Einladung zum Vortrag und Workshop
Queere Zeitgeschichte in internationaler Perspektive
Kontinuitäten der Verfolgung von Homosexualität_en in Österreich im 20. Jahrhundert
27.–28. November 2026
Innsbruck
Freitag, 27. November 2026
Queere Geschichte sichtbar machen!
Öffentlicher Vortrag von Andreas Brunner und Hannes Sulzenbacher (QWIEN) | Plenarsaal Rathaus Innsbruck | Anmeldung nicht erforderlich
Freitag, 27. und Samstag, 28. November 2026
Workshop mit Fachreferaten und Round Table | Plenarsaal Rathaus Innsbruck bzw. Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck | Anmeldung erbeten
Trotz der raschen Abfolge politischer Zäsuren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb auch in Österreich die politische und kulturelle Regulation nicht-heteronormativer Beziehungsformen lange von Kontinuität geprägt. Erst in jüngster Zeit erfolgte die staatliche Anerkennung der Verfolgung queerer Menschen. Die Erforschung dieses Feldes ist noch von zahlreichen Leerstellen bestimmt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Frage nach Kontinuitäten und Brüchen aus unterschiedlichen Perspektiven zu stellen – regionalgeschichtlich und transnational, forschungsbezogen und aus erinnerungskultureller Sicht.
Durch die öffentliche, anmeldefreie Auftaktveranstaltung soll der Forschungsbereich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Danach sind Interessierte aus allen Disziplinen eingeladen, sich im Rahmen des zweitägigen Workshops am fachlichen Austausch zu beteiligen. Forscher:innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz werden Ergebnisse präsentieren, Positionierungen zur Debatte stellen und gemeinsam diskutieren.
Gefördert von





Freitag, 27. November 2026
Rathaus Innsbruck, Plenarsaal (6. Stock)
Einlass 12:30 Uhr, Beginn 13 Uhr
Grußworte der Vize-Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck Elli Mayr,
des Vizerektors der Universität Innsbruck Univ.-Prof. Mag. Dr. Dirk Rupnow und der Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte Mag. Dr. Ingrid Böhler
Vortrag von Mag. Andreas Brunner und
Mag. Hannes Sulzenbacher von QWIEN - Zentrum für Queere Geschichte Wien
Queere Geschichte sichtbar machen!
Bis vor kurzer Zeit war queere Geschichte in den Geschichtswissenschaften kein Thema. Sie wurde einerseits nicht beachtet, andererseits als irrelevant zur Seite geschoben. Qwien, das Zentrum für queere Kultur und Geschichte, ist vor fast zwanzig Jahren angetreten, queere Geschichte sichtbar zu machen. Welche Widerstände mussten dabei überwunden, welche Herausforderungen bewältigt werden? Welche Methoden führten ans Ziel, die Sichtbarkeit queerer Geschichte in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern?
Vortragende

Andreas Brunner, wissenschaftlicher Leiter von Qwien. Seit mehr als 30 Jahren in der außeruniversitären queeren Geschichtsforschung tätig, mit Schwerpunkt queere Wiener Stadtgeschichte und NS-Verfolgung.

