BILDI ist zusammen mit BiBIL (Bibliographie biblique informatisée de Lausanne) Teil des Index Biblicus, Internationale Bibliographie für Bibelwissenschaften. BILDI wird in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der Eberhard-Karl-Universität Tübingen (IxTheo) betreut und herausgegeben.
Universitätsübergreifende Zusammenarbeit
Seit 2014 organisieren die Leopold Franzens Universität Innsbruck (LFU) und die Universitätsbibliothek Tübingen (UBT) eine ständige Kooperation der beiden bibliographischen Fachdatenbanken Index Theologicus (IxTheo) der UBT und der Theologischen Literaturdokumentationen Innsbruck (THEOLDI) der LFU, die sich aus den Datenbanken BILDI, KALDI (Kanonistische Literaturdokumentation Innsbruck) und MIMESIS zusammensetzt. 2019 erfolgte die Migration der genannten Datenbanken in den Index Theologicus. BILDI konnte zum Gesamtprojekt ca. 200.000 Datensätze beitragen, die mittlerweile auf ca. 424.000 (Stand 2025) angewachsenen sind. Sie können sowohl im Index Theologicus als auch in dessen fachspezifischen Subsystem Index Biblicus abgerufen werden.
Der Index Biblicus bietet die Möglichkeit, gezielt nach bibelwissenschaftlicher Literatur zu recherchieren. Das Besondere am Index Biblicus ist die gezielte Suche nach Bibelstellen. Ausgewertet werden ca. 400* fachspezifische Zeitschriften, sowie Monografien und Sammelwerke. Darüber hinaus bibelwissenschaftlich relevante Artikel/Bücher in fachübergreifender Literatur.
Josef Oesch (ehrenamtlich)

Gründer von BILDI
BILDI wurde 1980 von Josef Oesch ins Leben gerufen. Zunächst als analoger Katalog mit Karteikarten. 1984 erfolgte der Umstieg auf eine EDV-Datenbank, seit 1989 mit dem Internet verbunden war. Mit dieser Star-Datenbank war nun eine weltweite Recherche über das Internet möglich. Die rasante Entwicklung der Digitalisierung, brachte die Möglichkeiten dieser Datenbank an ihre Grenzen. So entwickelte sich seit 2014 eine Zusammenarbeit mit dem Index Theologicus (IxTheo, Eberhard-Karl-Universität Tübingen), die 2019 in einer festen Kooperation mündete zusammen mit KALDI und MIMESIS, den anderen beiden Datenbanken aus Innsbruck. Seitdem gibt es für die Bibelwissenschaft im IxTheo ein eigenes Suchportal, den Index Biblicus.
BILDI – Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck
Die „Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck“ (BILDI) wurde 1980 von Dr. Josef Oesch und Dr. Friedrich Mohr an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck gegründet und nimmt seitdem laufend die bibelwissenschaftliche Literatur auf. BILDI startete zuerst als Zettelkatalog, ab Oktober 1984 als EDV-Dokumentation, die ab 1989 im Internet unter der Verwendung der Literaturdatenbank STAR auftrat. Sie stellte den Großteil von THEOLDI (Theologische Literaturdokumentationen Innsbruck), die neben BILDI noch KALDI (Kanonistische Literaturdokumentation Innsbruck) und MIMESIS (Literaturdokumentation zur „Mimetischen Theorie von René Girad“) umfasste. Es ergaben sich mehrere Kooperationen von BILDI, unter ihnen im Jahr 1994 mit dem Päpstlichen Bibelinstitut in Rom, mit Prof. Dr. Robert Althann SJ, der vor allem mit Rezensions-Metadaten BILDI bereicherte.
Die bisherigen Leiter*innen von BILDI waren: Dr. Josef Oesch von der Gründung 1984 bis Sept. 2008, Dr. Konrad Huber vom Okt. 2008 bis Sept. 2011, Dr. Andreas Vonach und Dr. Mira Stare als Leitungsteam vom Okt. 2011 bis Aug. 2018. Im Sept. 2018 wurde Dr. Mira Stare die Gesamtleitung von BILDI übertragen.
Zur Idee einer Kooperation von BILDI mit Index Theologicus (IxTheo) der Universitätsbibliothek Tübingen kam es auf der 30. Sitzung der VÖB-Kommission für Theol. Spezialbibliotheken in Michaelbeuern, am 22./23. Mai. 2014, zum Thema „Theologische Literaturdatenbanken“. Der ehemalige Leiter der Fakultätsbibliothek Theologie, Dr. Ernst Ruschitzka, lud die Vertreter*innen von BILDI, BiBIL und IxTheo als Referent*innen dazu ein. Dort vereinbarten der Leiter von IxTheo und des Fachinformationsdienstes Theologie (FID) der UB Tübingen, Dr. Martin Faßnacht, und die damalige Geschäftsführerin und jetzige Leiterin von BILDI, Dr. Mira Stare, eine Kooperation auszuloten.
Beim Treffen am 20./21 Oktober 2014 an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Innsbruck wurden die technischen, inhaltlichen und rechtlichen Möglichkeiten einer künftigen Kooperation der Fachdatenbanken THEOLDI (BILDI, KALDI und MIMESIS) mit dem IxTheo auch mit Vertretern des ZID, der ULB und des Zentralen Rechtsdienstes besprochen. Man einigte sich, die Kooperation ins Auge zu fassen und einen entsprechenden Letter of Intent zu vereinbaren, der am 3. März 2015 von der Direktorin der UB Tübingen, Dr. Marianne Dörr, und dem Rektor der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Tilmann Märk, unterzeichnet wurde.
In den folgenden 4 Jahren wurde neben der Fortführung der THEOLDI-Datenbanken, mehreren Schulungen in den erforderlichen EDV-Programmen in Tübingen und Onlineworkshops intensiv an der Datenaufbereitung für die Migration in den IxTheo gearbeitet, die schließlich am 15. März 2019 erfolgreich zustande kam.
Seit März 2019 erfolgt nun die Eingabe der neuen Daten von BILDI und KALDI in den SWB-Verbund und zugleich in den K10plus, dessen Derivat IxTheo ist. Bei der Ansetzung neuer Schlagwörter in der GND (Gemeinsame Normdatei) gibt es interne Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
Am 25. Juli 2022 wurde die Kooperation mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages durch die Direktorin der UB Tübingen, Dr. Marianne Dörr, und den Rektor der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Tilmann Märk, die dieses Projekt und die Kooperation immer tatkräftig förderten und unterstützen, besiegelt.
Das Subsystem von IxTheo, nämlich Index Biblicus (https://bible.ixtheo.de oder https://bildi-ixtheo), wird gemeinsam von IxTheo und BILDI herausgegeben und betreut. Mit der Migration hat BILDI mehr als 200.000 Datensätze sowohl in IxTheo als auch in das Subsystem Index Biblicus importiert. Für die beiden Partner ist die Kooperation vorteilhaft (Synergien, Aufteilung der Arbeit, Qualitätssteigerung u.a.). Für die Benutzer*innen ist es wichtig zu erwähnen, dass im Index Biblicus die „Bibelstellensuche“ mit Hilfe spezieller Algorithmen neu konzipiert und an den Bedürfnissen der Bibelwissenschaftler*innen orientiert ist.
Zu den beiden großen Kooperationspartnern von Index Biblicus, nämlich IxTheo und BILDI, kommt im Jahr 2024 als dritter Kooperationspartner BiBIL vom Bibelinstitut der Universität Lausanne dazu.




