5. Innsbrucker Fachtagung zur Elementarpädagogik
Pädagogische Qualität

Perspektiven - Kontroversen - Potenziale

23.09.2027 und 24.09.2027


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Die Innsbrucker Fachtagung zur Elementarpädagogik feiert 2027 ihr 5-jähriges Jubiläum. Am Donnerstag, 23. und Freitag, 24. September 2027 findet die Tagung an der Pädagogischen Hochschule Tirol statt. Sie wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule Tirol und der Universität Innsbruck veranstaltet.

Pädagogische Qualität ist keine einheitlich messbare Größe. Die Tagung zielt darauf ab, pädagogische Qualität in der frühen Kindheit als relationales, kontextgebundenes und vielperspektivisches Konstrukt zu beleuchten und die damit verbundenen Kontroversen und Potenziale sichtbar zu machen.

Wir laden dazu ein, das Tagungsthema aus theoretischer, empirischer, historischer und praxisbezogener Perspektive der Elementarpädagogik zu diskutieren und mögliche Potenziale für Wissenschaft, Politik und Praxis zu beleuchten.

Die Tagung soll einen Raum für Austausch und Diskussion schaffen. Sie richtet sich an Wissenschaftler:innen der Bildungs- und Erziehungswissenschaften und benachbarter Disziplinen, an Lehrende von Ausbildungsinstitutionen sowie an pädagogische Fachkräfte in elementarpädagogischen Einrichtungen.

Besonders willkommen sind Beiträge, die sich mit folgenden Zugängen und Fragestellungen befassen:

1) Theoretische Perspektiven auf pädagogische Qualität

  • Wie wird pädagogische Qualität in der frühen Kindheit in unterschiedlichen theoretischen Ansätzen konzeptualisiert und begründet?
  • Welche Anknüpfungspunkte und Spannungsfelder ergeben sich hinsichtlich Qualität zwischen Elementar- und Primarpädagogik?
  • Wie lassen sich Kontroversen um pädagogische Qualität theoretisch fassen und welche Spannungsfelder ergeben sich daraus? 
  • Welche Rolle spielen Diskurse um Kinderrechte, Inklusion, Diversität und soziale Ungleichheit in theoretischen Konzeptualisierungen von pädagogischer Qualität?

2) Empirische Zugänge und Forschungsbefunde 

  • Wie wird pädagogische Qualität in der frühen Kindheit empirisch erfasst, beschrieben und bewertet und welche Chancen und Grenzen haben bestehende Erhebungsverfahren?
  • Welche empirischen Befunde liegen zu Zusammenhängen zwischen verschiedenen Qualitätsaspekten in Kindertageseinrichtungen vor?
  • Durch welche Faktoren lässt sich pädagogische Qualität vorhersagen und welche Bedeutung hat pädagogische Qualität für verschiedene Outcomes?
  • Mit welchen Forschungsdesigns lässt sich das komplexe Gefüge pädagogischer Qualität in der frühkindlichen Praxis adäquat erfassen?

3) Historische und politikbezogene Dimensionen

  • Wie haben sich Vorstellungen von pädagogischer Qualität in der frühen Kindheit historisch entwickelt?
  • Welche Rolle spielen internationale Vergleichsstudien, Monitoring-Programme und Qualitätsrahmen (z. B. europäische oder nationale Initiativen) für die Ausgestaltung von Qualität im Feld der frühen Bildung?
  • Wie verändern Reformen, Professionalisierungsinitiativen oder Steuerungsinstrumente das Verständnis und die Praxis pädagogischer Qualität?

