Future Law Working Papers

Die Future Law Working Papers wurden 2022 ins Leben gerufen, um Spitzenforschung zu rechtlichen Themen im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Zukunft ein Forum zu bieten. Herausgegeben wird die Reihe von den leitenden Mitgliedern des Instituts für Theorie und Zukunft des Rechts: Matthias C. Kettemann, Malte Kramme, Clara Rauchegger und Caroline Voithofer.

 

2022 • 1: Julia Haas, A Treatment for Viral Deception? Automated Moderation of COVID-19 Disinformation

Die COVID-19 Pandemie ist mit Berichten über nie dagewesene Mengen an falschen und irreführenden Online-Informationen einhergegangen, mit dem Potential der Gefährdung der individuellen und öffentlichen Gesundheit, sowie der Wahrung der Menschenrechte. Staaten und Internetintermediäre haben beispiellose Maßnahmen gesetzt, um diese COVID-19 „Infodemie“ zu bekämpfen. Tatsächlich kann die COVID-19 Pandemie als Wendepunkt in der Regulierung der Online-Informationslandschaft und insbesondere in der Bekämpfung von Desinformation verstanden werden.

Dieses Paper analysiert die Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation, insbesondere jene mit Einsatz algorithmischer Systeme, aus menschenrechtlicher Sicht. Es bietet einen Überblick in automatisierte Verfahren zur Moderation und Kuration von Inhalten und in das Wechselspiel zwischen dem digitalen Informationsökosystem und dem Phänomen der Desinformation. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein umfassender Einsatz von Automatisierung zur Inhaltskontrolle – insbesondere von stark kontextabhängigen Inhalten wie Desinformation – nicht im Einklang mit der positiven Verpflichtung von Staaten zum Schutz der Menschenrechte und der Verantwortung von Internetintermediären zur Achtung der Menschenrechte steht.

 

  Future Law Working Papers 2022 #1

 

 

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