forschungspreise der Stiftung Südtiroler Sparkasse an der Universität Innsbruck" aus. Am 2. März 2026 wurden die Preisträger:innen in einem Festakt geehrt.
Federica Malfatti wurde für ihre Monographie "The Social Fabric of Understanding" ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr erschienen ist. Im Fokus der Monographie steht das menschliche Verständnis der Welt. Warum aber auf Verstehen oder Verständnis sich einschränken? Weil Verstehen für Erkenntnissubjekte extrem wichtig ist. Eine Welt, die Menschen gut oder tief verstehen, ist eine Welt, mit der sie gut umgehen können: Es ist eine Welt, die sie in gewissem Maße im Griff haben - in der sie Ereignisse gut oder adäquat erklären können; in der sie voraussehen können, was passieren wird; in der sie teilweise bestimmen oder zumindest beeinflussen können, was passieren wird. In einer Welt, die Menschen gut oder tief verstehen, sind sie dann wirklich Akteure und nicht Opfer der Umstände. Der Weg zum Verständnis wird natürlich nicht alleine beschritten. Menschen gehen den Weg mit anderen. Gemeinsam mit anderen verstehen sie mehr, als sie alleine verstehen würden. Sehr oft verstehen sie Aspekte der Welt und sehen die Dinge klar – nicht sozusagen auf eigene Faust; sondern, weil ihnen jemand anderer etwas beigebracht hat, sie aufgeklärt hat, seine oder ihre Perspektive geteilt hat oder das Umfeld so gestaltet hat, dass die Versuche, die Welt zu verstehen, Erfolg hatten. Die Monographie ist ein Beitrag, die unterschiedlichen Arten und Weisen zu untersuchen, wie Erkenntnissubjekte auf dem Weg zum Verständnis voneinander abhängen.


