Universität Innsbruck Hauptgebäude

Gewalt

Praktiken – Strukturen – Konjunkturen

31. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde (ögekw)
17.-19. September 2026, Innsbruck

13:00 Uhr: Ankunft

13:15 – 13:45 Uhr: Grußworte
Rektorat der Universität Innsbruck

Dekanin Brigitte Truschnegg, Philosophisch-Historische Fakultät
Silke Meyer und Konrad Kuhn, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft
Anna Engl, stv. Vorsitzende Österreichische Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde

13:45 – 14:15 Uhr: Marion Näser-Lather: Einführungsvortrag

14:15 – 15:45 Uhr:

Panel 1: Krieg und Militär

Stephanie Schmidt (Hamburg): Feeling the Battlefield. Intuition und Gewalt im militärischen Einsatz

Colin Kaggl (Berlin): „Denk an dein Kind“ – Kuratierte Gewalt in einem eigen-sinnigen Wehrmachtsfotoalbum

Birgit Johler (Wien): „In Reih und Glied“ oder wie Kriegsgerät ausstellen? Kuratorische Praktiken im Heeresgeschichtlichen Museum Wien

Panel 2: Urbane Gewalträume

Leonie Müller (Saarland): Vergeschlechtlichte Raumpraktiken. Alltagsgewalt und feministische Stadtethnografie am Beispiel von Frankfurt am Main nach 1945

Manuel Bolz (Göttingen): Raumgewalt - Gewaltraum: Ethnografische Perspektiven auf Gender und Macht im Vergnügungsviertel Hamburg St. Pauli nach dem Zweiten Weltkrieg

Simone Egger (Saarbrücken): Violent City. Stadt als Schauplatz und Gewaltraum am Beispiel von München seit 1945

Johannes Kröger (Klagenfurt): Unter Druck: Wasser, Gewalt und urbane Klimagerechtigkeit

Panel 3: Diskursivierungen von Verletzlichkeit

Sabine Eggmann (Zürich): Von epistemischer und systemischer Gewalt: Volksmusik und Verdingkinder in der Schweiz

Merve Eryoldas, Carolin Neubert (Göttingen): „Ich dachte, es wird auch nur ums Kind gehen.“ Wie in sprachlichen Darstellungsstrategien von Gewaltbetroffenen Kinderschutz-Diskurse sichtbar werden

Chiara-Marie Hauser (Wien): Der verletzte Körper vor Gericht. Sexuelle Gewalt gegen Kinder in der Frühen Neuzeit

15:45 – 16:30 Uhr: Kaffeepause

17:00 – 18:00 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Ausstellung „Orange the Stuben“ (in Gruppen) im Tiroler Volkskunstmuseum (Leitung durch Nadja Neuner-Schatz)

18:00 – 18:10 Uhr: Grußworte Anton Mattle, Landeshauptmann Tirol (angefragt)

18:00 – 19:00 Uhr: Silke Göttsch (Kiel): Historische Perspektiven auf Gewalt oder: Gibt es einen „Prozess der Zivilisation“? (Ort tbd: TVKM oder „Madonnensaal“)

ab 19:00 Uhr: Kleiner Empfang im Tiroler Volkskunstmuseum

09:30 – 10:30 Uhr: Katharina Eisch-Angus (Graz): Wiederkehr der Kriege – zur Ethnografie europäischer Gewaltgedächtnisse vom Kalten Krieg zum Krisenalltag

10:30 – 11:00 Uhr: Kaffeepause

11:00 – 12:30 Uhr:

Panel 4: Gewaltpraktiken in der Stadt

Janine Schemmer (Wien): Grenzziehungen in lokalpolitischen Diskursen und Praktiken - Die Werftstadt Monfalcone als soziales Labor

Manfred Seifert (Marburg): Gewaltpraktiken gegen Obdachlose

Catherine Whittaker (Frankfurt a. M.): Bewaffnete Widerständigkeit. Bürgerrechte, Männlichkeit und Erinnerungspolitik in San Diego

Nadine Thaler (Klagenfurt): Ästhetiken der Ausgrenzung? Stadt, Ordnung und die Taube

Panel 5: Gewalt sammeln, ausstellen, deuten

Magdalena Puchberger (Wien): Von Besen bis Bunker, von Andachtsbild bis Auslassung: Gewalt und Museum

Thomas Edelmann (Wien): Zu den Sachen selbst – Die neue Dauerausstellung im Heeresgeschichtlichen Museum. Eine phänomenologische Betrachtung

Hanna Wäger (Innsbruck): Gesammelte Spiegelbilder: Ein Werkstattgespräch zu epistemischer Gewalt in der musealen Sammlungsarbeit

Panel 6: Vergeschlechtlichte Gewalt

Helen Ahner (Wien): „Aber, meine Damen!“ – Verhandlungen von Gewalt, Geschlecht und Gefühlen im Sport

