Cur­ri­cu­lare Inter­pre­ta­ti­ons­leis­tung von kauf­män­ni­schen Berufs­schul­lehr­kräf­ten im Kon­text digi­ta­ler Trans­for­ma­tion

Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, die Mechanismen zu rekonstruieren, nach denen Lehrkräfte curriculare Vorgaben in zeitgemäße, transformationsbezogene Unterrichtspraktiken übersetzen.

Obwohl digitale Transformation die Berufsbildung verändert und Curricula sowie Digitalisierungsdiskurse breit verhandelt werden, ist empirisch bislang nur unzureichend geklärt, wie kaufmännische Berufsschullehrkräfte diese Veränderungen curricular interpretieren und welche Deutungsmuster ihre produktive Lehrplanrezeption steuern.

Die Dissertation untersucht daher, wie Lehrkräfte an österreichischen kaufmännischen Berufsschulen Lehrpläne im Lichte digitaler Transformation interpretieren, adaptieren oder kritisch reflektieren. Theoretisch ist das Projekt im Spannungsfeld von Curriculumtheorie (insbesondere der produktiven Lehrplanrezeption nach Sloane) und innovativem Arbeitsverhalten verortet, das als analytische Perspektive die Übersetzung curricularer Vorgaben in transformationsbezogene Unterrichtspraktiken erschließt. Ziel ist es, Mechanismen curricularer Interpretationsleistung unter Bedingungen dynamischen technologischen Wandels empirisch zu rekonstruieren und damit curriculumtheoretische Konzepte für „VET 4.0“ weiterzuentwickeln.

Patrick Pallhuber

Mag. (FH) Patrick Pallhuber, MA Lehrender an der Pädagogischen Hochschule Tirol im Institut für Berufspädagogik

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