Clinical Psychology I
Head:
Univ.-Prof. Mag. DDr. Elisabeth Margarete Weiss
Team:
Dipl.-Ing. Mag. Mag. Markus Canazei, MSc PhD
Dr. Verena Dresen, BSc MSc
Dr. Ronen Hershman, PhD
Maximilian Dick, BSc MSc
Benjamin Stampfer, BSc MSc MSc
Adrien Pascal Nicolay, MSc
Dr. Laura Fischer-Jbali

Focus
- Effect of various interventions (e.g. psychotherapy, light therapy, exercise, cognitive training) on affective and cognitive processes in healthy individuals and patients with psychiatric and neurological disorders.
Prevention and Health Aspects
- Biopsychological correlates of various psychiatric, neurological and internal diseases (Cooperation projects with the MUI)
- Psychophysiological stress reactivity and recovery
- Gender differences in affective and cognitive traits and psychopathology.
- Web-based interventions for psychoeducation and stress-management as well as technology-assisted care and support for people with dementia living at home
Lifespan Perspective
- Changes in cognitive and social-emotional functions in old age and dementia
Externally Funded Projects
Entwicklung und Evaluation eines webbasierten Stressmanagement-Selbsthilfetrainings für stationäres Altenpflegepersonal
(FFG-Projekt, Laufzeit: 2021-2023)
- Beschäftigte im Gesundheitswesen leiden vielfach unter arbeitsbedingten Stress. Diese Berufsgruppe ist durch die COVID-19-Krise zusätzlich maßgeblichem Arbeitsstress ausgesetzt worden und stellt somit eine Risikogruppe für langfristige psychische Gesundheitsprobleme dar.
- Ein neuer, kostengünstiger, großflächig verfügbarer Ansatz zur Reduktion des Stresslevels bei Beschäftigten im Gesundheitswesen (Pflegekräfte, Krankenhauspersonal etc.) sind internetgestützte Stress-Management-Trainings (iSMT), die auf bewährte Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie zurückgreifen. Gegenwärtig steckt die Forschung zur Wirksamkeit dieser Trainings in Österreich noch in den Kinderschuhen.
- Das in diesem Projekt mit einem Tiroler Unternehmen entwickelte iSMT wurdein einer Akzeptanz- und Usability-Studie anhand einer Pilotstudie an Studierenden und anschließend an Beschäftigten im Gesundheitssektor evaluiert.
Plattform für technikgestützte Pflege und Betreuung von zu Hause lebenden Menschen mit Demenz
(FFG-Leitprojekt, Laufzeit: 2022-2026)
- In Österreich betreuen und pflegen ca. 116.000 Menschen zu Hause ein Familienmitglied mit Demenz. Damit verbundene Überbelastungen werden oft spät erkannt.
- Das Leitprojekt verfolgt einen “Stepped Telecare” Ansatz und wird technologiegestützte Angebote bereitstellen, mit denen umgehend, evidenzbasiert und kultursensibel auf individuelle Belastungen in Pflegesituationen reagiert werden kann.
- Eine zweijährige wissenschaftliche Feldstudie strebt die Erbringung von Nachweisen für positive Versorgungseffekte und positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen an.
Entwicklung und Evaluation eines siebenwöchigen webbasierten Psychoedukationsprogramms und eines siebenwöchigen webbasierten Stressmanagement-Selbsthilfetrainings für Studierende (FFG-Projekt, Laufzeit: 2021-2023)
- Im Rahmen des FFG Projekts Care4Stress wurde auch ein siebenwöchiges Psychoedukationsprogrammfür Studierende und PflegeschülerInnen entwickelt, sowie ein siebenwöchiges webbasiertes Stressmanagementprogramm für Studierende.Die Stichprobe der webbaiserten Psychoedukationsgruppe setzte sich aus einer Gruppe Studierender (n = 294) und aus einer Gruppe von Pflegeschüler*innen (n = 204) aus Österreich und Deutschland zusammen
- Erste Analysen konnten eine Verbesserung der Emotionsregulation und Copingstrategien bei Studierenden nachweisen. Somit konnte in der vorliegenden Untersuchung ein präventiver Effekt durch ein internetbasiertes passives Psychoedukationsprogramm bei Studierenden, mit geringen klinisch relevanten psychopathologischen Symptomen, aufgezeigt werden. Emotionsregulationsstrategien
- An dem siebenwöchigen webbasierten Stressmanagement Selbsthilfeprogramm nahmen 318 Studierende teil, die in drei Gruppen unterteilt wurden: eine Gruppe erhielt Unterstützung durch einen eCoach, eine Gruppe absolvierte das Training ohne Unterstützung und eine Wartegruppe, welche keine Intervention erhielt randomisiert in eine begleitete und eine unbegleitete Gruppe aufgeteilt wurden und mit einer Wartegruppe
- Erste Analysen zeigen eine signifikante Reduktion der Stresswerte durch das Stressmanagement Selbsthilfeprogramm in Vergleich zur Kontrollgruppe.
