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Einiges zum Begriff, zur Geschichte - und zu dieser Ausstellung

Wir schreiben das Jahr 1800. Viele Menschen in den Städten klagen über den Staub, die schlechte Luft, den penetrante Gestank der Kanalisation sowie den Lärm durch klappernde Pferdehufe und polternde Wägen - der Wunsch nach Erholung auf dem Land wächst.
Wir schreiben das Jahr 2020. Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff, die Lehre an den Universitäten findet virtuell statt. Eine Lehrveranstaltung beschließt, sich einem Thema zuzuwenden, das good vibrations garantiert ...

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Station 1:
Ein Theaterabend am Vorabend der Abfahrt -
Stadttheater Innsbruck: "Seitenspringer. Eine lustige Geschichte aus der Sommerfrische"

Wie heißt es so schön? Wo die Liebe hinfällt? Na, dann wollen wir mal schauen, wo die Liebe in der Sommerfrische hinfällt! Seitensprünge und Affären, Liebeleien und Betrug - die Sommerfrische stellte für so manch eine Beziehung eine Vertrauensprobe dar ...

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Station 2:
Mit Hermann von Gilm am Achensee - sein "Kronjuwel Tirols"

Im Jahr 1841 entstand das Gedicht Erinnerung an den Achensee. Damit porträtiert Hermann von Gilm den Sommerfrischeort Achenkirch und das dort herrschende Lebensgefühl. Gilm wird immer wieder ein Anteil an der Entwicklung des Tourismus am Achensee zugeschrieben. Die 1889 eröffnete Achenseebahn hatte vier Lokomotiven - eine davon hieß Hermann.

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Station 3:
Mit der Familie Mann in Bad Tölz

Das im Isartal gelegene Bad Tölz ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Kurort bekannt, und es war für viele bürgerliche Familien aus München ein beliebter Sommerfrischeort. Vom Hauptwohnsitz der Familie Katja und Thomas Mann in München war Bad Tölz etwa zwei Stunden mit dem Zug entfernt. Schon vor dem Bau des "Landhauses Thomas Mann" verbrachte die Familie die Sommer in Tölz - die Manns waren besonders von der frischen Bergluft angetan.

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Station 4:
München – Gustav Mahlers Produkt einer Sommerfrische

1906, am Wörthersee, schloß sich Gustav Mahler - der hier zur Sommerfrische weilte - in einem kleinen Häuschen ein und komponierte. Vier Jahre später hatte seine 8. Symphonie in München die Uraufführung. Rudolf von Ficker war für uns dabei.

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Sig. 010-036-012-023-001. © Brenner-Archiv

Station 5:
Immer wieder Salzkammergut mit Fritz von Herzmanovsky-Orlando

Die Villa "Almfried" in Rindbach bei Ebensee am Traunsee wirkte geradezu betörend auf alle Sinne der Eheleute Emil von Herzmanovsky und Luise, geb. von Orlando - sie kauften das Anwesen. Das war 1903, doch schon zuvor war man im Salzkammergut auf Sommerfrische gewesen. 

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Station 6:
Felix Mitterer als Hüterbübl auf der Alm bei Kirchberg

"Wenn die Sommerfrischler aus dem Tal heraufwanderten, lief ich vor ihnen her und zeigte Ihnen die Enziane, die Almrosenbüsche, die begehrten Edelweiß an den Felsen. " Schon als Kind begann Felix Mitterer Erfahrungen mit dem Tourismus in Tirol zu sammeln. Viel später hatte er als Dramatiker einen seiner größten Publikumserfolge mit der TV-Serie "Die Piefke-Saga" ...

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Station 7:
Erwin Schrödingers "favourite place on earth": Alpbach

Wie in der Biographie Erwin Schrödingers zu lesen ist, war der Nobelpreisträger für Physik immer glücklich, wenn er an den Platz, den er am meisten auf der ganzen Welt liebte, zurückkehrte: Alpbach in Tirol. Und nichts und niemand durfte ihn dabei stören: "During all his life, Erwin allowed nothing to interfere with his vacations and holidays."

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Station 8:
Rudolf Greinz' Villa im schönen Aldrans

Aldrans wurde um 1910 als Erholungsort sowohl für Einheimische aus der Gegend um Innsbruck als auch für Fremde immer interessanter – so auch für Rudolf Greinz. Doch wer war Rudolf Greinz und was machte ihn so erfolgreich, dass er sich eine Villa im aufstrebenden Sommerfrischeort Aldrans leisten konnte?

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Station 9:
Sommer in Lans mit Georg Trakl

Abend in Lans
Wanderschaft durch dämmernden Sommer
An Bündeln vergilbten Korns vorbei. Unter getünchten Bogen,
Wo die Schwalbe aus und ein flog, ...

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Station 10:
Auf nach DADA in Tarrenz!

"Dada in der sommerfrische wird Ihnen bestimmt nicht mißfallen!" schrieb Max Ernst 1921 in einem Brief, und etliche Dadaist*innen kamen nach Tarrenz, wo sie Kunst und Ausflüge machten, ein Manifest verfassten und privatisierten. Die avantgardistische Sommerfrische hatte alle traditionellen Ingredienzien ...

