Einladung

Ingeborg Bachmann: Liebeslinien. Literaturbeziehungen in Prosa, Vers und Brief

Gastvortrag von Prof. Dr. Alexander Honold (Universität Basel)

Montag, den 8. Juni 2026

15:30 Uhr

Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Josef-Hirn-Str. 5-7, 10. Stock

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Portraitbilde Honold

Prof. Dr. Alexander Honold (Universität Basel)

Ingeborg Bachmann: Liebeslinien. Literaturbeziehungen in Prosa, Vers und Brief

«Schreiben in Beziehung» – so ließe sich Ingeborg Bachmanns Werk überschreiben. Denn ihre großen Liebesbeziehungen zu Paul Celan und Max Frisch sind auch literarische Verbindungen, in denen sich eigene Texte und diejenigen Celans und Frischs in einem beständigen Dialog entfalteten. So erweisen sich die bislang vorwiegend in biographischer Perspektive betrachteten Partnerschaften und Liebesbeziehungen Bachmanns nun als Konstellationen von hoher zeitgeschichtlicher Relevanz und ästhetischer Innovationskraft. Wenn in den 1950er und 1960er Jahren Traditionen und Formzwänge erstmals aufgesprengt wurden, so haben die Beziehungen und Netzwerke Bachmanns, ihre aus intensiven Lebens- und Liebesverhältnissen entstandenen Gedichte und Erzählungen, aber auch die Lyrik Celans und die Romanprosa Frischs entscheidenden Anteil daran. Eine Erkundungsreise in die aufregenden Verschränkungen von Leben und Literatur.

Alexander Honold ist Literaturwissenschaftler an der Universität Basel. Er publiziert u. a. zu Hölderlin, Kafka, Gottfried Keller, Benjamin, Musil und Peter Handke. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kultur der Moderne, Literatur und Musik sowie «landscape writing». Seine jüngste Publikation lautet Liebeslinien.
Ingeborg Bachmann in ihren Literaturbeziehungen mit Paul Celan und Max Frisch (Schwabe Verlag, Basel 2026).


Veranstalter: Forschungsinstitut Brenner-Archiv

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