Riesenberg T.P., Dadras A., Darienko T., Post S., Herrfurth C., Fürst-Jansen J.M.R., Hohnhorst N., Petroll R., Rensing S.A., Pröschold T., de Vries S., Irisarri I., Feussner I., de Vries J. (2025). Time-resolved oxidative signal convergence across the algae-embryophyte divide, Nature communications 16: 1780 https://doi.org/10.1038/s41467-025-56939-y
Neue Studie enthüllt evolutionäre Ursprünge pflanzlicher Stressantworten
Ein internationales Forscher:innenteam unter Mitarbeit des Forschungsinstituts für Limnologie, Mondsee, der Universität Innsbruck, hat in der Fachzeitschrift Nature Communications eine Studie veröffentlicht, die die evolutionären Ursprünge von Stressantworten bei Pflanzen beleuchtet. Die Untersuchung zeigt, dass bereits vor dem Landgang der Pflanzen vor etwa 600 Millionen Jahren bestimmte Signalwege existierten, die es Pflanzen ermöglichten, auf Umweltstressoren wie Licht- und Temperaturschwankungen zu reagieren. Die Wissenschaftler:innen konnten Schlüsselkomponenten in Algen und frühen Landpflanzen identifizieren, die als Knotenpunkte in Stressreaktionsnetzwerken fungieren. Diese Knotenpunkte, darunter Ethylen-Signalwege und wichtige Kinasen, integrierten bereits damals verschiedene Umweltreize und legten den Grundstein für die heutigen komplexen Stressantworten der Pflanzen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Fähigkeit von Pflanzen, auf wechselnde Umweltbedingungen zu reagieren, tief in ihrer evolutionären Geschichte verwurzelt ist. Dieses Verständnis kann dazu beitragen, moderne Pflanzen widerstandsfähiger gegenüber Umweltstressoren zu machen.
Die Studie ist als Open Access Publikation verfügbar und wurde aus Mitteln des EU Programms Horizon 2020 und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.