Redaktionsarchiv das Fenster

Redaktionsarchiv der Kulturzeitschrift „das Fenster“, bestehend aus Manuskripten, Korrespondenzen, Fotos und umliegenden Materialien.
„das Fenster“ erschien halbjährlich von 1967-2001 in 35 Jahrgängen und 67 Ausgaben (aufgrund von Doppelnummern 70 Nummern, 2001 ein Registerband), die Herausgeberschaft hatte nominell das Kulturreferat des Landes Tirol, de facto zeichnete aber der Chefredakteur Wolfgang Pfaundler (1924-2015) für dieses Unternehmen alleinverantwortlich. Anliegen der Zeitschrift war es, das kulturelle Leben von Nord-, Ost- und Südtirol abzubilden. Das Spektrum der Beiträge ist daher breit gestreut, von der Zeitgeschichte über die Volkskunde bis zur Kunst, Architektur, Musik, Literatur und Fotografie. Eine eigene Reihe ist ab dem 8. Heft (1971) der Bestandsaufnahme der Literatur der Gegenwart gewidmet. Pfaundler hatte keine Scheu, noch unbekannte Autorinnen und Autoren zu Wort kommen zu lassen, einige hatten im „Fenster“ ihre Erstpublikation. Insgesamt kommen in der Zeitschrift alle namhaften Autorinnen und Autoren Tirols zu Wort, u.a. Helene Flöss, Sabine Gruber, Norbert C. Kaser, Kurt Lanthaler, Alois Hotschnig. Sepp Mall, Feilx Mitterer, Joseph Oberhollenzer, Anita Pichler, Hans Augustin, Christoph W. Bauer, Barbara Hundegger, Walter Schlorhaufer, Norbert Gstrein, Raoul Schrott, Joseph Zoderer. In der Serie „Das Tiroler Porträt“ wurden Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und des kulturellen Lebens in Tirol vorgestellt , u. a. Rudi Wach, Otmar Suitner, Franz Tumler, Wilfried Kirschl, Erich Urbanner, Anton Santer, Herbert Rosendorfer, Peter Prandstetter, Walter Pichler, Max Weiler, Gerhild Diesner, Paul Flora, Anton Christian, Josef Lackner, Felix Mitterer, Raimund Abraham, Turi Werkner, Karl Plattner, Werner Pirchner, Franz Pöhacker, Giorgio Moroder, Bert Breit, Chryseldis Hofer, Günther Andergassen, Othmar Costa, Andreas Schett, Heinrich Klier.

Es war kein Zufall, dass die erste Nummer der Zeitschrift im Todesjahr Ludwig von Fickers erschien, in der unter dem Titel „Ludwig von Ficker gehört der Gegenwart“ des Freundes und Förderers der Künstler gedacht wurde. Denn Ficker und dessen Zeitschrift „Der Brenner“ war für Pfaundler ein maßgebliches Vorbild und es gelang ihm mit seinem Unternehmen, obwohl er durchwegs auf regionale Themen setzte, überregionale Anerkennung zu erreichen. Die Qualität der Zeitschrift liegt im hohen Niveau der Beiträge, sondern auch in der graphischen Gestaltung sowie der künstlerisch herausragenden Fotographien, die zumeist vom Pfaundler selbst stammen.

 

94 Kartons, vorgeordnet (davon 30 mit Restbeständen der Zeitschrift) ---- in Bearbeitung
Nachlassnummer: 270
Erwerb: 2017
Standort: Depot B 22, 1

Kontakt: brennerarchiv@uibk.ac.at

 

 

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