Antrittsvorlesung von
Univ.-Prof. Dr. Lutz Eichler
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt psychoanalytische Erziehungs- und Bildungswissenschaft
Dienstag, den 16. Juni 2026
18:30 Uhr
AULA der Universität Innsbruck, Innrain 52, 6020 Innsbruck
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an daniela.stecher@uibk.ac.at bis zum 02.06.2026 gebeten!
Grußworte der Rektorin der Universität Innsbruck
Univ.-Prof.in Dr.in Veronika Sexl
Vorstellung von Univ.-Prof. Dr. Lutz Eichler durch den Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften
Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger
Antrittsvorlesung
von
Univ.-Prof. Dr. Lutz Eichler
Allein zusammen. Kritische Theorie des post-adoleszenten Zustands
Im Anschluss daran laden wir zu einem kleinen Buffet ein.
Lutz Eichler
hat zunächst an der Universität Nürnberg und anschließend an der Universität Frankfurt Sozialwissenschaften studiert. Er ist durch die Einflüsse der Frankfurter Schule geprägt, die die Soziologie mit der Sozialphilosophie sowie der Psychoanalyse verknüpft. Nach seiner Promotion zur psychischen Wirkung veränderter Arbeitsbedingungen kehrte er ans Erlanger Institut für Soziologie nach Franken zurück. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schnittfeld von Arbeitssoziologie und Sozialisationsforschung. Während dieser Zeit spezialisierte er sich auf die individuelle Psychologie. Er absolvierte eine Ausbildung zum tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und arbeitete in einer Jugendpsychiatrie. Nach kurzen Stationen an den Fachhochschulen in Darmstadt und Fulda kam er 2020 an die Fliedner Fachhochschule nach Düsseldorf. Dort war er für gesundheitliche, besonders psychopathologische Aspekte im Kontext von Sozialpädagogik und Beratung verantwortlich. Parallel betrieb er eine psychotherapeutische Praxis für Kinder- und Jugendliche.
Eichler forscht – kurz gesagt – zum Unbehagen in Bildung und Arbeit. Letzteres war sein Schwerpunkt bis zur Dissertation, ersteres seitdem. Die Fragestellungen drehen sich um individuelle Verarbeitungen „subjektivierter“ Anforderungen in Schule, Übergang und Arbeitswelt. In diesem Zusammenhang interessiert er sich entwicklungstheoretisch besonders für die Phase der Post-Adoleszenz und des jungen Erwachsenenalters. Methodisch kombiniert er biografisch-narrative Interviews mit Bindungs- und psychodynamischer Diagnostik. Sein zweites Standbein liegt in der psychoanalytischen Autoritarismusforschung. Auch dort interessieren ihn besonders die lebensgeschichtlichen und entwicklungspsychologischen Hintergründe der Entstehung autoritärer Wünsche und Phantasien.
Antrittsvorlesung
Allein zusammen. Kritische Theorie des post-adoleszenten Zustands
Nicht mehr jugendlich, aber auch nicht erwachsen. Nicht nur der Altersstatus der Post-Adoleszenten ist von einem eigentümlichen Dazwischen gekennzeichnet. Sie stehen zwischen Herkunftsfamilie und neuen Beziehungen, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Die Lebensphase ist geprägt von Dynamik und Stillstand, schwankendem Sozialstatus und psychischer Unsicherheit. Sie symbolisiert die große Freiheit und wir fordern von ihnen sich den Notwendigkeiten zu fügen. Die Psychodynamik der Post-Adoleszenten spiegelt auch den gesellschaftlichen Zustand wider.
Nach einer Einführung in die Soziologie und Psychologie der neuen Lebensphase geht es im Vortrag um ihre inneren Dilemmata, was sie uns sagen und wie wir darauf antworten könnten.
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail
an daniela.stecher@uibk.ac.at bis zum 02.06.2026 gebeten!
Daniela Stecher
Sekretariat
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Innrain 52a, 6020 Innsbruck
Datenschutzhinweis
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