Universität Innsbruck

Clemens Steinwender

 

clemens

Akademischer Werdegang

  • Jahrgang 1990
  • 2012–2015: Bachelor of Arts in Geschichte an der Universität Innsbruck (Qualifikationsarbeiten in den Fächern Alte Geschichte, Mittelalter und Österreichische Geschichte)
  • seit 2013: Laufend: Bachelorstudium Classica et Orientalia an der Universität Innsbruck (zurzeit ruhend gestellt)
  • seit 2015: Masterstudium Geschichte an der Universität Innsbruck, Schwerpunkt Mittelalter (zurzeit ruhend gestellt)
  • 2016–2021: Masterstudium Alte Geschichte und Altorientalistik an der Universität Innsbruck (Qualifikationsarbeit: Zur Zeitgebundenheit bei Jordanes. Literarische Darstellungsmechanismen in Romana und Getica. Betreuer: Robert Rollinger. Mitwirkender Betreuer: Roland Steinacher)
  • 2018–2020: Verschiedene Studienassistenzstellen für das Forschungszentrum AWOSA, assoz. Prof. Mag. Dr. Brigitte Truschnegg, Univ.-Prof. Mag. Dr. Roland Steinacher und Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Rollinger an der Universität Innsbruck
  • seit Oktober 2021: Doktoratsstudium an der Universität Innsbruck (Aufnahme ins DK Entangled Antiquities ab Dezember)

Stipendien und Preise

  • Studienförderpreis der Richard und Emmy Bahr-Stiftung in Schaffhausen 2016
  • Thomas-Albrich-Preis 2019 (Runner-Up-Award von historia.scribere 11)
  • Anerkennungspreis der Jury zum Nachwuchspreis für wissenschaftliche Forschung für Studierende der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck 2019
  • Exzellenzstipendium für Doktoratskollegs der Universität Innsbruck im Mai 2022

Vortragstätigkeit

  • 15.06.2018: Karl-Franzens-Universität Graz: "Antike Kulturen des Mittelmeerraums (AKMe)": Doktoratsprogramm der Universitäten Innsbruck und Graz. Vortrag zu "Zur Zeitgebundenheit des Skythenlogos von Jordanes"
  • 16.11.2018: Universität Wien: "17. Österreichischer Althistorikerinnen- und Althistoriker-Tag". Vortrag zu "Zur Zeitgebundenheit von Jordanes, diskutiert an ausgewählten Beispielen"
  • 01.07.2019: University of Leeds: "International Medieval Congress 2019", Session 245: "Writing Stones: Describing Urban Materialities in Late Antiquity and the Early Middle Ages, I". Vortrag zu "Ravenna at the Time of Theoderic: A City Entangled between Romans and Ostrogoths"
  • 11.12.2019: Universität Trier: "Melammu Workshop: Domestic Trade and Maritime Trade in the Eastern Mediterranean and Ancient Near East", Panel 1: "Indienhandel im Altertum". Vortrag zu "Seide, Schmuck und Buddhismus – die fernöstliche Perspektive auf den Indienhandel."
  • 04.07.2022 - Uniwersytet Wroclawski (Wroclaw): NAWA Chair: "From the Achaemenids to the Romans: Contextualizing empire and its longue-durée developments?", Seminar. Vortrag zu: "At the Boundary of Empires. Arabia as an imperial Borderland to the Sasanians"

Chairs und Tagungsorganisation

  • 04.12.2019: Universität Innsbruck in Bregenz: "The World of Alexander in Perspective: Contextualizing Arrian", Chair zu Panel 5: Arrian and Empire
  • 30.11.2021: International digital conference: “Empires through the Ages: Short-Term Empires – Rule or Exception?”, Chair zu Section 1: Changing Dynasty – Changing Empire
  • 22.06.2022 - Universität Innsbruck in Bregenz: "Contextualizing Imperial Borderlands (9th C. BC ? 9th C. AD, and Beyond)", Chair zu Panel 7: China and East Asia

Publikationen

  • Korruption, Ämterkauf und Patronage in Florenz, in: historia.scribere 7 (2015), S. 279 – 294. Tagungsbericht: 4. Montafoner Gipfeltreffen: Wirtschaft(en) in den Bergen, 27.11.2018 –01.12.2018 Schruns, in: H-Soz-Kult, 21.03.2019.

  • Die Seidenstraße. Konnektivität als Motor von "Grobalization" und "Glocalization" am Beispiel des chinesischen Buddhismus, in: historia.scribere 11 (2019), S. 161 – 176.

  • Tagungsbericht: 4. Montafoner Gipfeltreffen: Wirtschaft(en) in den Bergen, 27.11.2018 – 01.12.2018, Schruns, in: H-Soz-Kult, 21.03.2019. 

  • Tagungsbericht zusammen mit Alexander Steiner: 5. Montafoner Gipfeltreffen: Religion in den Bergen, 19.10.2021 – 23.10.2021, Schruns, in: H-Soz-Kult, 03.02.2022.

Dissertationsprojekt

Untersuchungsgegenstand der Dissertation mit dem Titel „At the boundary of empires. Sasanian Imperial borderlands, their networks and the emergence of new power structures“ bildet das sasanidische Imperium und seine peripheren Gebiete im vierten bis sechsten Jahrhundert nach Christus. Stichwort für das Dissertationsvorhaben sind dabei die „Imperial Borderlands“. Diese stellen eine dynamische Region dar, da die Grenzen eines Herrschaftsgebietes nicht linear und fallend zu ziehen sind. Im Gegenteil, durch Austausch, Handel, Mobilität und komplexe Prozesse befinden sie sich in ständiger Bewegung. Mithilfe der Untersuchung einiger ausgewählter lokaler Randzonen (Armenien und Sogdien, eventuell weitere) des sasanidischen imperialen Großraumgebietes sollen neue Erkenntnisse bezüglich der Entstehung von Machtgebilden, außerhalb des in der Forschung bislang häufiger im Fokus befundenen imperialen Kernraums, gewonnen werden. Dabei werden nicht nur gegenseitige Beeinflussungen untersucht, sondern auch Adaption, Akzeptanz und Ablehnung solcher sozio-ökonomischer Prozesse mithilfe einer antiken globalgeschichtlichen Perspektive betrachtet. Dies wird unter anderem mithilfe der Erfassung von Netzwerken, der Entstehung von Knotenpunkten, neuer Eliten sowie Machtgebilden in diesen lokalen Fallbeispielen erreicht. Um diese sozio-ökonomischen Prozesse in den „Imperial Borderlands“ genauer zu untersuchen, werden neben den schriftlichen auch epigraphische, ikonographische und archäologische Quellen Berücksichtigung finden. Dieser Umstand soll den interdisziplinären Ansatz der Dissertation unterstützen, da ein nur auf Schriften aufbauendes Fundament wenig zielführend für die Erfassung der komplexen Netzwerke und Prozesse wäre.