Reduktion der Stresssymptomatik bei Studierenden in der Prüfungsvorbereitungszeit mit Hilfe von Lichtinterventionen
(FFG-Projekt, Laufzeit: 2021-2023)
- Stress stellt für viele Studierende ein erhebliches Problem dar und ist ein wichtiger Risikofaktor für reduzierte akademische Leistungen und verminderte psychische und physische Gesundheit. Die Stressbelastung ist besonders hoch in Prüfungsvorbereitungsphasen.
- Im Projekt wurden mit einem Tiroler Wirtschaftspartner zwei innovative Tischlichtkonzepte für Lernarbeitsplätze von Studierenden entwickelt.
- Mit diesen Lichttechnologien wurden im Anschluss zwei randomisierte, kontrollierte Studien (im Labor und im Feld) durchgeführt, in welchen die modulierenden Wirkungen von regelmäßigen hellen Lichtexpositionen auf psychophysiologische Stressreaktionen und maladaptive Coping-Strategien bei Studierenden mit stark erhöhter Stressbelastung untersucht wurden.
Reduktion genderspezifischer Belastung und physiologischer Beanspruchung am Bildschirmarbeitsplatz
(FFG-Projekt, Laufzeit: 2021-2025)
- Mehr als die Hälfte aller Europäer:innen arbeiten heute an einem Bildschirmarbeitsplatz. Diese Art der Arbeit generiert besondere Belastungen, die vielfach von Menschen spät oder gar nicht wahrgenommen werden.
- Im Projekt wird gerade mit einem Tiroler Unternehmen ein kontaktloses Belastungsmonitoring-System zur kontinuierlichen Aufzeichnung von Sehbelastungen und Belastungen des Haltungsapparats am Bildschirmarbeitsplatz entwickelt. Dieses System soll dann über regelmäßige Lichtfeedbacks unaufdringlich Nutzer:innen zu Verhaltensmodifikationen anregen.
- Weiters wird eine am Körper getragene Sensorik zur Erfassung kardiovaskulärer Beanspruchungsparameter verwendet werden, um im Rahmen von Mikropausen bzw. während der Bildschirmarbeit ein lichtbasiertes Biofeedbackatemtraining anzubieten.
- Funktionsmuster beider Systeme werden in zwei Laborstudien hinsichtlich ihres Gebrauchsnutzens und erster Effekte geprüft. In weiterer Folge werden in zwei Feldstudien die Funktionsmuster an realen Bildschirmarbeitsplätzen installiert und unter natürlichen Arbeitsbedingungen evaluiert.
Methods
- Psychophysiological stress reactivity
- Light intervention
- Ecological momentary assessment
- Actigraphy
- Neuropsychological assessment
- Web-based interventions
Publication Highlights
- Canazei M, Dick M, Pohl W, Weninger J, Hubel N, Staggl S, Weiss EM (2023). Impact of repeated morning bright white light exposures on attention in a simulated office environment. Scientific Reports 13, 8730.
- Weiss EM, Canazei M, Perchtold-Stefan CM, Rominger C, Papousek I, Fink A (2022). Different facets of creativity in employees covering non-clinical to clinical manifestations of burnout. Journal of Intelligence.
- Canazei M, Weninger J, Pohl W, Marksteiner J, Weiss EM (2022). Effects of dynamic bedroom lighting on measures of sleep and circadian rest-activity rhythm in inpatients with major depressive disorder. Scientific Reports 12, 6137.
- Weiss EM, Deisenhammer EA, Fink A, Marksteiner J, Canazei M, Papousek I (2022). Disorder-specific profiles of self-perceived emotional abilities in schizophrenia and major depressive disorder. Brain Sciences, 12(3), 356.
- Lindner N, Moeller K, Dresen V, Pixner S, Lonnemann J (2022). Children’s spatial language skills predict their verbal number skills: A longitudinal study. Plos One.
- Canazei M, Papousek I, Weiss EM (2021). Light intervention effects on circadian activity rhythm parameters and nighttime sleep in dementia assessed by wrist actigraphy: a systematic review and meta-analysis. The Gerontologist.