Work­place Lear­ning im Jobs­ha­ring von Füh­rungs­kräf­ten

Das Dissertationsprojekt untersucht im Rahmen einer explorativen Fallstudie, wie Führungskräfte im Setting des Jobsharings Lernprozesse am Arbeitsplatz in ihrer Zusammenarbeit als Tandem gestalten und welche individuellen sowie organisationalen Faktoren diese Lernprozesse beeinflussen.

Die steigende Nachfrage von Führungskräften nach Arbeitszeitverkürzung und einer ausgewogenen Work-Life-Balance stellt Unternehmen vor die Herausforderung, agile Arbeitszeitmodelle anzubieten. Jobsharing bietet eine Möglichkeit, karriereorientierte und professionelle Positionen neu zu strukturieren, indem die Aufgaben und Pflichten einer Vollzeitstelle auf zwei oder mehr Arbeitnehmer:innen aufgeteilt werden. Jobsharing kann als Arbeitsplatzarrangement betrachtet werden, welches ein Lernen im (Zweier-)Kollektiv besonders fördert. Auch im Forschungsfeld der informellen Kompetenzaneignung am Arbeitsplatz gewinnen kollektive Lernsettings vermehrt an Aufmerksamkeit. In wissenschaftlichen Forschungsarbeiten und Publikationen wurden bereits vorhandene Synergieeffekte des workplace learnings von Jobsharing-Tandems auf Führungsebene durch Kollaboration am Arbeitsplatz erkannt.
Es liegen jedoch nur begrenzte Erkenntnisse darüber vor, inwiefern sich Jobsharing auf berufliche Lernprozesse der Beteiligten am Arbeitsplatz auswirkt. Obwohl bereits existierende Publikationen die Relevanz der informellen Kompetenzentwicklung im Jobsharing betonen, bestehen weiterhin Forschungslücken hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung und Dynamik von Workplace-Learning-Prozessen im Jobsharing auf Führungsebene.
Die vorliegende Dissertation untersucht im Rahmen einer explorativen Fallstudie sowohl die individuellen Lernprozesse im Kollektiv des Jobsharing-Tandems auf Führungsebene als auch den kollektiven Lernprozess im Jobsharing.

Sarah Stegmann

Sarah Stegmann, PhD Studentin und HR Managerin

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