Textilchemie und Textilphysik

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Univ.-Prof. Dr. Tung Pham

Dr. Noemi Aguilo-Aguayo

assoz. Prof. Dr. Avinash P. Manian

Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik
Höchsterstraße 73
6850 Dornbirn
 +43 (5572) 28533


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Das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik konzentriert sich auf die Förderung der Grundlagenforschung und Technologieentwicklung in den Bereichen Faserchemie, Polymere, Farbstoffe und neuartigen Materialien. Zu den Schwerpunkten zählen die Modifizierung, Charakterisierung und Anwendung von Faser- und Textilmaterialien. Das Institut beherbergt ein EU-Zentrum für Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technology Center) sowie die Core Facility für Grenzflächen in Hybridsystemen. Unsere aktuelle Forschung umfasst Hybridstrukturen und Grenzflächen, Energiespeicherung, funktionelle Textilien, biobasierte Materialien und Nachhaltigkeit. Wir arbeiten mit nationalen und internationalen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zusammen, um neue Technologien und Anwendungen für Fasern und Textilien zu erforschen.

Unser Ziel ist es, das Verständnis der Wechselwirkungen in hybriden Systemen zu vertiefen und effiziente textile Hybridstrukturen zu entwickeln. Dies umfasst die Funktionalisierung von Fasern und die Aktivierung von Oberflächen zur Verbesserung der Grenzflächenhaftung, wobei sich die Untersuchungen auf reaktionsausgelöste Diffusion und Absorption an der Phasengrenze in heterogenen Systemen konzentrieren. Zu den potenziellen Anwendungen zählen salzfreie Färbeverfahren sowie stark quellende, hochabsorbierende Materialien.

Der Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf der Entwicklung effizienter 3D-Textilelektroden und der Integration leitfähiger Strukturen und Sensoren in Textilien. Wir untersuchen textilbasierte 3D-Strukturen als Elektroden, um die Leistung in elektrochemischen Energiespeichersystemen, darunter Metallionen-Batterien und Redox-Flow-Batterien, sowie bei der Wasserstoffproduktion zu verbessern. Darüber hinaus entwickeln wir Methoden zur Herstellung leitfähiger Beschichtungen auf Textilien, wie beispielsweise die stromlose Metallisierung und die in-situ Polymerisation von leitfähigen Polymeren. Diese leitfähigen Strukturen finden breite Anwendung, von medizinischen Sensoren bis hin zu persönlicher Schutzausrüstung und darüber hinaus.

Wir legen den Schwerpunkt auf nachhaltige Textilien, einschließlich biobasierter Fasermaterialien und der Verwertung von Textilabfällen zu Sekundärrohstoffen. Die Projekte zielen darauf ab, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe wie Hanf- und Flachsfasern durch gezielte Delignifizierung auszuweiten oder die Verwertbarkeit von Zellulosefasern durch Derivatisierung zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Technologien zur Trennung und Rückgewinnung von Fasern und Polymeren aus gebrauchten Textilien, beispielsweise durch die Extraktion von elastischem Polyurethan (Elastan) aus Polyamid- oder Polyestermischungen. Dadurch können Alttextilien als wertvolle sekundäre Rohstoffe wieder in den Faser-zu-Faser-Kreislauf zurückgeführt werden.

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