Hannes Sulzenbacher, kuratorischer Leiter von Qwien und Chefkurator des Jüdischen Museums Wien, Forschungsprojekte zur Schoa (Österreichische Länderausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau) und NS-Verfolgung Homosexueller.
Veranstaltungsort
Plenarsaal Rathaus Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, Zugang (barrierefrei) zum Plenarsaal im 6. Stock über die RathausGalerien und dem Lift gegenüber vom Kaufhaus Müller; eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Station Innsbruck Anichstraße/Rathausgalerien) wird empfohlen
Anmeldung
Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung notwendig.
Programmübersicht
Freitag, 27. November 2026
15 bis 18 Uhr: Fachreferate
19 Uhr: gemeinsames Abendessen
Samstag, 28. November 2026
9 bis 13 Uhr: Fachreferate und Round Table
Veranstaltungsort
Freitag: Plenarsaal Rathaus Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, Zugang (barrierefrei) zum Plenarsaal im 6. Stock über die RathausGalerien und dem Lift gegenüber vom Kaufhaus Müller; eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Station Innsbruck Anichstraße/Rathausgalerien) wird empfohlen
Samstag: Seminarraum im Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck, Innrain 52a, 6020 Innsbruck, Zugang zum Seminarraum (04K/M100) im 4. Stock über den Lift rechts beim Haupteingang, danach der Beschilderung folgen; eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Station Innsbruck Klinik/Universität) wird empfohlen
Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bis zum 20. November 2026 unter folgendem Link:
https://conferences.uibk.ac.at/event/254/
Spätere Anmeldungen sind via E-Mail unter andreas.fink@uibk.ac.at möglich.
Die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen (auf eigene Kosten) ist bis zum 6. November 2026 über das Anmeldeformular bekanntzugeben.
Programm
Vortragende
Natascha Bobrowsky arbeitet derzeit als Universitätsassistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien und verfasst eine Dissertation zur strafrechtlichen Verfolgung weiblicher Homosexualität in Österreich während des NS.
Andreas Fink ist Universitätsassistent (Prädoc) am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und forscht zu Strafverfahren nach § 129 b in den 1930er-Jahren in Tirol. Seine Forschungsinteressen umfassen Fürsorge- und Heimgeschichte, Geschichte sozialer Bewegungen und Regionalgeschichte. Zuletzt befasste er sich mit dem Wandel der Jugendwohlfahrt in Tirol in den 1970er und 1980er Jahren.
Moritz Moosmayer ist Mitarbeiter im Projekt „‚Dies gibt es nicht in Tirol‘. Verfolgung von Homosexualität im Gau Tirol-Vorarlberg in der NS-Zeit“ und Masterstudent der Geschichtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Seine Schwerpunkte liegen in der Forschung zur Queeren Geschichte, sowie zur Sozial- und Regionalgeschichte.
Flavia Guerrini ist Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin und arbeitet an der Fakultät für Bildungswissenschaften und am Center für interdisziplinäre Geschlechterforschung der Universität Innsbruck. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der historischen Bildungsforschung, Biografie- und Geschlechterforschung. Zuletzt befasste sie sich mit der Jugendfürsorge und der Heimerziehung nach 1945 sowie mit den Erfahrungen der Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich.
Kevin Heiniger ist promovierter Historiker und seit 2019 an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, tätig. Seine Forschungsschwerpunkte bilden Fürsorgeregime und Sozialstaatlichkeit. Als Vereinspräsident des Schwulenarchivs Schweiz bewegt er sich ausserdem in den Queer Studies.
Johannes Kaska studierte Geschichte sowie Archivwissenschaften in Wien, war dort in Forschungsprojekten tätig und arbeitet seit 2020 im Archiv der Stadt Linz, seit Ende 2024 als dessen Leiter.
Andrea Rottmann forscht zur queeren deutschen Geschichte, aktuell im Projekt „LSBTIQ*-Bewegungen und Demokratie: Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ mit Kolleg*innen aus Archiv- und Theaterpraxis, Politik- und Theaterwissenschaft in Deutschland und Österreich.
Organisation
Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck
Mag. Andreas Fink
MMag. Dr. Ina Friedmann
Moritz Moosmayer, BA
Mag. Dr. Alexandra Weiss
Kontakt
Universität Innsbruck, Institut für Zeitgeschichte
Innrain 52d (Geiwi-Turm, 6. Stock)
A-6020 Innsbruck
Mag. Andreas Fink
andreas.fink@uibk.ac.at
Datenschutzhinweis
Im Rahmen dieser Veranstaltung können Fotografien (oder Screenshots) und/oder Filme erstellt werden. Mit der Teilnahme zur Veranstaltung nehmen Sie zur Kenntnis, dass Fotografien und Videomaterialien, auf denen Sie abgebildet sind, zur Presse-Berichterstattung verwendet und in verschiedensten (Sozialen) Medien, Publikationen und auf Webseiten der Universität Innsbruck veröffentlicht werden. Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung unter: www.uibk.ac.at/datenschutz
Wir bitten um eine umweltfreundliche Anreise! Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Fahrradabstellplätze stehen ausreichend zur Verfügung. Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie unter www.vvt.at