Alexandra Regiert (Regensburg): Dissonante Sphären des Privaten: Konfliktlinien von Intimität, Macht und Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen (1945–1999)

Laura Volgger (Innsbruck): Gewalt als Bedingungsgefüge. Zur Verschränkung von Struktur, Wissen und Erfahrung

12:30 – 13:30 Uhr: Mittagspause (Selbstzahler:innen) in der Unilounge

13:30 – 15:00 Uhr:

Panel 7: Verhältnisse von Nähe und Gewalt

Peter Hörz (Graz): Good Night Gay Pride? Zwischen Sichtbarkeit und Unsicherheit: Reaktionen aus der Community auf LGBTIQ*-feindliche Gewalt

Marika Pierdicca, Reinhard Bodner (Klagenfurt): Gewalt als “Tradition” vs. Krampus(Unter)Laufen? (Un-)Möglichkeiten einer kritischen public anthropology

Sascha Sistenich (Bonn): Resisting Violence through Care - Queere Safer Spaces als präfigurative Praktiken fürsorglich-solidarischen Zusammenlebens

Panel 8: Mediale Verhandlungen von Gewalt

Gina Dellagiacoma (Zürich): «Während der Produktion habe ich gelebt, bei Vorführungen mich ver-lebt». Feministisch-filmische Auseinandersetzungen mit Gewalt

Bernhard Fuchs (Wien): Obsessives Fandom als filmischer Mythos

Olga Reznikova (Zürich): „Es gibt viele Arten zu töten“: Racket- oder Klassenkampfbegriff zur Analyse der Genese des russischen Faschismus?

15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause / Stadtspaziergang

15:30 – 17:00 Uhr:

Panel 9: Gewaltvolle Institutionen

Jan Beek (Mainz): Gewaltkontrolle und Gewaltförderung bei deutscher Polizeiarbeit

Anna Domdey (Erfurt): Sprachlos lesbisch. Epistemische Gewalt in der DDR-Psychiatrie

Ruslan Mitrovanov (München): The Invisible Cure: Warm Compresses and Psychiatric Abuse in the Era of Non-Restraint (1880–1900s)

Franziska Jutta Völlner (Innsbruck): „…härter und konsequenter…“ Gewalt im Kontext des österreichischen Rückkehrregimes

Panel 10: Filmscreening

17:00 – 19:00 Uhr: ögekw- Generalversammlung

19:00 (oder 19:30) Uhr: gemeinsames Abendessen (Sektempfang + Lounge)

09:30 – 10:30 Uhr: Ute Holfelder (Klagenfurt): „Macht mir dieses Land wieder deutsch.“ Von der Gewalt des Wissens zur Gewalt des Krieges

10:30 – 11:00 Uhr: Kaffeepause

11:00 – 12:30 Uhr:

Panel 11: Digitale Ausdrucksformen von Gewalt

Foelke Bockelmann (Innsbruck): Geschlechterspezifische Gewalt in Internet-Memes

Laila Gutknecht (Zürich): Digitale Zeug:innenschaft, privatisierte humanitäre Hilfe und Gewaltrezeption auf Social Media im Kontext von Gaza (Palästina)

Sebastian Döpp (Bochum): Hitler, Hass und Memes – Nationalsozialistische Bildsprache auf dem Imageboard 4chan

Panel 12: Gewalt, Gedächtnis und Identität

Nicolas Stojek (Wuppertal): Die Vergangenheit ist ein Heimatland – Identitätskonstruktion einer virtuellen Terrorkultur

Medina Velić (Graz): (Post)genozidale Gewaltgedächtnisse und die epistemische Fragilität des Feldes

Liv Ohlsen, Lisa Nachbaur (Innsbruck): Soziale Schattenspiele: (Un)Sichtbarkeiten im Dorfgeflecht

Panel 13: Machtvolle Denk- und Wissenssysteme

Nadine Wagener-Böck (Kiel): Über Drinnen und Draußen. Überlegungen zu Schule, Disziplin und Nachhaltigkeit

Roland Wolfgang Peball (Klagenfurt): Das Problem „Mensch“ lösen: Technokratischer Solutionismus, Ideologie und epistemische Gewalt im KI-Diskurs

Sephir Arden (Innsbruck): Denkweisen sexistischer Gewalt als Modus der Privilegierung? Denkstiltheoretische Überlegungen zur Tatsache sexistische Gewalt als Stabilisierung hybrid-hegemonialer Männlichkeit

Aurelia Wolf (Klagenfurt): Wen kümmert’s? Reproduktion von Gewaltverhältnissen am Beispiel urbaner Hitze in Klagenfurt

12:30 – 13:00 Uhr: Round-up und Tagungsende

13:00 – 14:00 Uhr: Mittagsverpflegung (Self-Catering)

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