4) Praxisbezogene Perspektiven und Professionalisierung

  • Wie wird pädagogische Qualität von Fachkräften, Leitungen, Teams, Trägervertretungen und Eltern in der Praxis der frühen Bildung verstanden und ausgehandelt?
  • Welche Strategien der Qualitätsentwicklung und -sicherung werden in Einrichtungen umgesetzt und wie werden diese von den Beteiligten eingeschätzt/wahrgenommen/verhandelt/aufgenommen/bewertet?
  • Welche Bedeutung haben Aus-, Fort- und Weiterbildungsprozesse für die Entwicklung von Qualitätsverständnissen und professionellen Handlungskompetenzen in der Elementarpädagogik?
  • Inwiefern tragen der Einsatz digitaler Medien, die Digitalisierung und neue Technologien in der frühen Bildung zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität bei?

5) Relationalität, Kontextgebundenheit und Kontroversen

  • Auf welche Weise werden Spannungen zwischen Standardisierung (z. B. Qualitätsrahmen, Indikatoren) und Kontextsensibilität (z. B. lokale Bedürfnisse, institutionelle Profile) bearbeitet?
  • Wie werden Konflikte zwischen verschiedenen Qualitätsansprüchen im Alltag verhandelt?
  • Welche Rolle spielen Machtverhältnisse, Deutungshoheiten und Expert:innenstatus in der Bestimmung dessen, was als „gute“ oder „angemessene“ Qualität gilt?

6) Potenziale für Wissenschaft, Politik und Praxis

  • Welche Impulse ergeben sich aus aktuellen Forschungsprojekten für die Weiterentwicklung von Qualitätsdiskursen in der Elementarpädagogik?
  • Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse zu pädagogischer Qualität in politische Entscheidungsprozesse und Steuerungsinstrumente eingebracht werden?
  • Wie kann Wissenschaft dazu beitragen, den Dialog zwischen Wissenschaftler:innen, Lehrenden von Ausbildungsinstitutionen und pädagogischen Fachkräften anzustoßen?

Tagungsformate

Keynotes
Für die Tagung konnten Univ.-Prof.in Dr.in Tanja Betz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Univ.-Prof.in Dr.in Yvonne Anders (Goethe-Universität Frankfurt am Main; DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) als Hauptvortragende gewonnen werden.

Zudem wird das Tagungsthema mittels Einzelbeiträgen in Panelsessions und Symposien vertieft. Neu im Programm ist die Möglichkeit einer Posterpräsentation. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, thematisch passende Vorschläge dafür einzureichen:

Einzelbeiträge (20 Min. Vortrag + 10 Min. Diskussion) stellen Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten zur Diskussion. Nach Möglichkeit werden vier passende Beiträge vom Organisationsteam thematisch zu 120 Min. Sessions geordnet. Die Einreichung für Einzelbeiträge umfasst maximal 250 Wörter (inklusive Literaturverzeichnis). Die Zitationsrichtlinien nach APA7 sind dabei zu beachten.

Symposien (120 Min.) beinhalten drei zueinander passende Einzelbeiträge, die von einer Diskutant:in (bitte bei Einreichung benennen) in Beziehung gesetzt werden und in eine moderierte Austauschrunde münden. Bitte planen Sie genügend Zeit für den Austausch ein. Die Einreichung für Symposien umfasst maximal 1000 Wörter (inklusive Literaturverzeichnis) und beinhaltet Informationen zur übergreifenden Themenstellung sowie Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Beiträgen. Die Zitationsrichtlinien nach APA7 sind dabei zu beachten.

Poster zeigen Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten bei einem moderierten Posterwalk. Die Einreichung für eine Posterpräsentation umfasst maximal 250 Wörter (inklusive Literaturverzeichnis). Die Zitationsrichtlinien nach APA7 sind dabei zu beachten.

Anlässlich des Tagungsjubiläums wird ein vom Waxmann-Verlag gestifteter Posterpreis ausgelobt!

Bitte reichen Sie Ihr Abstract zu einem Einzelbeitrag, Symposium oder Poster bis zum 14.02.2027 über ConfTool ein.

Das Organisationsteam wird nach einem Review und unter Hinzuziehung weiterer Expert:innen aus den eingegangenen Vorschlägen auswählen. Die Rückmeldung zur Beitragsannahme erfolgt bis Mitte April 2027.

 

 

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