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Station 11:
Mit Karl Schönherr in Telfs - aber nur bei gutem Wetter

Der Dramatiker Karl Schönherr soll in seinem Sommerfrische-Ort Telfs, in einem Geschäft verborgen sitzend, die Einheimischen, deren Verhalten und Redewendungen, studiert haben. Er war aber sicherlich auch viel draußen unterwegs, denn wenn im Frühherbst das Wetter umschlug und schlecht wurde, kehrte er nach Wien zurück ...
 
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Station 12:
Innsbruck, Bozen, Ritten: Dorothea Merl prende il fresco

Die in Innsbruck lebende Schriftstellerin Dorothea Merl beschreibt im Gedicht Heimweg im Spätsommer einen Gang durch ländliche Idylle und und dann einen Gang durch die Stadt. Die beschriebene Flora und Fauna sowie der erwähnte "blaue Schurz" legen nahe, dass Merl den Ritten beschreibt, die Stadt könnte Bozen sein.

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Station 13:
Hans von Hoffensthal - Ein Leben in der Sommerfrische

Der Schriftsteller und Nervenarzt Hans von Hoffensthal wurde am Ritten geboren und starb dortselbst - und beinahe alle Heldinnen und Helden seiner Romane kommen mit der Sommerfrische und deren sozialen Regeln in Berührung ...

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Station 14:
Sommer in Bozen bei Karl Felix Wolff

1914 gelangen die Ausflügler*innen von Bozen aus mit dem Stellwagen in das Eggental zum Karersee oder mit dem Omnibus in das Etschtal oder nach Fleims. Mit der Seil- oder Zahnradbahn können sie auf den Ritten oder den Virgl fahren. Und von Guntschna aus können die Stadt Bozen und der Rosengarten im Abendschein betrachtet werden  ...

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Station 15:
Hubert Mumelter schreibt über den Ritten

Hubert Mumelter, seit 1933 ein erfolgreicher Autor aus Südtirol, sitzt etwa 1950 in seinem Haus in Völs am Schlern und schreibt - über jene Gegend, die man von Völs aus sehen kann und die uns bereits bekannt ist: Der Ritten.

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Station 16:
Max Esterle blickt auf den Schlern - und auf eine Frau im Dirndl

Zwar war Südtirol in der Zwischenkriegszeit bei weitem keine heile Welt, doch für den eben aus der russisch-sowjetischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Maler und Kunsterzieher Max (von) Esterle dürfte es sich durchaus so angefühlt haben ...

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© FIBA, Slg. FIBA, Sig. 047-016-018

 

Station 17:
Das Grandhôtel Toblach und die Südtiroler Tourismusgeschichte

Elise Überbacher, geb. Kopf, war die Hotelière, die das Grandhotel Toblach von seiner Eröffnung 1877 bis 1915 erfolgreich machte. Die zahlreichen Zubauten des Hotels wurden so eingerichtet, dass sie die Gäste getrennt und gestaffelt nach Rang - vom bürgerlichen Beamten über den Hofoperndirektor bis zum Thronfolger (natürlich alle mit Familie und Dienstboten) - unterbringen und bewirten konnte.

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Station 18:
Mit Karl Felix Wolff auf große Fahrt: Die Dolomitenstraße

Die Große Dolomitenstraße wurde 1909 eröffnet, das Gebiet wurde einige Jahre später durch den Ersten Weltkrieg verwüstet. Nach 1918 gehörten Südtirol und das Trentino zu Italien. Der Volkskundler und Tourismus-Journalist Karl Felix Wolff wagt es 1922 und wirbt trotz der völlig geänderten Umstände weiterhin für das Gebiet, das er am besten kennt: Die Dolomiten.

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Station 19:
Glühende Küsse und ein brennendes Hotel am Karerpass:
Albert von Trentinis Zeitungs-Erzählung

"Ein bisschen verbotene Sommerliebe", "süße Geheimnisse", "das helle Singen der Lerchen" und die große Pariser Toilette zum 18. August - Kaisers Geburtstag - doch dann geschah das Furchtbare ...

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Station 20: Wandern durch Kaltern und Eppan mit Klaus Mazohl. © Brenner-Archiv.

Station 20:
Wandern durch Kaltern und Eppan mit Klaus Mazohl

Ob Klaus Mazohl, der eigentlich als Dramatiker und Lyriker bekannt wurde, seinen Wanderführer über die Gegend um Kaltern, Eppan und die Mendel, jemals veröffentlicht hat, ist eher unwahrscheinlich. Schade - denn er beschrieb die Wanderwege leicht verständlich, und sie waren - und sind! - gut begehbar ...

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Station 21:
Am Gardasee mit Carl Dallago

Im Nachlass von Carl Dallago finden sich 38 Ansichtskarten vom Gardasee-Gebiet. Dallago und seine Familie lebten selbst ab 1902 an wechselnden Orten am trentinischen Gardaseeufer. Gut möglich, dass die Karten einfach nie geschrieben wurden. Nach der Übersiedlung nach Österreich 1926 übernahmen sie vermutlich die Funktion als Souvenir einer früheren Lebensphase ...

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Station 22:
Ernst von Glasersfeld springt in den Schnee - und nach Australien

Ernst von Glasersfeld reiste 1937 von Neapel aus lange Wochen auf einem Schiff nach Australien. Der höchste Berg Australiens, der Mount Kusciuszko, ist der Ort, an dem dieses letzte Exponat der Ausstellung aufgenommen wurde. Es weist mit seinem Sujet aus dem Thema der Sommerfrische hinaus in Richtung Urlaub, wie viele von uns ihn heute kennen.

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